Sel. Columba Marmion

Auch unsere geringsten und unbedeutendsten Handlungen müssen vom Glaubenseifer belebt und getragen sein. Wenn wir das anstreben, wird unser Leben voll Licht und Freude sein. Die geringfügigsten Kleinigkeiten des täglichen Lebens werden dann zu kostbaren Perlen, die wir zu gewinnen verlangen, um unsern Schatz im Himmel zu bereichern. ...

June 19, 2026

Johannes Cassianus

„Unser überwesentliches – epiousion* – Brot gib uns heute“ (Mt 6,11), und nach einem anderen Evangelisten, „unser tägliches Brot“ (Lk 11,3). Die erste Bezeichnung drückt seine Erhabenheit und die Beschaffenheit seines Wesens aus, die es über alle Wesen erhebt und durch seine erhabene Größe und Heiligkeit alle Geschöpfe übertrifft. ...

June 18, 2026

Hl. John Henry Newman

Menschen, die den unsichtbaren Gott suchen, suchen ihn in ihrem Herzen und in ihren verborgenen Gedanken, nicht aber in lauten Worten, als wäre er weit weg von ihnen. Sie sind es gewohnt, sich dorthin zurückzuziehen, wo kein menschliches Auge sie erblickt. Dort können sie, demütig und tiefen Glaubens, dem begegnen, der „ihrem Pfad und ihrem Lager nahe ist und der all ihre Schritte sieht“ (vgl. ...

June 17, 2026

Hl. Hieronymus

„Deshalb lasst uns, solange wir Zeit haben, allen Menschen Gutes tun, besonders aber den Glaubensgenossen!“ (Gal 6,10). Die Gegenwart, die Zeit, in der unser Leben abläuft, ist die Zeit der Aussaat. In diesem Leben können wir säen, was wir säen wollen. Wenn unsere Lebenszeit abgelaufen ist, ist die Zeit zu handeln vorbei. ...

June 16, 2026

Hl. Theresia vom Kinde Jesu

Aus Liebe leben, das heißt, geben ohne Maß, Ohne hienieden Lohn zu beanspruchen. Ach, ohne zu zählen, gebe ich und bin sicher, Dass man nicht rechnet, solange man liebt! Dem göttlichen Herzen, das von Zärtlichkeit überströmt, Habe ich alles geschenkt […], ich eile unbeschwert; Ich habe nichts mehr als meinen einzigen Reichtum: Leben aus Liebe. ...

June 15, 2026

Hl. Johannes Chrysostomus

Alle Arbeiten des Landwirts zielen natürlich auf die Ernte. Wie aber hat dann Christus ein Werk als Ernte bezeichnen können, das noch ganz in seinen Anfängen steckte? Der Götzendienst herrschte auf der ganzen Erde. […] Überall Unzucht, Ehebruch, Ausschweifung, Begierde, Raub, Kriege. ...

June 14, 2026

Benedikt XVI.

Tatsächlich sehen wir im Neuen Testament, dass der Glaube Mariens die Gabe des Heiligen Geistes sozusagen „anzieht“. Zuallererst bei der Empfängnis des Gottessohnes, dem Geheimnis, das der Erzengel Gabriel so erklärt: „Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten“ (Lk 1,35). ...

June 13, 2026

Hl. Claude de la Colombière

[Das göttliche Herz] brennt immer aus Liebe zu den Menschen, es steht immer offen, um über sie Gnaden und Segnungen aller Art auszugießen; es lässt sich immer anrühren von unserem Leid, ist immer gedrängt von dem Verlangen, uns an seinen Schätzen teilhaben zu lassen, ja, sich selbst uns zu schenken; es ist immer bereit, uns aufzunehmen und schon in diesem Leben unsere Zuflucht, Wohnstatt und unser Paradies zu sein. ...

June 12, 2026

Hl. Johannes Paul II.

Wenn man die heutige Welt oberflächlich betrachtet, ist man nicht wenig betroffen von den negativen Tatsachen, die zum Pessimismus führen können. Aber dieses Gefühl ist nicht gerechtfertigt: wir glauben an Gott, den Vater und Herrn, an seine Güte und Barmherzigkeit. Unmittelbar vor Anbruch des dritten Jahrtausends der Erlösung ist Gott dabei, einen großen christlichen Frühling zu bereiten, dessen Morgenröte man schon ahnend erkennen kann. ...

June 11, 2026

Hl. Hilarius

„Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen.“ Die Kraft und Macht dieser Worte des Sohnes Gottes bergen ein tiefes Geheimnis. Das Gesetz schrieb Werke vor, aber darin enthalten war alles, was zur Beglaubigung jener Wirklichkeiten dient, die sich in Christus offenbaren sollten; denn in der Lehre und im Leiden des Erlösers besteht der große und geheime Ratschluss des väterlichen Willens. ...

June 10, 2026