Hl. Johannes Chrysostomus

Als sein Tod nahte, rief der Erlöser aus: „Vater, die Stunde ist gekommen: Verherrliche deinen Sohn“ (Joh 17,1). Seine Herrlichkeit aber ist das Kreuz. Wie hätte er also versuchen sollen, dem auszuweichen, wonach ihn zu einem anderen Zeitpunkt verlangt hatte? Dass seine Herrlichkeit das Kreuz ist, lehrt uns das Evangelium mit den Worten: „Der Geist war noch nicht gegeben, weil Jesus noch nicht verherrlicht war“ (Joh 7,39). ...

September 26, 2025

Hl. Irenäus von Lyon

Die Propheten verkündeten im Voraus, dass Gott von den Menschen gesehen werden würde, wie auch der Herr sagt: „Selig, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen“ (Mt 5,8). Doch in seiner Größe und wunderbaren Herrlichkeit „kann kein Mensch Gott schauen und am Leben bleiben“ (vgl. ...

September 25, 2025

Papst Franziskus

Der Auftrag lautet: „Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!“ (Mk 16,15), denn „die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes“ (Röm 8,19). Die ganze Schöpfung – das heißt auch alle Aspekte der menschlichen Natur. ...

September 24, 2025

Hl. Theresia Benedicta a Cruce [Edith Stein]

Trotz der realen, organischen Einheit von Haupt und Leib steht die Kirche gleich einer selbständigen Person neben Christus. Als Sohn des ewigen Vaters lebte Christus vor aller Zeit und allem Menschendasein. Durch die Schöpfung lebte die Menschheit, ehe Christus ihre Natur annahm und in sie einging. ...

September 23, 2025

Predigt

„Jeder Mensch sei schnell bereit zum Hören, aber langsam im Reden“ (vgl. Jak 1,19). Jawohl, liebe Brüder, ich sage es euch offen […], ich, der ich auf euren Wunsch hin oft zu euch spreche: Wenn ich unter den Zuhörern sitze, ist meine Freude ungetrübt; ungetrübt ist meine Freude, wenn ich zuhöre, nicht aber, wenn ich rede. ...

September 22, 2025

Hl. Nerses Schnorhali

Dank Deiner schöpferischen Natur Wurde dem denkenden Wesen ein Haus gebaut; Der erste Mensch wurde zum Verwalter Dieses irdischen Hauses auf Erden eingesetzt. Und seine Nachkommen, die ins Leben traten, Erhalten von Dir verschiedene Aufgaben als Verwalter: Die einen zur Erfüllung ruhmreicher leiblicher Werke, Die anderen zur Verteilung geistiger Güter. ...

September 21, 2025

Hl. Bonaventura

Den Ursprung hat die Heilige Schrift oder Theologie nicht im menschlichen Forschen, sondern in der göttlichen Offenbarung. Diese fließt vom „Vater der Lichter“ (Jak 1,17 Vulg.), „von dem alle Vaterschaft im Himmel und auf der Erde ihren Namen hat“ (Eph 3,15), von dem auch der Heilige Geist in uns strömt durch seinen Sohn Jesus Christus. ...

September 20, 2025

Hl. Johannes Paul II.

„Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht“ (Joh 4,10), sagt Jesus zu der Samariterin in einem jener wunderbaren Gespräche, die beweisen, wieviel Achtung er der Würde jeder Frau und ihrer Berufung, die ihr die Teilnahme an seiner messianischen Sendung erlaubt, entgegenbringt […] Im Marianischen Jahr möchte die Kirche der Heiligsten Dreifaltigkeit für das „Geheimnis der Frau“ und für jede Frau Dank sagen – für das, was das ewige Maß ihrer weiblichen Würde ausmacht, für „Gottes große Taten“, die im Verlauf der Generationen von Menschen in ihr und durch sie geschehen sind. ...

September 19, 2025

Hl. Jean-Baptiste Marie Vianney

Meine Brüder, woher kommt wohl unser Mangel an Vertrauen? Liegt es vielleicht an unserer Unwürdigkeit? Aber der gute Gott weiß doch genau, dass wir Sünder und schuldig sind, dass wir in allem auf seine unendliche Güte vertrauen und in seinem Namen beten. Wird unsere Unwürdigkeit nicht durch seine Verdienste zugedeckt und gleichsam unsichtbar? Oder liegt es etwa daran, dass unsere Sünden zu schrecklich oder zu zahlreich wären? Aber ist es für ihn nicht ebenso leicht, uns tausend Sünden zu vergeben wie eine einzige? Gab er nicht vor allem für die Sünder sein Leben dahin? Hört, was der heilige König und Prophet uns sagt: „Wer hat ihn angerufen, und wäre von ihm missachtet worden?“ (Eccl. ...

September 18, 2025

Hl. Basilius

Wir wollen nicht in dieser Sorglosigkeit und Nachlässigkeit verweilen und die Gegenwart nicht ständig leichtsinnig vertun, indem wir den Anfang im guten Werk auf morgen oder auf später verschieben. […] Der Apostel sagt: „Jetzt ist die willkommene Zeit, jetzt ist der Tag des Heiles“ (2 Kor 6,2). ...

September 17, 2025