Epiphanius von Salamis

Wie soll ich es sagen? Wie könnte ich die glorreiche und heilige Jungfrau loben? Sie überragt alle Wesen, ausgenommen allein Gott. Schöner ist sie von Natur als die Cherubim, die Seraphim und das ganze Heer der Engel. Weder die Sprache des Himmels noch die der Erde, nicht einmal die Sprache der Engel können sie gebührend loben. ...

December 20, 2025

Johannes Tauler

Am heutigen Tag gedenkt die heilige Christenheit dreier Geburten. […] Die erste und oberste ist die, dass der himmlische Vater seinen eingeborenen Sohn in göttlicher Wesenheit, doch in Unterscheidung der Person gebiert. Die zweite Geburt, deren man heute gedenkt, ist die mütterliche Fruchtbarkeit, die jungfräulicher Keuschheit in wahrhafter Lauterkeit zuteil ward. ...

December 19, 2025

Hl. Johannes Paul II.

Am Anfang dieses Pilgerweges trifft sich der Glaube Mariens mit dem Glauben Josefs. Wenn Elisabet von der Mutter des Erlösers sagte: „Selig ist die, die geglaubt hat“, so kann man gewissermaßen dieses Seligsein auch auf Josef beziehen, weil er positiv auf das Wort Gottes antwortete, als es ihm in jenem entscheidenden Augenblick überbracht wurde. ...

December 18, 2025

Hl. Irenäus von Lyon

Es gibt nur einen einzigen Gott, der durch sein Wort [Logos] und seine Weisheit alles geschaffen und geordnet hat. Er, der Schöpfer, hat diese Welt dem Menschengeschlecht übergeben. […] Seiner Erhabenheit nach ist er allen Wesen, die er geschaffen hat, unbekannt, denn niemand hat seine Herkunft erforscht. ...

December 17, 2025

Hl. Bernhard von Clairvaux

Die erste Stufe der Kontemplation, meine Lieben, besteht darin, unentwegt zu überlegen, was der Herr will, was ihn erfreut, was ihm wohlgefällig ist. In vielen Bereichen beleidigen wir ihn alle, unser Mangel an Einfalt verstößt gegen die Geradlinigkeit seines Willens, und dies wiederum hindert uns daran, uns mit ihm zu vereinigen, ihm anzuhangen. ...

December 16, 2025

Hl. Hilarius

Er gehört ganz zum Vater, dieser Sohn, der ihm gleicht. Er geht von ihm aus, dieser Sohn, den man ihm gleichsetzen kann, weil er von gleicher Wesensart ist. Er ist ihm ebenbürtig, dieser Sohn, der die gleichen Werke vollbringt wie der Vater (vgl. Joh 5,19.36). […] Ja, der Sohn vollbringt die Werke des Vaters; deshalb bittet er uns zu glauben, dass er der Sohn Gottes ist. ...

December 15, 2025

Hl. Cyrill von Alexandria

„Der aber, der nach mir kommt, ist stärker als ich […]. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen“ (Mt 3,11). Sollten wir sagen, dass es das Werk eines [ganz gewöhnlichen] Menschen von unserer Art ist, mit dem Heiligen Geist und mit Feuer zu taufen? Wie sollte das möglich sein? Und doch sagt Johannes über einen Mann, der noch nicht in Erscheinung getreten ist, dass dieser „mit Feuer und Heiligem Geist“ taufen wird. ...

December 14, 2025

Hl. Augustinus

„Warum sagen denn die Schriftgelehrten, zuerst müsse Elija kommen?“ Und der Herr gab zur Antwort: „Elija ist schon gekommen, und sie haben mit ihm gemacht, was sie wollten, und wenn ihr es annehmen wollt: Es ist Johannes der Täufer“ (vgl. Mt 17,10 ff.). Unser Herr Jesus Christus sagt also ausdrücklich: „Elija ist schon gekommen", und dass es sich um Johannes den Täufer handelt. ...

December 13, 2025

Hl. Hilarius

Wie im Evangelium des heiligen Lukas der Besitzer des Weinbergs drei Jahre lang nach dem unfruchtbaren Feigenbaum sah, so begeht die heilige Mutter Kirche alljährlich die Ankunft des Herrn über einen besonderen Zeitraum von drei Wochen. „Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist“ (Lk 19,10). ...

December 11, 2025

Hl. Johannes Klimakos

Das Licht der Morgenröte geht der Sonne voraus, und Sanftmut ist der Vorbote jeder Demut. Hören wir daher auf das Licht, das uns die Reihenfolge offenbart: „Lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und demütig von Herzen“ (Mt 11,29 Vulg.). Bevor wir also die Sonne betrachten, müssen wir von der Morgenröte erleuchtet werden; dann werden wir den Anblick der Sonne ertragen können. ...

December 10, 2025