Hl. Romanos Melodos

Als er, der auf die Erde herabgestiegen war – er allein weiß, wie, – sie wieder verließ – wie, weiß er allein –, da führte er die, die er liebte, auf einen Berg […], um ihr Haupt und ihren Geist zu erheben. […] Der Herr breitete seine Arme aus wie Schwingen, wie ein Adler, der liebevoll sein Nest beschützt (vgl. ...

May 18, 2023

Hl. Cyrill von Jerusalem

Da über den Geist im allgemeinen die göttlichen Schriften vieles und verschiedenes geschrieben haben, und da Gefahr besteht, dass man, nicht wissend, von welchem Geiste die einzelne Schriftstelle spricht, durch Unwissenheit in Verwirrung kommt, so ist es am Platze, jetzt festzustellen, was die Schrift unter dem Heiligen Geiste versteht. ...

May 17, 2023

Hl. Charles de Foucauld

Wenn wir merken, dass die Gnade Gottes uns nicht mehr so stärkt, dass sie schwächer wird in uns und uns beinahe verlässt, dann müssen wir uns davor hüten, mutlos zu werden. Diese Schwächung und dieser Entzug bedeuten immer noch dieselbe Gnade, und zwar in der Form, wie sie für uns in diesem Moment am nützlichsten ist. ...

May 16, 2023

Hl. Paul VI.

„Durch die Hilfe des Heiligen Geistes“ geschieht es, dass die Kirche „wächst“. Der Heilige Geist ist die Seele der Kirche. Er ist es, der den Gläubigen den tiefen Sinn der Lehre Jesu und seines Geheimnisses erklärt. Er ist derjenige, der heute wie in den Anfängen der Kirche in all jenen am Werk ist, die das Evangelium verkünden und sich von ihm ergreifen und führen lassen; er legt ihnen Worte in den Mund, die sie allein niemals finden könnten, und bereitet zugleich die Seele des Hörers auf den Empfang der Frohbotschaft und der Verkündigung des Gottesreiches vor. ...

May 15, 2023

Hl. Hilarius

„Gott ist Geist“ sagt der Herr zur samaritanischen Frau […]. Da Gott unsichtbar, unbegreiflich und unendlich ist, muss Gott weder auf einem Berg noch in einem Tempel angebetet werden (vgl. Joh 4,21–24). „Gott ist Geist“ und ein Geist kann nicht eingegrenzt oder in der Hand gehalten werden. ...

May 14, 2023

Hl. Charles de Foucauld

„Selig, die um meinetwillen von den Menschen gehasst und verfolgt werden“ (vgl. Lk 6,22). Ja selig sind sie, denn wenn sie mich nachahmen, werden sie als wahre Bräute auch an meinem Schicksal teilhaben, sie werden das Schicksal ihres Bräutigams voll und ganz teilen … Selig, denn was gibt es Süßeres, als mit dem zu leiden, den man liebt? … Selig, denn sie werden dieses doppelte Glück haben, mit ihrem Geliebten und für ihn zu leiden … Selig, denn durch eben diese Leiden wird ihre Liebe zu mir wachsen, und zwar in dem Maße, wie sie Leiden für mich erdulden; und diese wachsende Liebe wird nicht vergehen, sondern bleiben, sie bleibt bestehen für Zeit und Ewigkeit … Oh, selig sind, die mit mir Verfolgung erleiden und deren Liebe während dieser Verfolgungen unaufhörlich wächst! Weigert euch nicht, fürchtet euch nicht, Bestrafungen, Hass und Verfolgung um meinetwillen zu erleiden; nehmt sie stattdessen mit Freude, Lobpreis, Dank und Wertschätzung gegenüber Gott und den Menschen an, indem ihr mir von Herzen dankt, für eure Feinde und Peiniger betet und euch als irdische Engel mit deren Schutzengeln vereint, um ihre Bekehrung von mir zu erbitten. ...

May 13, 2023

Hl. Benedikt von Nursia

Wie es einen bitteren und bösen Eifer gibt, der von Gott trennt und zur Hölle führt, so gibt es den guten Eifer, der von den Sünden trennt, zu Gott und zum ewigen Leben führt. Diesen Eifer sollen also die Mönche mit glühender Liebe in die Tat umsetzen, das bedeutet: Sie sollen einander in gegenseitiger Achtung zuvorkommen (Röm12,10); ihre körperlichen und charakterlichen Schwächen sollen sie mit unerschöpflicher Geduld ertragen; im gegenseitigen Gehorsam sollen sie miteinander wetteifern; keiner achte auf das eigene Wohl, sondern mehr auf das des anderen; die Bruderliebe sollen sie einander selbstlos erweisen; in Liebe sollen sie Gott fürchten; ihrem Abt seien sie in aufrichtiger und demütiger Liebe zugetan. ...

May 12, 2023

Hl. Cyrill von Jerusalem

Der Name des Vaters lässt uns, sobald wir ihn aussprechen, auch an den Sohn denken; ebenso wie wir sogleich an den Vater denken, wenn wir den Sohn nennen. Wenn es nämlich einen Vater gibt, so versteht man ihn notwendigerweise als den Vater eines Sohnes; und wenn es einen Sohn gibt, so ist er notwendigerweise Sohn eines Vaters. ...

May 11, 2023

Sel. Columba Marmion

Unsere Heiligkeit ist wesentlich übernatürlicher Art. Alle Anstrengungen der Natur zusammengenommen können keine übernatürliche Handlung hervorbringen, nichts, das in irgendeinem Verhältnis steht zu unserem Ziel, der seligen Schau der anbetungswürdigen Dreifaltigkeit. […] Aber Gott, der all seine Werke mit unendlicher Weisheit vollbringt, hat uns in der Gnade das Mittel gegeben, um seine göttlichen Absichten in uns zu verwirklichen. ...

May 10, 2023

Nachfolge Christi

Wir hätten mehr Frieden, wenn wir uns nicht mit fremden Worten und Taten, die uns nichts angehen, abgäben. Kann einer lang im Frieden leben, wenn er sich in fremde Sorgen mengt? Wenn er äußere Ablenkung sucht? Wenn er sich nur wenig und selten zu sich sammelt? Selig die Schlichten, sie haben Frieden! Warum lebten manche große Heilige so völlig beschaulich? Sie wollten sich von allem irdischen Begehren völlig ablösen und konnten so aus ganzem Herzen sich Gott hingeben und einzig für ihn da sein. ...

May 9, 2023