Hl. Gregor der Große

„Er wird nicht bewohnt sein, sein Wohlstand wird nicht von Dauer sein, und er wird keine Wurzeln schlagen in der Erde“ (Ijob 15,29 Vulg.). […] Der Mensch wird nur dann reich an Tugenden, wenn seine Seele vom allmächtigen Gott bewohnt ist. Da aber der Geist des Stolzen nicht von der Gnade seines Schöpfers bewohnt ist, kann er sich nicht mit Tugenden bereichern. ...

October 6, 2025

Benedikt XVI.

Dieses rechte Dienen macht den Helfer demütig. Er setzt sich nicht in eine höhere Position dem andern gegenüber, wie armselig dessen Situation im Augenblick auch sein mag. Christus hat den letzten Platz in der Welt – das Kreuz – eingenommen, und gerade mit dieser radikalen Demut hat er uns erlöst und hilft uns fortwährend. ...

October 5, 2025

Hl. Hildegard von Bingen

„Freu dich innig am Herrn, dann gibt er dir, was dein Herz begehrt“ (Ps 37,4): Der Heilige Geist ist ein unauslöschliches Feuer, das alle Güter schenkt, alle Güter umfasst, alle Güter hervorbringt, alle Güter lehrt und durch seine Flamme dem Menschen die Sprache verleiht. Durch die Kraft seines Feuers lehrt er die Demut, die sich allen unterstellt und sich selbst als die Letzte von allen betrachtet. ...

October 4, 2025

II. Vatikanisches Konzil

Hervorgegangen aus der Liebe des ewigen Vaters, in der Zeit gestiftet von Christus dem Erlöser, geeint im Heiligen Geist, hat die Kirche das endzeitliche Heil zum Ziel, das erst in der künftigen Weltzeit voll verwirklicht werden kann. Sie ist aber schon hier auf Erden anwesend, gesammelt aus Menschen, Gliedern des irdischen Gemeinwesens, die dazu berufen sind, schon in dieser geschichtlichen Zeit der Menschheit die Familie der Kinder Gottes zu bilden, die bis zur Ankunft des Herrn stetig wachsen soll. ...

October 3, 2025

Hl. Jean-Baptiste Marie Vianney

Unsere Seele ist so edel und mit so vielen schönen Eigenschaften ausgestattet, dass der gute Gott sie nur einem Fürsten seines himmlischen Hofes anvertrauen wollte. Unsere Seele ist in den Augen Gottes so kostbar, dass er in all seiner Weisheit keine andere Speise fand, die ihrer würdig wäre, als seinen anbetungswürdigen Leib, den er ihr als tägliches Brot geben möchte; und als Trank fand er nur sein kostbares Blut für würdig, ihr zu dienen. ...

October 2, 2025

Hl. Theresia vom Kinde Jesu

Erinnere Dich an die Herrlichkeit des Vaters, Erinnere Dich an den göttlichen Lichtglanz, Die Du verließest, um Dich auf die Erde zu verbannen, Um all die armen Sünder loszukaufen! O Jesus, als Du Dich zur Jungfrau niederneigtest, Hast Du Deine Größe und Deine unendliche Glorie verhüllt. ...

October 1, 2025

Hl. Charles de Foucauld

[Unser Herr:] „Eine weitere Tugend, die ich euch oft durch meine Worte und noch öfter durch mein Beispiel empfehle, ist die Sanftmut: Um euretwillen, zum Wohle von euch allen habe ich sie euch so viele Male gepredigt … Übt diese Sanftmut, Sanftmut in euren Gedanken, indem ihr jeden Gedanken der Bitterkeit, Härte, Sturheit, Gewalt, Wut, des Grolls, der Abneigung, der strengen Urteile über jene, für die ihr nicht verantwortlich seid, als Versuchungen des Teufels verwerft und vertreibt; nehmt freundliche, zärtliche, liebevolle Gedanken auf und nährt sie, Gedanken der Zuneigung, Güte und Dankbarkeit . ...

September 30, 2025

Stundenbuch vom Sinai

Du hast die Scharen der Engel und die himmlischen Heerscharen dazu bereitet, freundliche Wohnstätten und ehrwürdige Gefäße deines göttlichen Glanzes sowie Betrachter deiner Herrlichkeit zu sein, neben deinem Thron zu stehen, dein Wort kraftvoll und wirkmächtig auszuführen und deine Befehle, o Menschenfreund, tatkräftig zu vollstrecken. ...

September 29, 2025

Hl. Faustina Kowalska

Wir preisen Dich, Gott der Barmherzigkeit, Allmächtiger Schöpfer und Herr. Ehre sei Dir, in tiefster Ergebenheit, Versenkt in Deiner Gottheit Meer. Der Mensch harrte nicht aus in der Probestunde, Vom Bösen betört, ist er Dir nicht gefolgt. Verlor Gnade und Gabe. Im Elend gefunden, Bleibt er vom Leid bis zum Grabe verfolgt. ...

September 28, 2025

Origenes

Freilich geht das von allen seinen Wundern und seiner ganzen Hoheit am weitesten über die Bewunderung des menschlichen Geistes und über die schwachen Begriffe des Sterblichen hinaus, dass jene herrliche Gottesmacht, das Wort des Vaters und die Weisheit selbst, in welcher alles, Sichtbares und Unsichtbares geschaffen ist, in der Begrenzung des Mannes, der in Galiläa aufstand, begriffen sein soll: noch mehr, dass die göttliche Weisheit den Schoß einer Frau nicht verschmähte, als Kind geboren wurde und wie andere Menschenkinder wimmerte: dass ebendieser im Todeskampf heftig erschüttert war, wie er selbst bekennt mit den Worten: meine Seele ist betrübt bis in den Tod; dass er zum schmachvollsten Tod, den es unter Menschen gibt, geführt wurde, obgleich er am dritten Tage auferstand […] Die Wahrheit davon menschlichen Ohren vernehmlich zu machen, übersteigt freilich das Maß meines Verdienstes, oder meines Geistes und meiner Beredsamkeit weit; ich glaube sogar […], dass die Erklärung jenes Geheimnisses selbst für die ganze höhere Geisterwelt zu hoch ist. ...

September 27, 2025