Mittwoch, 21 November 2018 : Kommentar Hl. Johannes Paul II.

Schweiß und Mühsal, welche die Arbeit in der gegenwärtigen Heilssituation der Menschheit notwendigerweise mit sich bringt, bieten dem Christen und jedem Menschen, der zur Nachfolge Christi berufen ist, die Möglichkeit zur liebenden Teilnahme an jenem Werk, für das Christus gekommen ist. Dieses Heilswerk wurde durch Leid und Kreuzestod vollzogen. Indem der Mensch die Mühsal der Arbeit in Einheit mit dem für uns gekreuzigten Herrn erträgt, wirkt er mit dem Gottessohn an der Erlösung der Menschheit auf seine Weise mit. Er erweist sich als wahrer Jünger Christi, wenn auch er Tag für Tag bei der ihm aufgegebenen Tätigkeit sein Kreuz auf sich nimmt. Christus erduldete „für uns alle, die wir Sünder sind, … den Tod, und belehrt uns so durch sein Beispiel, daß auch das Kreuz getragen werden muß, das Fleisch und Welt denen auf die Schultern legen, die Frieden und Gerechtigkeit suchen.“ Zugleich jedoch „durch seine Auferstehung zum Herrn eingesetzt, wirkt Christus, dem alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben ist, durch die Kraft seines Geistes bereits in den Herzen der Menschen… und beseelt, reinigt und stärkt auch jenes hochherzige Streben, mit dem die Menschheitsfamilie sich bemüht, ihr eigenes Leben menschlicher zu gestalten und die ganze Erde diesem Ziel dienstbar zu machen.“ In der menschlichen Arbeit findet der Christ einen kleinen Teil des Kreuzes Christi und nimmt ihn mit der gleichen Erlösergesinnung auf sich, mit der Christus für uns sein Kreuz auf sich genommen hat. In der Arbeit entdecken wir immer, dank des Lichtes, das uns von der Auferstehung Christi her durchdringt, einen Schimmer des neuen Lebens und des neuen Gutes, gleichsam eine Ankündigung des „neuen Himmels und der neuen Erde“ (Apg 21,1), die gerade durch die Mühsal der Arbeit hindurch dem Menschen und der Welt zuteil werden […].

November 20, 2018

Dienstag, 20 November 2018 : Kommentar Hl. Ambrosius

Die Reichen müssen es lernen: Es ist kein Fehler reich zu sein, vielmehr ist es einer, die Reichtümer nicht recht gebrauchen zu können. Gesetzt nämlich, dass die Reichtümer die Bösen daran hindern, die Tugend zu erreichen, so sind sie doch den Guten eine Hilfe. Jedenfalls wurde Zachäus, der ja reich war, von Christus auserwählt, allerdings indem er die Hälfte seiner Besitztümer den Armen schenkte und sogar den vierfachen Betrag dessen zurückerstattete, was er sich durch Betrug angeeignet hatte. Denn eine einzige Herangehensweise ist nicht ausreichend: Akte der Freigebigkeit sind wertlos, wenn die Ungerechtigkeit fortbesteht. Gefordert sind nicht geraubtes Gut, sondern echte Zuwendungen. Deshalb war der Lohn, den er empfing, größer als das, was er weggegeben hatte. Es ist ganz passend, dass Zachäus uns als Zollaufseher vorgestellt wird. Denn wenn selbst der noch zum Ziel gelangen kann, der sein Vermögen dem Betrug verdankt, wer kann da noch die Hoffnung für sich selbst aufgeben? „Er suchte Jesus, um zu sehen, wer er sei, doch er konnte es nicht wegen der Menschenmenge; denn er war klein von Gestalt“ (Lk 19,3) […] Solange sich Zachäus in der Menschenmenge befindet, sieht er Christus nicht; er erhob sich jedoch über die Menge und da sah er […] Und Jesus hat Zachäus oben erblickt, denn sein sich erhebender Glaube ließ ihn von diesem Moment an herausragen inmitten der Früchte der neuen Werke, gleichsam wie auf dem Gipfel eines fruchtbaren Baumes.

