II. Vatikanisches Konzil

Darum gewähren sich Mann und Frau, die im Ehebund nicht mehr zwei sind, sondern ein Fleisch (vgl. Mt 19,6), in inniger Verbundenheit der Personen und ihres Tuns gegenseitige Hilfe und gegenseitigen Dienst und erfahren und vollziehen dadurch immer mehr und voller das eigentliche Wesen ihrer Einheit. ...

August 16, 2024

Hl. Amadeus von Lausanne

Als nun die Jungfrau der Jungfrauen von ihrem Gott und Sohn, dem König der Könige, unter den Jubelrufen der Engel und dem Frohlocken der Erzengel in den Himmel geleitet wurde, da erfüllte sich die Prophezeiung Davids an seinen Herrn: „Die Königin steht zu deiner Rechten in goldenem Gewand und buntem Schmuck“ (vgl. ...

August 15, 2024

Tertullian

Wir bilden einen einzigen Leib durch unsere Gemeinschaft im Glauben, durch die eine von Gott gegebene Disziplin und durch das Band einer gemeinsamen Hoffnung. Wir treten zu einem Bund zusammen und halten gemeinschaftliche Versammlungen ab, um – gleichsam ein Heer bildend – Gott mit Bitten zu belagern. ...

August 14, 2024

Hl. Johannes Paul II.

Seinem ursprünglichen Plan gemäß schuf Gott Mann und Frau nach seinem Bild. Die Heilige Schrift sagt: „Als Abbild Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie“ (Gen 1,27). Es ist daher wichtig, diese große Wahrheit im Buch Genesis zu entdecken: Jenes Abbild seiner selbst, das Gott in den Menschen hineingelegt hat, geht auch durch die gegenseitige Ergänzung der Geschlechter hindurch. ...

August 13, 2024

Hl. Ambrosius

Als Christus die Welt mit Gott versöhnte, brauchte er natürlich keinerlei Versöhnung für sich selbst. Für welche persönlichen Sünden hätte er denn Gott Genugtuung leisten sollen, da er doch keine einzige begangen hatte? Als nun die Juden die gesetzlich vorgeschriebene Zahlung der Doppeldrachme von ihm verlangten, sagte Jesus zu Petrus: „Simon, von wem erheben die Könige dieser Welt Zölle und Steuern? Von ihren eigenen Söhnen oder von den anderen Leuten?“ Als Petrus antwortete: „Von den anderen!“, sagte Jesus zu ihm: „Also sind die Söhne frei. ...

August 12, 2024

Hl. Cyrill von Jerusalem

Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach es, reichte es seinen Jüngern und sagte: „Das ist mein Leib für euch“. Ebenso nahm er den Kelch und sagte: „Nehmt und trinkt, das ist mein Blut“ (vgl. 1 Kor 11,23-25). Wenn er also selbst mit Blick auf das Brot ausdrücklich erklärt: „Das ist mein Leib“, wer wird dann noch zu zweifeln wagen? Und wenn er mit solchem Nachdruck versichert: „Das ist mein Blut“, wer wird dann noch zaudern und sagen, es sei nicht sein Blut? […] Mit voller Glaubensgewissheit wollen wir also am Leib und am Blut Christi teilnehmen. ...

August 11, 2024

Hl. Ambrosius

Als der heilige Laurentius sah, wie Bischof Sixtus zum Martyrium geführt wurde, brach er in Tränen aus, aber nicht über dessen Leidenstod, sondern weil er selbst zurückbleiben musste. Deshalb rief er ihm nach: „Wo gehst du hin, Vater, ohne deinen Sohn? Wohin eilst du, heiliger Priester, ohne deinen Diakon? Du hast doch nie das Opfer ohne den Diener gefeiert! [. ...

August 10, 2024

Hl. Johannes Paul II.

Die Begegnung mit dem Christentum veranlasste [Edith Stein] nicht dazu, ihren jüdischen Wurzeln abzuschwören, sondern bewirkte, diese in ihrer ganzen Fülle wiederzuentdecken. […] In Wirklichkeit vollzog sich ihr Weg christlicher Vervollkommnung nicht nur im Zeichen der menschlichen Solidarität mit ihrem Volk, sondern auch einer echten geistlichen Teilhabe an der Berufung der Kinder Abrahams, die das Zeichen des Geheimnisses der Berufung und der „unwiderruflichen Gaben“ Gottes in sich tragen (vgl. ...

August 9, 2024

Hl. Cyrill von Jerusalem

Unser Herr Jesus Christus ist Mensch geworden, doch die meisten haben ihn nicht erkannt. Da er die unbekannte Wahrheit lehren wollte, sammelte er seine Jünger um sich und fragte sie: „Für wen halten die Leute den Menschensohn?“ (Mt 16,13). Nicht aus Ehrsucht fragte er, sondern in der Absicht, die Wahrheit zu offenbaren; die Gefährten des eingeborenen Sohnes Gottes sollten ihn nicht als einen gewöhnlichen Menschen ansehen. ...

August 8, 2024

Hl. Nerses Schnorhali

Du hast die Stimme der kanaanäischen Frau gehört, du hast ihr gewährt, was sie erbat; ich rufe ebenso wie sie, schenke denn auch mir, was ich erflehe. Wenn du mich den letzten der Hunde nennst, höre ich sofort deine Stimme, um auf deinen Ruf hin herbeizueilen, o Hirte, und um den Eindringling abzuwehren. ...

August 7, 2024