Samstag, 10 August 2019 : Kommentar Hl. Augustinus

In der Kirche von Rom versah der selige Laurentius den Dienst des Diakons. Dort teilte er den Gläubigen das heilige Blut Christi aus, und dort vergoss er sein eigenes Blut für den Namen Christi […] Der heilige Apostel Johannes legte das Mysterium des Herrenmahls in voller Klarheit dar, als er sagte: „Jesus hat für uns sein Leben hingegeben. So müssen auch wir für die Brüder das Leben hingeben“ (vgl. 1 Joh 3,16). Der heilige Laurentius hat das verstanden, meine Brüder; er hat es verstanden und danach gehandelt. Er bereitete dieses Opfer durch das vor, was er von dieser Tafel empfangen hatte. Er liebte Christus in seinem Leben, er ahmte ihn nach in seinem Tod. Auch wir, meine Brüder, müssen ihn nachahmen, wenn wir ihn wirklich lieben. Der beste Beweis, den wir ihm für unsere Liebe geben können, ist die Nachahmung seines Vorbildes. „[…] denn auch Christus hat für euch gelitten und euch ein Beispiel gegeben, damit ihr seinen Spuren folgt“ (1 Petr 2,21) […] Im Garten des Herrn gibt es alle möglichen Arten von Blumen: nicht nur die Rosen der Märtyrer, sondern auch die Lilien der Jungfrauen, das Efeu der Eheleute, die Veilchen der Witwen. Überhaupt niemand, meine Lieben, muss an seiner Berufung zweifeln, denn für alle hat der Herr gelitten […] Wir müssen also verstehen, wie der Christ, auch ohne sein Blut zu vergießen, ohne sich den Leiden des Martyriums zu stellen, Christus nachfolgen soll. Der Apostel Paulus sagt im Hinblick auf Christus den Herrn: „Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein“. O welche Hoheit! „Sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich“ (Phil 2,6ff.). O welche Erniedrigung! Christus „erniedrigte sich“: Sieh, Christ, welches Mittel dir hier geboten wird. „Christus war gehorsam“ (vgl. Phil 2,8): Warum also bist du stolz? […] Dann aber, nachdem er sich bis zum Ende erniedrigt und den Tod besiegt hatte, ist Christus in den Himmel aufgestiegen: Folgen wir ihm.

August 9, 2019

Samstag, 10 August 2019 : Psalm 112(111),1-2.5-6.7-8.9-10.

Wohl dem Mann, der den Herrn fürchtet und ehrt und sich herzlich freut an seinen Geboten. Seine Nachkommen werden mächtig im Land, das Geschlecht der Redlichen wird gesegnet. Wohl dem Mann, der gütig und zum Helfen bereit ist, der das Seine ordnet, wie es recht ist. Niemals gerät er ins Wanken; ewig denkt man an den Gerechten. Er fürchtet sich nicht vor Verleumdung; sein Herz ist fest, er vertraut auf den Herrn. Sein Herz ist getrost, er fürchtet sich nie; denn bald wird er herabschauen auf seine Bedränger. Reichlich gibt er den Armen, sein Heil hat Bestand für immer; er ist mächtig und hoch geehrt. Voll Verdruss sieht es der Frevler, er knirscht mit den Zähnen und geht zugrunde. Zunichte werden die Wünsche der Frevler.

August 9, 2019

Freitag, 9 August 2019 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 16,24-28.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen. Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen? Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommen und jedem Menschen vergelten, wie es seine Taten verdienen. Amen, ich sage euch: Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht erleiden, bis sie den Menschensohn in seiner königlichen Macht kommen sehen.

August 8, 2019

Freitag, 9 August 2019 : Psalm 77(76),12-13.14-15.16.21.

Ich denke an die Taten des Herrn, ich will denken an deine früheren Wunder. Ich erwäge all deine Werke und will nachsinnen über deine Taten. Gott, dein Weg ist heilig. Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, du hast deine Macht den Völkern kundgetan. Du hast mit starkem Arm dein Volk erlöst, die Kinder Jakobs und Josefs. Du führtest dein Volk wie eine Herde durch die Hand von Mose und Aaron.

August 8, 2019

Freitag, 9 August 2019 : Deuteronomium 4,32-40.