November 19, 2018

Montag, 19 November 2018 : Kommentar Hl. Johannes Chrysostomus

Wir wollen auf die Blinden hören, die besser waren als viele Sehende. Waren sie auch führerlos, konnten sie den Herrn auch nicht sehen, wenn er vor ihnen stand, so bemühten sie sich doch, zu ihm zu kommen. Deshalb riefen sie mit lauter Stimme und schrien umso lauter, je mehr man ihnen Schweigen gebot. Darin eben zeigt sich die Beharrlichkeit einer Seele; je mehr man sie hindern will, desto mächtiger strebt sie vorwärts. Christus ließ es zu, dass man sie anfuhr; um ihr Verlangen desto mehr ins Licht zu stellen und zu zeigen, dass sie die Heilung wohl verdienten. Darum fragte er auch nicht: „Glaubt ihr“, wie er es gewöhnlich tat, denn in ihrem Schreien und Vordrängen offenbarte sich ja hinreichend ihr gläubiges Vertrauen. Hieraus magst du ersehen, mein Lieber, dass wir selbst in allen Bitten Erhörung finden können, mögen wir noch so gering und verachtet sein, wenn wir nur mit innigem Verlangen vor Gott hintreten. Die Blinden hatten unter den Aposteln keine Fürsprecher, von vielen Seiten wurde ihnen sogar Schweigen geboten; dennoch überwinden sie alle Hindernisse und setzen es durch, zu Jesus zu gelangen. Auch berichtet der Evangelist nicht, dass sie einen besonders guten Lebenswandel geführt hätten, ihr inbrünstiges Verlangen musste für sie anstelle alles anderen genügen. Hierin nun sollen wir sie nachahmen: Wenn Gott die Erhörung hinausschiebt, wenn manche uns vom Beten abwendig machen wollen, so dürfen wir trotzdem nicht nachlassen. Gerade durch die Ausdauer werden wir uns Gott am meisten geneigt machen.

November 18, 2018

Sonntag, 18 November 2018 : Kommentar Origenes

„Vom Land bleibt noch sehr viel in Besitz zu nehmen“ (vgl. Jos 13,1) […] Denke an das erste Kommen unseres Herrn und Retters, als er kam, sein Wort auf der Erde auszusäen. Allein mit der Kraft dieser Saat hat er die ganze Erde erobert: Er hat die feindlichen Mächte und die rebellierenden Engel, die das Leben der Heidenvölker beherrschten, in die Flucht geschlagen und zugleich sein Wort ausgesät und überall seine Kirchen gegründet. Auf diese Weise hat er zuerst von der ganzen Erde Besitz ergriffen. Aber geh mit mir sorgfältig die Zeilen der Schrift durch, und ich zeige dir, worin die zweite Eroberung eines Landes besteht, das, wie dem Josua/Jesus gesagt wird, noch nicht in Besitz genommen ist. Höre, was Paulus sagt: „Denn er muss herrschen, bis Gott ihm alle Feinde unter seine Füße gelegt hat“ (1 Kor 15,25; vgl. Ps 109(110),1). Hier ist das Land, von dem es heißt, es sei noch nicht in Besitz genommen, bis ihm alle Feinde unter die Füße gelegt sind und er alle Völker zum Erbe nimmt […] Was unsere Zeit angeht, so sehen wir sehr vieles, „was noch übrig ist“ und Jesus noch nicht unterworfen ist; er muss jedoch alles in Besitz nehmen. Denn es wird erst ein Weltenende geben, wenn ihm alles unterworfen worden ist. Der Prophet sagt ja: „Alle Völker werden unterworfen sein, von Meer zu Meer, bis an die Enden der Erde; vor ihm werfen sich die Äthiopier nieder“ (vgl. Ps 71(72) Vulg.), und „von jenseits der Ströme Äthiopiens werden sie Opfergaben darbringen“ (vgl. Zef 3,10 (Vulg.)). Daraus geht hervor, dass Jesus bei seinem zweiten Kommen diese Erde beherrschen wird, von der noch viel in Besitz zu nehmen ist. Selig sind jedoch die, die schon bei seinem ersten Kommen unterworfen worden sind. Sie werden wirklich mit Wohltaten überhäuft werden, trotz des Widerstandes so vieler Feinde und so vieler Widersacher: Sie werden ihren Teil des Gelobten Landes in Empfang nehmen. Wenn aber an dem Tag, an dem der letzte Feind, der Tod, entmachtet ist (1 Kor 15,26), die Unterwerfung gewaltsam zu Ende gebracht ist, wird es für alle, die sich nicht unterwerfen wollen, keine Gnade mehr geben.

