Hl. Johannes Paul II.

„Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen“ (Mt 19,6). In diesem „darf nicht trennen" ist die wesentliche Größe der Ehe und zugleich die ethische Festigkeit der Familie enthalten. Heute bitten wir um diese Größe und Würde für alle Eheleute in der Welt, wir bitten um die sakramentale Kraft und den moralischen Zusammenhalt für alle Familien. ...

October 6, 2024

Johannes Cassianus

Die Demut ist die Meisterin aller Tugenden, sie ist das unerschütterliche Fundament des himmlischen Gebäudes, die eigentliche, herrliche Gabe des Erlösers. Durch sie wird derjenige ohne Gefahr der Überhebung alle Wunder wirken können, die der Herr getan hat, der versucht, immer dem sanften Herrn nachzufolgen, nicht in der Erhabenheit seiner Zeichen, sondern in der Tugend der Geduld und der Demut. ...

October 5, 2024

Hl. Johannes Paul II.

Unsere Zeit hat zugleich etwas Dramatisches und Faszinierendes an sich. Während die Menschen einerseits dem materiellen Erfolg nachzulaufen und immer mehr im konsumistischen Materialismus zu versinken scheinen, zeigt sich auf der anderen Seite die ängstliche Suche nach Sinn, das Bedürfnis nach Innerlichkeit, die Sehnsucht nach dem Erlernen neuer Formen der Konzentration und des Gebetes. ...

October 4, 2024

Pius X.

„Einen andern Grund kann niemand legen, als der gelegt ist, welcher ist Christus Jesus (1 Kor 3,11). Er allein ist es, „welchen der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat“ (Joh 10,36). „der Abglanz des Vaters und das Ebenbild seines Wesens“ (Hebr 1, 3: Splendor gloriae, der Abglanz der Herrlichkeit), wahrer Gott und wahrer Mensch, ohne den niemand zur heilnotwendigen Erkenntnis Gottes gelangen kann; „denn niemand kennt den Vater als der Sohn und wem ihn der Sohn offenbaren will“ (Mt 11,27). ...

October 3, 2024

Hl. Faustina Kowalska

Gott, Du bist das Glück in Dir selbst und brauchst keine Geschöpfe zu diesem Glück, denn Du bist in Dir selbst die Fülle der Liebe. Doch aus Deiner unergründlichen Barmherzigkeit berufst Du Geschöpfe ins Dasein, lässt sie an Deinem ewigen Glück und Deinem immerwährenden inneren göttlichen Leben teilhaben, das Du selbst lebst, ein Gott in drei Personen. ...

October 2, 2024

Heiliger Johannes Bosco

Es ist leichter, sich aufzuregen, als zu ertragen; leichter, einem Kind zu drohen, als es zu überzeugen. Ich würde sogar sagen, dass unsere Ungeduld und unser Stolz sich leichter damit tun, Querköpfe zu bestrafen, als sie mit Festigkeit zu lenken und mit Sanftmut zu ertragen. Ich empfehle euch jedoch die Liebe des heiligen Paulus gegenüber den Neubekehrten, die ihn zu Tränen und inständigen Gebeten bewegte, wenn er merkte, wie wenig folgsam und für seine Liebe empfänglich sie waren. ...

October 1, 2024

Hl. Gregor der Große

„Ja, wenn ich auch unwissend war, wird meine Unwissenheit mit mir sein“ (Ijob 19,4 Vulg). Das Kennzeichen der Häretiker ist es, sich mit der eitlen Arroganz ihrer Wissenschaft aufzublasen, oft über die Einfachkeit eines rechten Glaubens zu spotten und das Leben der Demütigen als verdienstlos zu beurteilen. ...

September 30, 2024

Juliana von Norwich

Gott selbst ist die vollkommene Gerechtigkeit. All seine Werke sind gerecht, denn sie sind von Ewigkeit her durch seine große Macht, Weisheit und Güte geordnet. Wie er alles zum Besten geregelt hat, so ist er auch immer am Werk und führt alles zu seinem Ziel. […] Die Barmherzigkeit ist das Werk der Güte Gottes; sie wird so lange wirken, wie es der Sünde erlaubt ist, die gerechten Seelen zu quälen. ...

September 29, 2024

Joseph Kardinal Ratzinger

Als die römischen Soldaten Jesus gegeißelt, mit Dornen gekrönt und mit einem Spottmantel umkleidet hatten, führten sie ihn zu Pilatus zurück. Dieser hartgesottene Militär war offenbar erschüttert von diesem zerstörten, zerschlagenen Menschen. Er stellte ihn mitleidheischend vor die Menge hin mit den Worten: „Idou ho anthropos!“ „Ecce homo!“ – wir übersetzen gewöhnlich: „Seht, welch ein Mensch!“ (vgl. ...

September 28, 2024

Hl. Johannes Chrysostomus

„Dann befahl er den Jüngern, niemand zu sagen, dass er der Messias sei“ (Mt 16,2). Weshalb verbot er es ihnen? Damit erst alle Ärgernisse beseitigt, der Kreuzestod vollendet, alle seine Leiden vorüber und nichts mehr übrig wäre, was den Glauben des Volkes an ihn erschüttern und trüben könnte; dann erst sollte die wahre und richtige Meinung über ihn rein und fest in die Herzen der Zuhörer eingeprägt werden. ...

September 27, 2024