Hl. Johannes Paul II.

„Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht“ (Joh 4,10), sagt Jesus zu der Samariterin in einem jener wunderbaren Gespräche, die beweisen, wieviel Achtung er der Würde jeder Frau und ihrer Berufung, die ihr die Teilnahme an seiner messianischen Sendung erlaubt, entgegenbringt […] Im Marianischen Jahr möchte die Kirche der Heiligsten Dreifaltigkeit für das „Geheimnis der Frau“ und für jede Frau Dank sagen – für das, was das ewige Maß ihrer weiblichen Würde ausmacht, für „Gottes große Taten“, die im Verlauf der Generationen von Menschen in ihr und durch sie geschehen sind. ...

September 19, 2025

Hl. Jean-Baptiste Marie Vianney

Meine Brüder, woher kommt wohl unser Mangel an Vertrauen? Liegt es vielleicht an unserer Unwürdigkeit? Aber der gute Gott weiß doch genau, dass wir Sünder und schuldig sind, dass wir in allem auf seine unendliche Güte vertrauen und in seinem Namen beten. Wird unsere Unwürdigkeit nicht durch seine Verdienste zugedeckt und gleichsam unsichtbar? Oder liegt es etwa daran, dass unsere Sünden zu schrecklich oder zu zahlreich wären? Aber ist es für ihn nicht ebenso leicht, uns tausend Sünden zu vergeben wie eine einzige? Gab er nicht vor allem für die Sünder sein Leben dahin? Hört, was der heilige König und Prophet uns sagt: „Wer hat ihn angerufen, und wäre von ihm missachtet worden?“ (Eccl. ...

September 18, 2025

Hl. Basilius

Wir wollen nicht in dieser Sorglosigkeit und Nachlässigkeit verweilen und die Gegenwart nicht ständig leichtsinnig vertun, indem wir den Anfang im guten Werk auf morgen oder auf später verschieben. […] Der Apostel sagt: „Jetzt ist die willkommene Zeit, jetzt ist der Tag des Heiles“ (2 Kor 6,2). ...

September 17, 2025

Hl. Augustinus

Niemand soll, sofern er Christ ist, daran zweifeln, dass auch jetzt Tote auferstehen. Gewiss, jeder Mensch hat Augen, mit denen er sehen kann, wie Tote auferstehen, so wie der Sohn jener Witwe auferstanden ist, von dem im Evangelium gerade die Rede war. Nicht alle jedoch können die Auferstehung derer sehen, die geistlich tot sind. ...

September 16, 2025

Hl. Bernhard von Clairvaux

Das Martyrium der Jungfrau Maria wird uns sowohl in der Weissagung Simeons als auch in der Leidensgeschichte des Herrn nahegebracht. „Dieser wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird“, sagte der Greis über das Kind Jesus; an Maria gerichtet fügte er hinzu: „Deine Seele wird ein Schwert durchdringen“ (Lk 2,34-35). ...

September 15, 2025

Hl. Augustinus

Wir dürfen uns des Todes unseres Herrn und Gottes nicht nur nicht schämen, sondern sollten daraus größtes Vertrauen und höchsten Mut gewinnen. Indem er von uns den Tod, den er in uns vorfand, annahm, versprach er in seiner Treue, uns in ihm das Leben zu schenken, das wir aus uns selbst nicht haben konnten. ...

September 14, 2025

Hl. Cyrill von Jerusalem

[An die Katechumenen:] Halte aus bei den Katechesen! Sollte unsere Rede auch lange dauern, so soll doch deine Aufmerksamkeit nie erschlaffen. Denn du wirst ausgerüstet gegen eine feindliche Macht […]. Deiner Feinde sind viele, versorge dich gut mit Geschossen! Gegen viele hast du deine Wurfspieße zu schleudern. ...

September 13, 2025

Hl. Katharina von Siena

O Feuer der Liebe! Dank, Dank sei Dir, ewiger Vater! Ich bin die Unvollkommene, von Finsternis durchdrungen. Du aber, der Vollkommene und das Licht, hast mir die Vollkommenheit und den lichten Weg der Lehre Deines eingeborenen Sohnes gezeigt. Ich war tot, und Du hast mich auferweckt. ...

September 12, 2025

Hl. Dorotheos von Gaza

Wenn wir Nächstenliebe hätten, zusammen mit Mitgefühl und Mitleid, dann würden wir nicht auf die Fehler unseres Nächsten achten, gemäß dem Wort: „Die Liebe deckt viele Sünden zu“ (1 Petr 4,8) und: „Die Liebe trägt das Böse nicht nach, sie entschuldigt alles“ (vgl. 1 Kor 13,5-7). Hätten wir also Nächstenliebe, würde die Liebe selbst jeden Fehler zudecken, und wir wären wie die Heiligen, wenn sie die Fehler der Menschen sehen. ...

September 11, 2025

Hl. Gregor von Nyssa

Da fast alle Menschen von Natur aus zum Stolz geneigt sind, beginnt der Herr die Seligpreisungen damit, das Grundübel der Selbstgefälligkeit zu entfernen. Er rät, den wahrhaft und freiwillig Armen nachzuahmen – ihn, der wirklich selig ist –, indem wir ihm nach unseren Möglichkeiten durch freiwillige Armut nacheifern, um so auch an seiner Seligkeit, seinem Glück teilzuhaben. ...

September 10, 2025