Hl. Hildegard von Bingen

O Reis und Diadem in königlichem Purpur, verschlossen bist du, einer Rüstung gleich. Du grünst und blühst auf andre Art als Adam, der alles Leben weitergab. O Retterin, du hast dem menschlichen Geschlecht das neue Licht geboren, so vereine denn die Glieder deines Sohnes zur einen Himmelsharmonie. ...

September 8, 2026

Hl. Ambrosius

So belebte der Herr jene Hand, die Adam ausstreckte, um die Frucht des verbotenen Baumes zu pflücken, mit den Heilsäften guter Werke: sie, die durch die Sünde verdorrt war, sollte durch gute Werke gesunden. Hierbei schalt Christus die Juden; denn diese verletzten infolge verkehrter Auslegungen die Gesetzesvorschriften, indem sie glaubten, man müsse am Sabbat auch von den guten Werken ausruhen, während das Gesetz in seiner damaligen Form nur die Gestaltung des Zukünftigen vorbildete, das doch bloß ein Ausruhen vom Bösen, nicht vom Guten in sich schloss. ...

September 7, 2026

Hl. Ephräm

Der einsam inmitten der Wüste [Gottesdienst] feiert, ist in zahlreicher Versammlung. Wenn zwei sich einen, um zwischen Felsen [Gottesdienst] zu feiern, sind Tausende, Abertausende gegenwärtig. Sind drei von ihnen versammelt, ist ein Vierter unter ihnen. Sind es sechs oder sieben, dann sind zwölftausend mal tausend versammelt. ...

September 6, 2026

Hl. Augustinus

„Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Und siehe, es war sehr gut […], und er ruhte am siebten Tag, nachdem er sein ganzes Werk vollbracht hatte“ (Gen 1,31–2,2). Wir sehen, dass Gottes Werke gut sind, und wir werden seine Ruhe schauen nach unseren Werken, wenn sie gut sind. Als ein Zeichen für diese Ruhe hat er dem Volk der Hebräer die Einhaltung des Sabbats vorgeschrieben. ...

September 5, 2026

Hl. Paschasius Radbertus

Als „das Wort Fleisch wurde“ im Schoß der Jungfrau und so „unter uns wohnte“ (vgl. Joh 1,14), fand eine seltsame und außergewöhnliche Vereinigung statt. So wie bei der Auferstehung Christi alle Auserwählten in ihm auferstanden sind, so wurde in Christus auch eine Hochzeit gefeiert: Die Kirche wurde durch die Bande der Ehe mit dem einem Bräutigam vereint, als der Gottmensch die ganze Fülle der Geistesgaben empfing und die ganze Gottheit in einem Leib Wohnung nahm, der dem unseren gleich ist. ...

September 4, 2026

Hl. Augustinus

Wie groß ist doch die Güte Christi! Petrus war ein Fischer – und heute verdient ein Redner hohes Lob, wenn er in der Lage ist, diesen Fischer zu verstehen. Deshalb sagt der Apostel Paulus den ersten Christen: „Seht doch auf eure Berufung, Brüder! Da sind nicht viele Weise im irdischen Sinn, nicht viele Mächtige, nicht viele Vornehme, sondern das Törichte in der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwache in der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen. ...

September 3, 2026

Wilhelm von Saint-Thierry

Du, der du meine Zuflucht und meine Stärke bist, führe mich, wie einst deinen Diener Mose, ins Innerste deiner Wüste, dorthin, wo der Dornbusch brennt, ohne zu verbrennen (vgl. Ex 3), dorthin, wo die Seele […], überwältigt vom Feuer des Heiligen Geistes, zu glühen beginnt wie ein brennender Seraph – nicht verbrennend, sondern sich läuternd. ...

September 2, 2026

Johannes Cassianus

Niemand kann Vater der Geister genannt werden als Gott allein, der sie aus Nichts macht, wie er will; die Menschen aber dürfen nur Väter unseres Leibes heißen. – So hatte denn auch der Teufel, insofern er als Geist oder guter Engel erschaffen wurde, niemanden zum Vater als Gott seinen Schöpfer. ...

September 1, 2026

Faustinus von Rom

Unser Erlöser ist in seiner Menschennatur zum Christus oder Messias geworden und er bleibt der wahre König und wahre Priester. […] Bei den Israeliten empfingen die Priester und Könige eine Salbung mit Öl […]; man nannte sie „Gesalbte“ oder „christói“ [altgriech., Septuaginta]. Der Erlöser hingegen, der der wahre Christus ist, wurde geweiht durch die Salbung des Heiligen Geistes. ...

August 31, 2026

Hl. Cäsarius von Arles

Durch die Sünde hatte der Mensch seinen Weg mit Hindernissen übersät; doch er wurde geebnet, als Christus auferstand, seinen Fuß auf den Weg setzte und aus dem schmalen Pfad eine Allee machte, die eines Königs würdig ist. Demut und Nächstenliebe sind die beiden Beine, auf denen wir rasch auf diesem Weg vorankommen können. ...

August 30, 2026