Hl. Johannes Paul II.

Als Gott den Menschen als Mann und Frau schuf, sagte er zu ihnen: „Seid fruchtbar und mehrt euch, füllt die Erde und unterwerft sie“ (Gen 1,28). Das ist sozusagen Gottes erstes Gebot, das der Schöpfungsordnung selbst innewohnt. So entspricht die menschliche Arbeit dem Willen Gottes. ...

November 19, 2025

Hl. Gregor der Große

„Wenn er die Wasser loslässt, so wird die Erde umgewälzt“ (Ijob 12,15 Vulg.). Was soll die Erde wohl anderes darstellen als den Sünder, über den das Urteil gefällt wurde: „Staub [vom Erdboden] bist du und zum Staub kehrst du zurück“ (Gen 3,19)? Die Erde bleibt also regungslos, wenn der Sünder sich weigert, den Geboten des Herrn zu gehorchen, wenn er seinen stolzen Nacken aufreckt und die Augen seiner Seele vor dem Licht der Wahrheit verschließt. ...

November 18, 2025

Symeon der Neue Theologe

Wir kennen die Liebe, die du uns geschenkt hast: grenzenlos, unaussprechlich, unfassbar. Sie ist Licht, unzugängliches Licht, Licht, das in allem wirksam ist. […] Was vollbringt dieses Licht nicht alles, und was ist es nicht alles? Es ist Anmut und Freude, Milde und Friede, Barmherzigkeit ohne Ende, Abgrund des Mitleids. ...

November 17, 2025

Hl. Theodor von Studion

„Freut euch im Herrn zu jeder Zeit!“ (Phil 4,4). Und warum seid ihr dann nicht voller Freude und geht nicht fröhlich euren Weg, da ihr doch für würdig befunden worden seid, in diesen evangelischen Lebensstand einzutreten durch den Ruf, der im Voraus erkennt und im Voraus bestimmt (vgl. ...

November 16, 2025

Hl. Clemens von Rom

Unaufhörlich bitten und flehen wir, dass er, der alle Dinge ordnet, die Zahl seiner Auserwählten auf der ganzen Welt unversehrt erhalten wolle durch seinen geliebten Sohn Jesus Christus, durch den er uns aus der Finsternis zum Licht und aus der Unwissenheit zur Erkenntnis seiner Herrlichkeit berufen hat, damit wir, Herr, auf deinen Namen hoffen, auf den die ganze Schöpfung gegründet ist. ...

November 15, 2025

Hl. Romanos Melodos

Dem Befehl Gottes gehorchend, stieg der weise Noach […] in die Arche und mit ihm seine Söhne und deren Frauen. Der Diener Gottes seufzte unaufhörlich und betete: „Lass mich nicht zusammen mit den Sündern umkommen, mein Retter; denn ich sehe bereits, wie sich das Chaos der Schöpfung bemächtigt und Angst die Elemente erschüttert. ...

November 14, 2025

Isaak der Syrer 

Die Dämonen fürchten den Mann, der Tag und Nacht mit glühendem Herzen Gott sucht und die Angriffe des Feindes weit zurückweist. Gott und seine Engel aber sehnen sich nach einem solchen Menschen. Er ist reinen Herzens und trägt seine geistliche Heimat in sich selbst: Die Sonne, die ihm scheint, ist das Licht der heiligsten Dreieinheit; die Luft, die seine Gedanken atmen, ist der Tröster, der Heilige Geist. ...

November 13, 2025

Hl. Charles de Foucauld

„Was soll ich sagen: Vater, rette mich aus dieser Stunde? Aber deshalb bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche Deinen Namen!“ (Joh 12,27 f.). Das ist ein reiner, einfacher Ruf an Gott, eine schlichte Bitte um das, was die Natur – die leidende und bedürftige Natur – begehrt, um sich gleich darauf wieder zu fangen und zu sagen: Nein, mein Gott, dies oder jenes ist mir nicht so wichtig. ...

November 12, 2025

Hl. Hildegard von Bingen

Ach, es wäre besser, du würdest dich als unnützen Knecht und Sünder erachten, als so lau zu sein […]. Nun aber bist du wie ein matter Wind, der den Früchten weder Feuchtigkeit spendet noch ihnen Wärme bringt. Du bist wie einer, der beginnt und nichts vollendet, weil du an das Gute nur anfangs rührst, dich jedoch nicht bei seiner Vollendung daran erquickst, wie der Wind, der den Mund des Menschen streift, und nicht wie die Speise, die in seinen Magen gelangt. ...

November 11, 2025

Hl. Katharina von Siena

O Abgrund! O ewige Gottheit! O tiefes Meer! Was hättest Du mir Größeres geben können als Dich selbst? Du bist das Feuer, das immer brennt und sich nie verzehrt, Du bist das Feuer, das in seiner Glut jede selbstsüchtige Liebe der Seele verzehrt und alle Kälte hinwegnimmt; Du erleuchtest. ...

November 10, 2025