Unbekannter Verfasser im heutigen Italien

Meine Lieben, bleibt bei euren guten Werken, die ihr begonnen habt. […] Es gibt bedauernswerte Menschen, die unter Lebensgefahr und enormen Schwierigkeiten einem irdischen König dienen – für einen sehr rasch verbrauchten und vergänglichen Gewinn. Warum dient ihr nicht vielmehr dem König des Himmels, um die Freude des Himmelreichs zu erhalten? Denn wenn uns der Herr durch den Glauben schon in seinen Weinberg gerufen hat – das heißt in die Einheit in der heiligen Kirche –, so lebt und verhaltet euch doch dergestalt, dass ihr dank der Großherzigkeit Gottes das Geldstück erhaltet, das die Freude des Himmelreichs symbolisiert. ...

August 19, 2026

Hl. Petrus Damiani

„Alles zu verlassen“ ist wirklich etwas Großes; noch größer aber ist es, „Christus nachzufolgen“. Denn wie wir aus den Büchern erfahren, hat es viele gegeben, die zwar alles verlassen haben, aber Christus nicht nachgefolgt sind. Die Nachfolge Christi ist unsere Aufgabe, unser Auftrag, darin besteht im wesentlichen das Heil des Menschen. ...

August 18, 2026

Die Dreigefährtenlegende des hl. Franz von Assisi

Eines Tages ging er [Herr Bernhard] insgeheim zum Manne Gottes [Bruder Franziskus], der noch keinen Gefährten hatte. „Bruder“, sagte Bernhard, „ich will alle meine zeitlichen Güter aus Liebe zu meinem Herrn, der sie mir gegeben hat, verteilen, so wie es dir besser erscheint.“ Ihm erwiderte der Heilige: „In aller Frühe wollen wir zur Kirche gehen und durch das Evangelienbuch erfahren, wie der Herr seine Jünger gelehrt hat. ...

August 17, 2026

Johannes Tauler

„Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids!“ Das ist ein Bittruf von gewaltiger Kraft. […] Es ist ein Seufzen aus bodenloser Tiefe. Es übersteigt bei weitem alles Natürliche, und nur der Heilige Geist selbst kann ein solches Seufzen in uns hervorbringen (vgl. Röm 8,26). Jesus aber sprach zu der Frau: „Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt. ...

August 16, 2026

Sel. Columba Marmion

Worauf gründet sich die freudige Gewissheit, ein Kind der Königin des Himmels zu sein? Vor allem auf die Lehre von unserer Eingliederung in Christus [durch die Taufe] als Glieder seines Leibes. Ist eine Frau nicht Mutter, sobald sie für andere eine Quelle des Lebens ist? Sobald sie das Leben weitergibt, das sie selbst besitzt? Woher kommt in der übernatürlichen Ordnung dieses göttliche Leben in uns, das nicht wie unser leibliches Leben mit dem Tod enden, sondern sich herrlich entfalten soll in der Ewigkeit? Eva schenkte uns das natürliche Leben, belastet durch die Erbsünde; das Leben der Gnade aber wurde uns durch Maria vermittelt. ...

August 15, 2026

Benedikt XVI.

[In der Bibel] wird das Verhältnis Gottes zu Israel […] unter den Bildern der Brautschaft und der Ehe dargestellt; der Götzendienst ist daher Ehebruch und Hurerei. […] Der Eros Gottes für den Menschen ist – wie wir sagten – zugleich ganz und gar Agape. Nicht nur weil er ganz frei und ohne vorgängiges Verdienst geschenkt wird, sondern auch weil er verzeihende Liebe ist. ...

August 14, 2026

Hl. Augustinus

Jeder Mensch ist ein Schuldner Gottes, und jeder Mensch hat seinen Bruder als Schuldner. Denn wer hätte keine Schuld vor Gott, außer einem, der ohne Sünde wäre? Und wer hätte nicht seinen Bruder als Schuldner, außer einem, der noch nie jemand gekränkt hätte? Jeder Mensch ist also Schuldner und Gläubiger zugleich. ...

August 13, 2026

Hl. Mutter Teresa von Kalkutta

Eines Tages stellte mir jemand – ein Journalist – eine seltsame Frage: „Gehen Sie selbst zur Beichte?“ – „Ja“, antwortete ich, „ich gehe jede Woche zur Beichte.“ – „Gott muss mehr als streng sein, wenn sogar Sie beichten müssen.“ Darauf sagte ich zu ihm: „Es kommt hin und wieder vor, dass Ihr Kind sich schlecht benimmt. ...

August 12, 2026

Hl. Jean-Baptiste Marie Vianney

Der liebe Gott braucht uns nicht. Wenn er uns gebietet zu beten, dann deshalb, weil er unser Glück will und weil unser Glück nur darin zu finden ist. Wenn er uns kommen sieht, neigt er sein Herz ganz tief zu seinem kleinen Geschöpf hinab, wie ein Vater, der sich hinunterbeugt, um seinem kleinen Kind zuzuhören, das zu ihm spricht. ...

August 11, 2026

Hl. Cyrill von Alexandria

Christus, der Erstling der neuen Schöpfung […], ist, nachdem er den Tod besiegt hat, auferstanden und zum Vater aufgestiegen als herrliche und strahlende Opfergabe, gewissermaßen als Erstling des erneuerten, unvergänglichen Menschengeschlechts. […] Man könnte ihn unter dem Symbol der Erstlingsgarbe des Weizens betrachten, die zu opfern der Herr den Israeliten aufgetragen hatte (vgl. ...

August 10, 2026