Mose sprach zum Volk; er sagte: Forsche doch einmal in früheren Zeiten nach, die vor dir gewesen sind, seit dem Tag, als Gott den Menschen auf der Erde schuf; forsche nach vom einen Ende des Himmels bis zum andern Ende: Hat sich je etwas so Großes ereignet wie dieses, und hat man je solche Worte gehört? Hat je ein Volk einen Gott mitten aus dem Feuer im Donner sprechen hören, wie du ihn gehört hast, und ist am Leben geblieben? Oder hat je ein Gott es ebenso versucht, zu einer Nation zu kommen und sie mitten aus einer anderen herauszuholen unter Prüfungen, unter Zeichen, Wundern und Krieg, mit starker Hand und hoch erhobenem Arm und unter großen Schrecken, wie es der Herr, euer Gott, in Ägypten mit euch getan hat, vor deinen Augen? Das hast du sehen dürfen, damit du erkennst: Jahwe ist der Gott, kein anderer ist außer ihm. Vom Himmel herab ließ er dich seinen Donner hören, um dich zu erziehen. Auf der Erde ließ er dich sein großes Feuer sehen, und mitten aus dem Feuer hast du seine Worte gehört. Weil er deine Väter liebgewonnen hatte, hat er alle Nachkommen eines jeden von ihnen erwählt und dich dann in eigener Person durch seine große Kraft aus Ägypten geführt, um bei deinem Angriff Völker zu vertreiben, die größer und mächtiger sind als du, um dich in ihr Land zu führen und es dir als Erbbesitz zu geben, wie es jetzt geschieht. Heute sollst du erkennen und dir zu Herzen nehmen: Jahwe ist der Gott im Himmel droben und auf der Erde unten, keiner sonst. Daher sollst du auf seine Gesetze und seine Gebote, auf die ich dich heute verpflichte, achten, damit es dir und später deinen Nachkommen gut geht und du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt für alle Zeit.

August 8, 2019

Freitag, 9 August 2019 : Kommentar Hl. Gertrud von Helfta

O unwandelbar beständige Liebe, kühn und unüberwindlich, deine Klugheit soll mich lehren, mit unbesiegbarer Standhaftigkeit Jesus zu lieben und ihm mit unbesiegter Beharrlichkeit zu dienen. Und da du mich aufweckst, mich in Bewegung bringst, will ich immer bereit sein, falls mein Herr in der ersten oder zweiten Nachtwache kommt, damit ich nicht träge bin und nicht schlafe, wenn um Mitternacht der Ruf erschallt (vgl. Lk 12,38), vielmehr mit deiner Hilfe, unter deiner Führung, in würdiger Weise mit dem Lamm eintrete zur Hochzeit. Ja und da du vorsorgst, wird sich dann meine Lampe finden voll mit dem Öl der Barmherzigkeit, voll von der Flamme der Liebe, voll vom strahlenden Licht der Werke lebendigen Glaubens, so dass ich durch dich die Freuden ewigen Lebens besitze (vgl. Mt 25,1–3). Mein süßester Jesu, über alles Geliebter Bräutigam, wecke jetzt meinen trägen Geist zu dir hin auf, stelle durch deinen Tod für mich wieder ein Leben her, das dir allein lebt. Schenke mir einen Lebenswandel, der in einer würdigen Weise dem Preis deines Blutes entspricht. Schenke mir einen Geist, der dich versteht, einen Sinn, der dich fühlt, eine Seele, die deinen Willen erkennt, Kraft, die das vollendet, was dir besonders gefällt, Beständigkeit, die mit dir ausharrt. Ja und in der Stunde meines Todes öffne mit unverzüglich den Eingang zu deinem allergütigsten Herzen, damit ich vollkommen ungehindert eintreten darf in das Brautgemach deiner lebendigen Liebe, wo ich dich genießen, dich besitzen kann, o du meines Herzens wahre Freude. Amen.

August 8, 2019

Donnerstag, 8 August 2019 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 16,13-23.

In jener Zeit, als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn? Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes! Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Ich aber sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein. Dann befahl er den Jüngern, niemand zu sagen, dass er der Messias sei. Von da an begann Jesus, seinen Jüngern zu erklären, er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten vieles erleiden; er werde getötet werden, aber am dritten Tag werde er auferstehen. Da nahm ihn Petrus beiseite und machte ihm Vorwürfe; er sagte: Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen! Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Du willst mich zu Fall bringen; denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.

August 7, 2019

Donnerstag, 8 August 2019 : Psalm 95(94),1-2.6-7.8-9.

