Hl. Eucherius

Können wir nicht mit Fug und Recht sagen, dass die Wüste der grenzenlose Tempel Gottes ist? Denn wer in der Stille wohnt, der muss sich doch gewiss an abgelegenen Orten erfreuen. Dort hat sich Gott oft seinen Heiligen offenbart; im Schutze der Einsamkeit hat er sich herabgelassen, den Menschen zu begegnen. ...

September 6, 2023

Diadochos von Photike

Die Taufe, dieses Bad der Heiligkeit, wäscht zwar den Schmutz unserer Sünde ab, hebt aber die Zwiespältigkeit unseres Wollens nicht auf und hindert die bösen Geister nicht daran, gegen uns anzukämpfen und uns weiterhin zu täuschen. […] Die Gnade Gottes aber hat ihren Sitz in der Tiefe unserer Seele, das heißt im Erkenntnisvermögen. ...

September 5, 2023

Faustinus von Rom

Unser Retter ist in seiner Menschwerdung wirklich Christus oder Messias geworden und bleibt auf ewig wahrer König und wahrer Priester. Er selbst ist sowohl das eine als auch das andere, denn der Erlöser darf in keiner Weise geschmälert werden. Hört, wie er sagt, dass er zum König gemacht worden sei: „Ich bin von ihm auf Zion, seinem heiligen Berg, zum König eingesetzt worden“ (vgl. ...

September 4, 2023

Hl. Katharina von Siena

Heiligster und seligster Vater in Christus, dem sanftmütigen Jesus, Euer unwürdiges und armseliges Töchterlein Katharina ermutigt Euch im kostbaren Blut Jesu mit dem Wunsch, Euch ohne jede sklavische Furcht zu sehen. Denn wer furchtsam ist, der verliert alle Kraft heiliger Vorsätze und guten Verlangens. ...

September 3, 2023

Symeon der Neue Theologe

Was kann das Geschöpf ohne seinen Schöpfer wissen? Darüber, was es an Erkenntnis empfangen hat, wird es Rechenschaft ablegen müssen, und zwar über sein Tun und Lassen, nach Gerechtigkeit und Recht. Ob Hacke, Sense, Sichel oder Säge, Axt, Stock, Lanze, Dolch, Bogen, Speer oder sonst ein lebenswichtiges Werkzeug: Jedes hat seine eigene Wirkungsweise, doch hat es diese nicht aus sich selbst, sondern natürlich von uns, und der Handwerker lässt jedes dieser Instrumente nach den Regeln der Kunst arbeiten, je nachdem, was er zu tun gedenkt. ...

September 2, 2023

Hl. Ambrosius

Niemand soll sich dessen, was er tut, rühmen, da wir dem Herrn unseren Dienst in schlichter Gerechtigkeit schulden […] Wir müssen, so lange wir leben, stets für unseren Herrn arbeiten. Erkenne also an, dass du ein Diener bist, der zu vielen Diensten verpflichtet ist. Plustere dich nicht damit auf „Kind Gottes“ (vgl. ...

September 1, 2023

Didachè

Wenn ihr aber gesättigt seid, dankt so: Wir danken Dir, Heiliger Vater, für Deinen heiligen Namen, dessen Wohnung Du in unseren Herzen bereitet hast, und für die Erkenntnis und den Glauben und die Unsterblichkeit, die Du uns zu erkennen gabst durch Jesus, Deinen Knecht; Dir sei die Ehre in Ewigkeit. ...

August 31, 2023

Hl. Gregor von Nyssa

Ein hohes Gut für das menschliche Leben ist die Gesundheit des Körpers. Doch das Beseligende liegt nicht darin, dass man weiß, was Gesundheit ist, sondern dass man sich im Leben derselben erfreut. […] so drängt sich uns die Einsicht auf, dass der Herr [Jesus] nicht jene seligpreise, welche ihn nach irgendeiner Seite erkennen, sondern nur jene, welche ihn besitzen. ...

August 30, 2023

Hl. Maximus von Turin

Ich weiß nicht, welcher ehrenvollen Auszeichnung des heiligen, seligen Johannes des Täufers, dessen Fest wir heute feiern, ich den Vorzug geben soll: seiner wundersamen Geburt oder seinem noch wundersameren Tod. Seine Geburt brachte eine Prophezeiung mit sich (vgl. Lk 1,76f.), sein Tod die Wahrheit; seine Geburt kündigte die Ankunft des Retters an, sein Tod verurteilte den Inzest des Herodes. ...

August 29, 2023

Der sogenannte Barnabasbrief

Es gibt zwei Wege der Lehre und der Macht, nämlich den des Lichtes und den der Finsternis Der Unterschied zwischen den beiden Wegen aber ist groß. Auf dem einen sind nämlich aufgestellt lichttragende Engel Gottes, auf dem anderen aber Engel des Teufels. […] Der Weg des Lichtes nun ist dieser: Wenn einer seinen Weg gehen will bis zum vorgesteckten Ziel, so soll er sich beeilen durch seine Werke. ...

August 28, 2023