November 17, 2018

Samstag, 17 November 2018 : Kommentar Hl. Augustinus

Könnte es eine eindringlichere Mahnung zum Beten geben als das Gleichnis vom ungerechten Richter? Der ungerechte Richter, der Gott nicht fürchtete und auf keinen Menschen Rücksicht nahm, hörte dennoch auf die Witwe, die ihn um Hilfe anrief. Doch er hörte mehr deshalb, weil er es leid war, als aus Liebe zur Gerechtigkeit. Wenn der also schon jemandem Gehör schenkt, der es hasst, gebeten zu werden, um wie viel mehr erhört uns der, der uns wirklich dazu auffordert zu bitten. Mit diesem Gleichnis fordert uns der Herr also auf, dass wir immer beten sollen und nicht aufhören. Weiter sagt er: „Aber wenn der Menschensohn kommt, wird er dann wohl Glauben finden auf Erden?“ Wenn der Glaube fehlt, dann hört das Gebet auf. Wie kann auch jemand um etwas bitten, wenn er keinen Glauben hat? Auch der Apostel fordert uns zum Beten auf: „Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.“ Und er zeigt uns, dass der Glaube die Quelle des Betens ist und dass das Wasser nicht fließen kann, wenn die Quelle versiegt ist. Um beten zu können, müssen wir glauben. Damit der Glaube, in dem wir beten, aber nicht versagt, müssen wir beten. Der Glaube drückt sich im Gebet aus, und das Gebet macht den Glauben stark.

November 16, 2018

Freitag, 16 November 2018 : Kommentar Hl. Cyrill von Jerusalem

Wir predigen nicht bloß eine Ankunft Christi, wir verkünden auch noch eine zweite, eine noch viel herrlichere als die erste. Die eine war Leidensoffenbarung, die andere zeigt das Diadem göttlicher Herrschaft. […] Bei der ersten Ankunft war er in einer Krippe in Windeln eingewickelt, bei der zweiten umkleidet er sich mit Licht (Ps 104 (103),2). Bei der ersten Ankunft trug er, der Schmach nicht achtend, das Kreuz; bei der zweiten wird er in Begleitung eines Heeres von Engeln in Herrlichkeit kommen. Wir halten uns nicht allein an die erste Ankunft, wir erwarten auch die zweite. Bei der ersten Ankunft riefen wir: „Gepriesen, der da kommt im Namen des Herrn“ (Mt 21,9). Bei der zweiten wiederholen wir das Wort. Mit den Engeln werden wir dem Herrn entgegeneilen, vor ihm niederfallen und sagen: „Gepriesen, der da kommt im Namen des Herrn!“ Der Heiland wird wiederkommen, nicht um wieder gerichtet zu werden, sondern um zu richten die Richter. […] Seinerzeit kam Jesus nach göttlichem Ratschluss, um die Menschen zu belehren und zu überzeugen; dereinst werden die Menschen mit Gewalt unter seine Herrschaft gebeugt werden, auch wenn sie nicht wollen.

