Hl. Leo der Große

Wenn auch jede Zeit dazu geeignet ist, die Tugend der Nächstenliebe zu üben, meine Brüder, so mahnen uns doch die jetzigen Tage ganz besonders dazu. Alle, die das Osterfest des Herrn in der Heiligkeit des Geistes und des Leibes begehen wollen, müssen sich vor allem um dieses Gnadengeschenk bemühen, das sämtliche Tugenden in sich vereint und „viele Sünden zudeckt“ (1 Petr 4,8). ...

February 17, 2024

Hl. Maximus von Turin

Nach der dem vorgeschriebenen Fasten geweihten Zeit kommt die gereinigte und erschöpfte Seele zur Taufe. Sie taucht ein in das Wasser des Heiligen Geistes und kommt so wieder zu Kräften. Alles, was durch das Feuer der Leidenschaften verdorrt war, ersteht durch den himmlischen Tau zu neuem Leben. ...

February 16, 2024

Hl. Jean-Baptiste Marie Vianney

Um den Wert unserer Seele zu erkennen, brauchen wir uns nur vor Augen zu halten, was Jesus Christus für sie getan hat. Wer von uns, meine Brüder, wird jemals verstehen können, wie sehr der gute Gott unsere Seele wertschätzt, da er alles getan hat, was einem Gott nur möglich war, um sein Geschöpf glücklich zu machen. ...

February 15, 2024

Hl. Johannes Paul II.

Diese starke Zeit des Kirchenjahres ist geprägt von der biblischen Botschaft, welche man in einem Wort zusammenfassen kann: „Bekehrt Euch“… Die suggestive Zeremonie des Aschenkreuzes bewegt unseren Geist hin zur ewigen Wirklichkeit, die niemals vergeht, hin zu Gott, der der Anfang und das Ende ist, Alpha und Omega unserer Existenz (Off 21,6). ...

February 14, 2024

Hl. Anselm

Ich kann dein Licht nicht schauen: es leuchtet zu hell für mein Auge. Und doch – alles was ich sehe, kann ich dank deines Lichts deutlich erkennen, so wie unser gebrechliches Auge dank der Sonne alles sieht, auf was es schaut, ohne freilich die Sonne selbst anschauen zu können. Mein Verstand bleibt ohnmächtig vor deinem Licht: das Licht ist zu hell. ...

February 13, 2024

Hl. Mutter Teresa von Kalkutta

Gott ist überall und in allem, und ohne ihn können wir nicht existieren. Ich habe nie auch nur einen Augenblick lang an der Existenz Gottes gezweifelt, aber ich weiß, dass manche Menschen das tun. Wenn man nicht an Gott glaubt, kann man anderen helfen, indem man Werke der Liebe verrichtet, und die Frucht dieser Werke ist die zusätzliche Gnade, die in die eigene Seele fließt. ...

February 12, 2024

Isaak von Stella

Es gibt zwei Dinge, die Gott allein zustehen: die Würde, die Beichte entgegenzunehmen und dass man von ihm die Vergebung erwartet. Gott allein kommt es nämlich zu, Sünden zu vergeben; deshalb muss man sie auch nur ihm allein bekennen. Der Allmächtige und Allerhöchste aber nahm sich eine schwache und unbedeutende Braut und machte diese Magd zur Königin. ...

February 11, 2024

Balduin von Ford

Jesus brach das Brot. Hätte er das Brot nicht gebrochen, wie hätten dann die Krümlein bis auf uns kommen können? Aber er brach das Brot und verteilte es. „Er hat es verteilt und den Armen gegeben“ (Ps 111(112), 9 Vulg.). Aus Gnade hat er es gebrochen, um den Zorn des Vaters und seinen eigenen zu brechen. ...

February 10, 2024

Hl. Jean-Baptiste Marie Vianney

Wie wünschenswert wäre es doch, meine Brüder, wenn man von jedem von uns das sagen könnte, was das Evangelium über diesen Stummen sagt, den Jesus heilte, nämlich dass er richtig gut reden konnte. Ach, meine Brüder, könnte man uns nicht vielmehr das Gegenteil vorwerfen, dass wir fast immer schlecht reden, vor allem über unseren Nächsten? Wie verhalten sich denn die meisten Christen heutzutage? Sie kritisieren, verurteilen, verleumden und verdammen, was der Nächste sagt oder tut: Hier haben wir das häufigste, das am meisten verbreitete und vielleicht das schlimmste von allen Lastern. ...

February 9, 2024

Isaak von Stella

„Von dort zog sich Jesus in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück“ (Mt 15,21). Als das Wort Gottes Fleisch geworden ist und unter uns gewohnt hat“ (Joh 1,14), ist es vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen (Joh 16,28). „Er war Gott gleich“, verließ das Land des Vaters, „entäußerte sich und wurde wie ein Sklave“ (Phil 2,6-7), war „in der Gestalt des Fleisches, das unter der Macht der Sünde steht“ (Röm 8,3), um sich von denen finden zu lassen, die ihr eigenes Land verlassen, um ihm in der Gegend von Tyrus und Sidon zu begegnen… Sie möge also aus ihrem Land herauskommen, diese Kanaanäerin (Mt 15,22), und an der Landesgrenze auf den Arzt treffen, der aus freien Stücken, aus Barmherzigkeit, sein eigenes Land verlassen hat. ...

February 8, 2024