Kommt, lasst uns jubeln vor dem Herrn und zujauchzen dem Fels unsres Heiles! Lasst uns mit Lob seinem Angesicht nahen, vor ihm jauchzen mit Liedern! Kommt, lasst uns niederfallen, uns vor ihm verneigen, lasst uns niederknien vor dem Herrn, unserm Schöpfer! Denn er ist unser Gott, wir sind das Volk seiner Weide, die Herde, von seiner Hand geführt. Ach, würdet ihr doch heute auf seine Stimme hören! “Verhärtet euer Herz nicht wie in Meriba, wie in der Wüste am Tag von Massa! Dort haben eure Väter mich versucht, sie haben mich auf die Probe gestellt und hatten doch mein Tun gesehen.”

August 7, 2019

Donnerstag, 8 August 2019 : Kommentar Hl. Mutter Teresa von Kalkutta

Die Beichte ist ein großartiges Geschehen, ein Akt großer Liebe, nur hier können wir als Sünder, als Sündenbeladene hineingehen und herauskommen als Sünder, denen vergeben ist, als Sündenfreie. Die Beichte ist niemals etwas anderes als in die Tat umgesetzte Demut. Wir nannten sie früher Bußsakrament; aber in Wahrheit handelt es sich um ein Sakrament der Liebe, um ein Sakrament der Versöhnung. Wenn sich eine Bresche auftut zwischen mir und Christus, wenn ein Riss durch meine Liebe geht, dann kann alles Mögliche diese Spalte auffüllen. Die Beichte ist der Zeitpunkt, wo ich Christus erlaube, alles von mir zu nehmen, was spaltet, alles was zerstört. Dass ich Sünder bin, muss mir bewusst sein. Die meisten von uns laufen Gefahr zu vergessen, dass wir Sünder sind und dass wir als solche in die Beichte gehen. Wir müssen uns an Gott wenden, um ihm zu sagen, wie tiefbetrübt wir sind über alles, was wir zu tun im Stande waren und was ihn verletzt hat. Der Beichtstuhl ist kein Ort für banale Unterhaltung oder bloßes Gerede. Hier geht es nur um das Eine: um meine Sünden, meine Reue, meine Vergebung; darum, wie ich meiner Versuchungen Herr werden kann, wie ich Tugend in die Tat umsetzen kann und wie die Liebe zu Gott wachsen kann.

August 7, 2019

Donnerstag, 8 August 2019 : Buch Numeri 20,1-13.

In jenen Tagen kam die ganze Gemeinde der Israeliten in die Wüste Zin, und das Volk ließ sich in Kadesch nieder. Dort starb Mirjam und wurde auch dort begraben. Da die Gemeinde kein Wasser hatte, rotteten sie sich gegen Mose und Aaron zusammen. Das Volk geriet mit Mose in Streit; sie sagten: Wären wir doch umgekommen wie unsere Brüder, die vor den Augen des Herrn gestorben sind. Warum habt ihr das Volk des Herrn in diese Wüste geführt? Nur damit wir hier zusammen mit unserem Vieh sterben? Wozu habt ihr uns aus Ägypten hierher geführt? Nur um uns an diesen elenden Ort zu bringen, eine Gegend ohne Korn und Feigen, ohne Wein und Granatäpfel? Nicht einmal Trinkwasser gibt es. Mose und Aaron verließen die Versammlung, gingen zum Eingang des Offenbarungszeltes und warfen sich auf ihr Gesicht nieder. Da erschien ihnen die Herrlichkeit des Herrn. Der Herr sprach zu Mose: Nimm deinen Stab; dann versammelt die Gemeinde, du und dein Bruder Aaron, und sagt vor ihren Augen zu dem Felsen, er solle sein Wasser fließen lassen. Auf diese Weise wirst du für sie Wasser aus dem Felsen fließen lassen und ihnen und ihrem Vieh zu trinken geben. Mose holte den Stab von seinem Platz vor dem Herrn, wie der Herr ihm befohlen hatte. Mose und Aaron riefen die Versammlung vor dem Felsen zusammen, und Mose sagte zu ihnen: Hört, ihr Meuterer, können wir euch wohl aus diesem Felsen Wasser fließen lassen? Dann hob er seine Hand hoch und schlug mit seinem Stab zweimal auf den Felsen. Da kam Wasser heraus, viel Wasser, und die Gemeinde und ihr Vieh konnten trinken. Der Herr aber sprach zu Mose und Aaron: Weil ihr mir nicht geglaubt habt und mich vor den Augen der Israeliten nicht als den Heiligen bezeugen wolltet, darum werdet ihr dieses Volk nicht in das Land hineinführen, das ich ihm geben will. Das ist das Wasser von Meriba (Streitwasser), weil die Israeliten mit dem Herrn gestritten haben und er sich als der Heilige erwiesen hat.

August 7, 2019