November 15, 2018

Donnerstag, 15 November 2018 : Kommentar Origenes

Wenn „das Reich Gottes“ nach dem Wort unseres Herrn und Heilandes „nicht mit Aufsehen kommt“ und „man nicht sagen wird: siehe, hier ist es oder siehe dort“, sondern wenn „das Reich Gottes unter uns ist“ (vgl. Lk 17,20f.) – denn „das Wort ist sehr nahe in unserm Munde und in unserm Herzen“ (vgl. Dt 30,14) –, so betet offenbar, wer um das Kommen des Reiches Gottes betet, vernünftigerweise darum, dass das in ihm befindliche Reich Gottes emporwachsen und Frucht bringen und vollendet werden möge. Denn jeder Fromme wird von Gott regiert und gehorcht den geistigen Gesetzen Gottes, indem er sich selbst gleichsam wie eine gut eingerichtete Stadt verwaltet. Zugegen ist bei ihm der Vater, und mit dem Vater herrscht Christus in der vollkommenen Seele nach dem Schriftwort, das wir vor kurzem erwähnten: „Wir werden zu ihm kommen und bei ihm Wohnung nehmen“ (vgl. Joh 14,23). […] Das „Reich Gottes“ in uns wird also, wenn wir ununterbrochen vorwärtsschreiten, seine Höhe erreichen, sobald das Apostelwort sich erfüllt, dass „Christus“, wenn ihm „alle Feinde unterworfen sind, das Reich Gott dem Vater übergeben wird, damit Gott alles in allem sei“ (vgl. 1 Kor 15,24–28). Deshalb wollen wir „ohne Unterlass betend“ (vgl. 1 Thess 5,17) in einer durch das Wort vergöttlichten Seelenstimmung zu unserm Vater in den Himmeln sprechen: „Geheiligt werde dein Name, dein Reich komme“ (vgl. Mt 6,9f.).

November 14, 2018

Mittwoch, 14 November 2018 : Kommentar Hl. Bernhard

In unseren Tagen sieht man viele Menschen, die beten, aber leider keine, die umkehren und Gott danken […] „Sind nicht zehn rein geworden? Wo sind die neun?“ Ihr erinnert euch sicher, so glaube ich, dass sich der Herr mit diesen Worten beklagt hat über die Undankbarkeit der neun anderen Aussätzigen. Wir lesen, dass sie sehr wohl wussten, wie man betet, erfleht und bittet, denn sie haben ihre Stimme erhoben, um zu schreien: „Jesus, Meister, hab Erbarmen mit uns!“ Doch ihnen fehlte eine vierte Eigenschaft, die der Apostel Paulus einfordert: die „Danksagung“ (1 Tim 2,1), denn sie sind nicht umgekehrt und haben Gott nicht gedankt. Wir sehen ja auch in unseren Tagen eine gewisse Zahl von Menschen, die Gott inständig um das bitten, was ihnen fehlt, aber man sieht nur wenige, die dankbar zu sein scheinen über die Wohltaten, die sie empfangen haben. Es ist nichts Schlechtes, inständig zu bitten. Was aber dazu führt, dass Gott uns nicht erhört, ist, dass es uns an Dankbarkeit mangelt. Nach allem, was wir gesagt haben, ist es vielleicht ein Akt der Großmut seinerseits, den Undankbaren nicht zu gewähren, was sie erbitten, damit sie nicht noch strenger gerichtet werden aufgrund ihrer Undankbarkeit […] Aus Barmherzigkeit also hält Gott manchmal seine Barmherzigkeit zurück […] Ihr seht also, dass nicht alle, die geheilt wurden von dem Aussatz der Welt – ich meine von augenscheinlichen Verirrungen – einen Gewinn ziehen aus ihrer Heilung. Mehrere sind denn auch verborgenerweise befallen von einem Geschwür, das schlimmer ist als der Aussatz, jedoch weitaus gefährlicher, da es tiefer im Inneren verborgen ist. Deshalb fragt der Erlöser der Welt zurecht danach, wo die neun anderen Aussätzigen sind, denn die Sünder entfernen sich vom Heil. Deshalb fragt Gott den ersten Menschen, nachdem er gesündigt hatte: „Wo bist Du?“ (Gen 3,9).

November 13, 2018

Dienstag, 13 November 2018 : Kommentar Benedikt XVI.

