Hl. Gregor der Große

„Denn kein Heuchler kommt vor sein Angesicht“ (Ijob 13,16 Vulg.). Da es doch sicher ist, dass der Richter bei seinem Kommen die Lämmer zu seiner Rechten und die Böcke zu seiner Linken stellen wird, warum wird nun gesagt, dass kein Heuchler vor sein Angesicht kommt, obwohl doch der Heuchler, da er selbstverständlich zu den Böcken zählt, zur Linken seines Richters stehen wird? Aber man muss wissen, dass es zwei Arten gibt, vor das Angesicht des Herrn zu kommen: Zunächst in dieser Welt, wenn wir uns beim gewissenhaften Erwägen unserer Sünden vor sein Angesicht begeben und unter Tränen zu unseren eigenen Richtern werden. ...

March 10, 2025

Hl. Pater Pio von Pietrelcina

Wann wird Jesus mich ganz in seiner Liebe verzehren? Wann werde ich ganz von den göttlichen Flammen verzehrt werden? Wann werde ich mich ganz eng mit ihm vereinen können, um das neue Lied, das Siegeslied, zu singen? Wann wird dieser innere Kampf zwischen Satan und der armen Seele, die ganz ihrem himmlischen Bräutigam gehören will, enden? Die Schwäche meines Menschseins macht mir Angst und treibt mir den kalten Schweiß auf die Stirn. ...

March 9, 2025

Hl. Charles de Foucauld

Wie gut bist Du, mein Gott, und wie sehr bemühst Du Dich darum, die Sünder aufzurichten, den schuldig Gewordenen „Hoffnung“ zuzurufen. Wie sehr erweist Du Dich schon in den ersten Zeilen des Evangeliums als der Gute Hirte, als Vater des verlorenen Sohnes, als göttlicher Arzt, der gekommen ist, um die Kranken zu heilen. ...

March 8, 2025

Hl. Johannes Paul II.

„Warum fasten deine Jünger nicht?" Jesus antwortete ihnen: „Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; dann werden sie fasten.“ Wirklich, die Zeit der Fastenzeit erinnert uns daran, dass uns der Bräutigam genommen worden ist. ...

March 7, 2025

Hl. Klara von Assisi

[…] Umfange als arme Jungfrau den armen Christus! Schau auf ihn, der um Deinetwillen verachtet worden ist, und folge Du ihm als eine, die in dieser Welt verachtet wird um seinetwillen! Deinen Bräutigam, schöner als alle Menschenkinder (vgl. Ps 44(45),3), der um Deines Heiles willen der Geringste der Menschen wurde, verachtet, zerschlagen, am ganzen Körper vielmals gegeißelt, in Todesnot am Kreuz verscheidend: ihn, edle Königin, blicke an, betrachte ihn, schau auf ihn, in Sehnsucht, ihm ähnlich zu werden! Wenn Du mit ihm leidest, wirst Du mit ihm herrschen, wenn Du mit ihm trauerst, wirst Du Dich mit ihm freuen, wenn Du mit ihm am Kreuze der Bedrängnis stirbst, wirst Du mit ihm im Glanz der Heiligen die himmlischen Wohnungen besitzen, und Dein Name wird im Buch des Lebens aufgezeichnet werden, und er wird ruhmreich sein unter den Menschen. ...

March 6, 2025

Hl. Petrus Chrysologus

Meine Brüder, heute beginnen wir die große Reise der Fastenzeit. Schaffen wir also unseren ganzen Vorrat an Essen und Trinken auf unser Schiff, indem wir die reiche Barmherzigkeit dort verstauen, die wir brauchen werden. Denn unser Fasten hat Hunger, unser Fasten hat Durst, wenn es sich nicht von Güte ernährt, wenn es seinen Durst nicht an der Barmherzigkeit löscht. ...

March 5, 2025

Hl. Mutter Teresa von Kalkutta

Reichtümer, seien sie materieller oder spiritueller Art, können uns ersticken, wenn wir nicht recht damit umgehen. Denn selbst Gott kann nichts in ein Herz legen, das schon zum Bersten voll ist. Irgendwann wird daraus unweigerlich ein Hunger nach Geld entstehen und eine Gier nach allem, was Geld zu verschaffen vermag – die Suche nach Überflüssigem, nach Luxus in Nahrung, Kleidung und Vergnügen. ...

March 4, 2025

Hl. Gregor der Große

Für Gott bedeutet Rufen, den Blick seiner Liebe und Erwählung auf uns zu richten. Und für uns bedeutet Antworten, seiner Liebe durch die Weisheit unserer Werke zu gehorchen. Daher die treffenden Worte: „Rufe mich, und ich werde dir Antwort geben“ (Ijob 13,22 Vulg.). Wir sprechen tatsächlich zu ihm, wenn wir uns nach seinem Antlitz sehnen und bitten, es schauen zu dürfen. ...

March 3, 2025

Hl. Franz von Sales

Bei der Schöpfung befahl Gott den Pflanzen, Frucht zu tragen, jede nach ihrer Art (Gen 1,11). So gibt er auch den Gläubigen den Auftrag, Früchte der Frömmigkeit zu tragen; jeder nach seiner Art und seinem Beruf. Die Frömmigkeit muss anders geübt werden vom Edelmann, anders vom Handwerker, Knecht oder Fürsten, anders von der Witwe, dem Mädchen, der Verheirateten. ...

March 2, 2025

Hl. Theresia vom Kinde Jesu

Wie Sie wissen, meine Mutter, habe ich mich immer danach gesehnt, eine Heilige zu werden; aber leider musste ich, wenn ich mich mit Heiligen verglich, immer feststellen, dass zwischen ihnen und mir derselbe Unterschied besteht wie zwischen einem Berg, dessen Gipfel sich im Himmel verliert, und dem dunklen Sandkorn, das unter den Füßen der Passanten zertreten wird. ...

March 1, 2025