Pius XII.

Unsere Hoffnung – ebenso wie unser Glaube, der ihr Wesen und ihre Wirklichkeit ist – liegt im Himmel, und dort oben bleibt sie verankert; doch hier unten stützt sie unser Leben. Wenn im Namen Christi und seines Kreuzes die Engelschöre im Himmel […] vor dem Thron Gottes „Herrlichkeit, Ehre, Heil und Lobpreis“ singen (vgl. ...

August 9, 2026

Hl. Cyrill von Jerusalem

Ob du nun den Glauben studierst oder ihn bekennst: Erwirb und behalte nur den Glauben, der dir heute von der Kirche überliefert wird und der sich auf die gesamte Heilige Schrift stützt. Nicht alle können die Heilige Schrift lesen; die einen wegen ihrer Unwissenheit, die anderen, weil ihre Beschäftigungen sie davon abhalten, Kenntnisse zu erwerben. ...

August 8, 2026

Hl. Augustinus

„Wenn jemand mir nachfolgen will, verleugne er sich selbst.“ Hart und schwer erscheint, was der Herr geboten hat. Und doch ist es weder hart noch schwer, weil derjenige, der es gebietet, auch derjenige ist, der dabei hilft, in die Tat umzusetzen, was er gebietet. Denn wenn das Wort des Psalms: „Wegen der Worte deiner Lippen bin ich auf harten Wegen gewandelt“ (Ps 16,4 LXX), wahr ist, dann ist auch das Wort wahr, das Jesus gesprochen hat: „Mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht“ (Mt 11,30). ...

August 7, 2026

Hl. Ephräm

Simon Petrus sagte: „Herr, es ist gut, dass wir hier sind!“ Was sagst du da, Petrus? Wenn wir hierbleiben, wer soll dann die Vorhersagung der Propheten erfüllen? Wer soll die Worte der Herolde besiegeln? Wer wird das Mysterium der Gerechten zu Ende führen? Wenn wir hierbleiben, an wem sollen sich die Worte erfüllen: „Sie haben mir Hände und Füße durchbohrt“? Von wem handeln die Worte: „Sie verteilten meine Kleider unter sich und warfen das Los um mein Gewand“? (Ps 21/22,17. ...

August 6, 2026

Joseph Kardinal Ratzinger

Im Evangelium fordert uns Jesus zum Gebet auf: „Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet“. Diese Worte Jesu sind von großer Bedeutung, nicht nur, weil sie die Beziehung zwischen Gott und dem Menschen so darstellen, wie sie wirklich ist, sondern auch, weil sie Antwort geben auf ein Grundproblem der gesamten Religionsgeschichte und auch unseres eigenen Lebens: Ist es recht und gut, Gott um etwas zu bitten? Oder besteht nicht etwa die einzige, der Transzendenz und Größe Gottes entsprechende Antwort darin, dass man ihn rühmt, ihn anbetet, ihm dankt – also in einem uneigennützigen Gebet? [. ...

August 5, 2026

Hl. Johannes vom Kreuz

Die Reinheit des Herzens entspricht dem Grad der Gottesliebe und der Gnade; deshalb meint unser Erlöser, wenn er selig nennt, die ein reines Herz haben (vgl. Mt 5,8), jene, die erfüllt sind von Liebe, denn die Seligkeit wird uns gegeben nach dem Grad unserer Liebe. Wer wirklich Gott liebt, der errötet nicht vor der Welt über das, was er für Gott tut; und er verbirgt es nicht aus Scham, selbst wenn die ganze Welt ihn deswegen verurteilen würde. ...

August 4, 2026

Origenes

„Jesus drängte die Jünger, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken.“ Die Menschenmenge war nicht in der Lage, auf die andere Seite zu gelangen, da sie im mystischen Sinn keine Hebräer waren, was wörtlich übersetzt „auf der anderen Seite wohnend“ bedeutet. ...

August 3, 2026

Hl. Romanos Melodos

Als es Abend wurde, eilten die Apostel des Erlöser zu ihm und riefen: „Meister, es ist schon spät geworden, und diese Leute sind vor Hunger schon ganz erschöpft. Du weißt, der Ort ist abgelegen. Schick die Leute weg, damit sie in den umliegenden Dörfern Brot kaufen können. Sie können ja nicht fasten wie wir, denen du die Kraft dazu verliehen hast, denn du bist das himmlische Brot der Unsterblichkeit. ...

August 2, 2026

Hl. Johannes von Damaskus

„Gott hat niemand jemals gesehen. Der eingeborene Sohn, der im Schoße des Vaters ist, er hat [ihn] kundgemacht“ (Joh 1,18). Unaussprechlich also ist das göttliche Wesen und unbegreiflich. Denn „niemand kennt den Vater außer der Sohn und niemand den Sohn außer der Vater“ (Mt 11,27). ...

August 1, 2026

Hl. Hilarius

Solange ich mich des Lebensatems erfreue, den du, heiliger Vater und allmächtiger Gott, mir geschenkt hast, ebenso lange will ich dich feierlich bekennen als den ewigen Gott, aber auch als den ewigen Vater. Niemals werde ich mich zum Richter über deine Allmacht und deine Geheimnisse aufschwingen; niemals werde ich meine begrenzte Erkenntnis über die wahre Kenntnis deiner Unendlichkeit stellen; niemals werde ich behaupten, du seiest einmal ohne Weisheit und Kraft und ohne dein Wort, den eingeborenen Gott, meinen Herrn Jesus Christus, gewesen. ...

July 31, 2026