Hl. Cyrill von Jerusalem

Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach es, reichte es seinen Jüngern und sagte: „Das ist mein Leib für euch“. Ebenso nahm er den Kelch und sagte: „Nehmt und trinkt, das ist mein Blut“ (vgl. 1 Kor 11,23-25). Wenn er also selbst mit Blick auf das Brot ausdrücklich erklärt: „Das ist mein Leib“, wer wird dann noch zu zweifeln wagen? Und wenn er mit solchem Nachdruck versichert: „Das ist mein Blut“, wer wird dann noch zaudern und sagen, es sei nicht sein Blut? […] Mit voller Glaubensgewissheit wollen wir also am Leib und am Blut Christi teilnehmen. ...

August 11, 2024

Hl. Ambrosius

Als der heilige Laurentius sah, wie Bischof Sixtus zum Martyrium geführt wurde, brach er in Tränen aus, aber nicht über dessen Leidenstod, sondern weil er selbst zurückbleiben musste. Deshalb rief er ihm nach: „Wo gehst du hin, Vater, ohne deinen Sohn? Wohin eilst du, heiliger Priester, ohne deinen Diakon? Du hast doch nie das Opfer ohne den Diener gefeiert! [. ...

August 10, 2024

Hl. Johannes Paul II.

Die Begegnung mit dem Christentum veranlasste [Edith Stein] nicht dazu, ihren jüdischen Wurzeln abzuschwören, sondern bewirkte, diese in ihrer ganzen Fülle wiederzuentdecken. […] In Wirklichkeit vollzog sich ihr Weg christlicher Vervollkommnung nicht nur im Zeichen der menschlichen Solidarität mit ihrem Volk, sondern auch einer echten geistlichen Teilhabe an der Berufung der Kinder Abrahams, die das Zeichen des Geheimnisses der Berufung und der „unwiderruflichen Gaben“ Gottes in sich tragen (vgl. ...

August 9, 2024

Hl. Cyrill von Jerusalem

Unser Herr Jesus Christus ist Mensch geworden, doch die meisten haben ihn nicht erkannt. Da er die unbekannte Wahrheit lehren wollte, sammelte er seine Jünger um sich und fragte sie: „Für wen halten die Leute den Menschensohn?“ (Mt 16,13). Nicht aus Ehrsucht fragte er, sondern in der Absicht, die Wahrheit zu offenbaren; die Gefährten des eingeborenen Sohnes Gottes sollten ihn nicht als einen gewöhnlichen Menschen ansehen. ...

August 8, 2024

Hl. Nerses Schnorhali

Du hast die Stimme der kanaanäischen Frau gehört, du hast ihr gewährt, was sie erbat; ich rufe ebenso wie sie, schenke denn auch mir, was ich erflehe. Wenn du mich den letzten der Hunde nennst, höre ich sofort deine Stimme, um auf deinen Ruf hin herbeizueilen, o Hirte, und um den Eindringling abzuwehren. ...

August 7, 2024

Hl. Leo der Große

Damit sich nun die Apostel eine solch unerschütterliche und heilbringende Standhaftigkeit von ganzem Herzen zu eigen machten und nicht vor der Schwere des zu tragenden Kreuzes zurückschreckten; damit sie sich nicht des Todes Christi schämten und an seiner Geduld Anstoß nähmen, mit der er sich qualvollen Leiden unterziehen wollte, ohne dabei seine Macht und Glorie einzubüßen, nahm „Jesus den Petrus, den Jakobus und dessen Bruder Johannes mit sich, stieg mit ihnen allein auf einen hohen Berg“ und zeigte ihnen dort den Glanz seiner Herrlichkeit. ...

August 6, 2024

Hl. Bruno

Lieber Bruder, ich hause hier an einem entlegenen Ort in Kalabrien, weit weg von jeder menschlichen Zivilisation. Ich bin hier zusammen mit meinen Ordensbrüdern, unter ihnen einige hochgebildete Leute. Sie halten heilige und unablässige Wache, da sie auf die Rückkehr ihres Herrn warten, um ihm zu öffnen, sobald er anklopft (vgl. ...

August 5, 2024

Hl. Johannes Paul II.

Die Kirche lebt von der Eucharistie. Diese Wahrheit drückt nicht nur eine alltägliche Glaubenserfahrung aus, sondern enthält zusammenfassend den Kern des Mysteriums der Kirche. Mit Freude erfährt sie unaufhörlich, dass sich auf vielfältige Weise die Verheißung erfüllt: „Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt 28, 20). ...

August 4, 2024

Hl. Johannes Chrysostomus

„Lass mir auf einer Schale den Kopf des Täufers Johannes herbringen.“ […] Gott sieht es – und lässt es geschehen; er schleudert keinen Blitz vom Himmel, um dieses unverschämte Weib zu zerschmettern. Er befiehlt der Erde nicht, sich zu öffnen und die Teilnehmer an diesem schändlichen Gelage zu verschlingen. ...

August 3, 2024

Hl. Maximus der Bekenner

Der Logos, das Wort Gottes, ist ein für alle Mal dem Fleisch nach geboren. Weil er aber die Menschen so sehr liebt, möchte er immer wieder dem Geist nach geboren werden für alle, die sich danach sehnen. Er wird ein kleines Kind und nimmt – zusammen mit den Tugenden – in ihnen Gestalt an; er offenbart sich dem, der ihn aufnimmt, in dem Maße, wie dieser dazu bereit und fähig ist. ...

August 2, 2024