Dieses rechte Dienen macht den Helfer demütig. Er setzt sich nicht in eine höhere Position dem andern gegenüber, wie armselig dessen Situation im Augenblick auch sein mag. Christus hat den letzten Platz in der Welt — das Kreuz — eingenommen, und gerade mit dieser radikalen Demut hat er uns erlöst und hilft uns fortwährend. Wer in der Lage ist zu helfen, erkennt, daß gerade so auch ihm selber geholfen wird und daß es nicht sein Verdienst und seine Größe ist, helfen zu können. Dieser Auftrag ist Gnade. Je mehr einer für die anderen wirkt, desto mehr wird er das Wort Christi verstehen und sich zueignen: „Unnütze Knechte sind wir“ (Lk 17,10). Denn er erkennt, daß er nicht aufgrund eigener Größe oder Leistung handelt, sondern weil der Herr es ihm gibt. Manchmal kann ihm das Übermaß der Not und die Grenze seines eigenen Tuns Versuchung zur Mutlosigkeit werden. Aber gerade dann wird ihm helfen zu wissen, daß er letzten Endes nur Werkzeug in der Hand des Herrn ist, er wird sich von dem Hochmut befreien, selbst und aus Eigenem die nötige Verbesserung der Welt zustande bringen zu müssen. Er wird in Demut das tun, was ihm möglich ist und in Demut das andere dem Herrn überlassen. Gott regiert die Welt, nicht wir. Wir dienen ihm nur, soweit wir können und er uns die Kraft dazu gibt. Mit dieser Kraft freilich alles zu tun, was wir vermögen, ist der Auftrag, der den rechten Diener Jesu Christi gleichsam immerfort in Bewegung hält: „Die Liebe Christi drängt uns“ (2 Kor 5,14).

November 12, 2018

Montag, 12 November 2018 : Kommentar Papst Franziskus

Heute möchte ich einige Katechesen über das Geheimnis der Kirche beginnen, ein Geheimnis, das wir alle leben und dessen Teil wir sind. Ich möchte das mit Worten tun, die in den Texten des Zweiten Vatikanischen Ökumenischen Konzils enthalten sind. Heute das erste: die Kirche als Familie Gottes. […] Schon das Wort »Kirche«, vom griechischen »ekklesia «, bedeutet »Versammlung«: Gott ruft uns zusammen, er spornt uns an, aus dem Individualismus heraus zu kommen, aus der Tendenz, sich in sich selbst zu verschließen, und ruft uns, Teil seiner Familie zu sein. […] Auch heute noch sagen einige: »Christus ja, die Kirche nein.« Wie jene, die sagen: »Ich glaube an Gott, aber nicht an die Priester.« Aber eben gerade die Kirche ist es, die uns Christus bringt und uns zu Gott bringt; die Kirche ist die große Familie der Kinder Gottes. Gewiss hat sie auch menschliche Aspekte. Bei jenen, aus denen sie sich zusammensetzt, Hirten und Gläubigen, gibt es Fehler, Unvollkommenheiten, Sünden – auch der Papst hat sie, und zwar viele –, aber das Schöne ist: Wenn wir merken, dass wir Sünder sind, finden wir die Barmherzigkeit Gottes, der immer vergibt. Vergesst das nicht: Gott vergibt immer und nimmt uns in seiner verzeihenden und barmherzigen Liebe an. Einige sagen, die Sünde ist eine Beleidigung Gottes, aber auch eine Gelegenheit zur Demut, um wahrzunehmen, dass es noch etwas Anderes, etwas Schöneres gibt: die Barmherzigkeit Gottes. Denken wir daran. Wir wollen uns heute fragen: Wie sehr liebe ich die Kirche? Bete ich für sie? Fühle ich mich als Teil der Familie der Kirche? Was tue ich, damit sie eine Gemeinschaft ist, in der jeder sich angenommen und verstanden fühlt, die Barmherzigkeit und die Liebe Gottes spürt, die das Leben erneuert? Der Glaube ist ein Geschenk und ein Akt, der uns persönlich betrifft, aber Gott ruft uns auf, unseren Glauben gemeinsam zu leben, als Familie, als Kirche.

November 11, 2018