Mittwoch, 16 Oktober 2019 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 11,42-46.

In jener Zeit sprach Jesus: Weh euch Pharisäern! Ihr gebt den Zehnten von Minze, Gewürzkraut und allem Gemüse, die Gerechtigkeit aber und die Liebe zu Gott vergesst ihr. Man muss das eine tun, ohne das andere zu unterlassen. Weh euch Pharisäern! Ihr wollt in den Synagogen den vordersten Sitz haben und auf den Straßen und Plätzen von allen gegrüßt werden. Weh euch: Ihr seid wie Gräber, die man nicht mehr sieht; die Leute gehen darüber, ohne es zu merken. Darauf erwiderte ihm ein Gesetzeslehrer: Meister, damit beleidigst du auch uns. Er antwortete: Weh auch euch Gesetzeslehrern! Ihr ladet den Menschen Lasten auf, die sie kaum tragen können, selbst aber rührt ihr keinen Finger dafür.

October 15, 2019

Dienstag, 15 Oktober 2019 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 11,37-41.

In jener Zeit lud ein Pharisäer Jesus zum Essen ein. Jesus ging zu ihm und setzte sich zu Tisch. Als der Pharisäer sah, dass er sich vor dem Essen nicht die Hände wusch, war er verwundert. Da sagte der Herr zu ihm: O ihr Pharisäer! Ihr haltet zwar Becher und Teller außen sauber, innen aber seid ihr voll Raubgier und Bosheit. Ihr Unverständigen! Hat nicht der, der das Äußere schuf, auch das Innere geschaffen? Gebt lieber, was in den Schüsseln ist, den Armen, dann ist für euch alles rein.

October 14, 2019

Dienstag, 15 Oktober 2019 : Brief des Apostels Paulus an die Römer 1,16-25.

Brüder! Ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist eine Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt, zuerst den Juden, aber ebenso den Griechen. Denn im Evangelium wird die Gerechtigkeit Gottes offenbart aus Glauben zum Glauben, wie es in der Schrift heißt: Der aus Glauben Gerechte wird leben. Der Zorn Gottes wird vom Himmel herab offenbart wider alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten. Denn was man von Gott erkennen kann, ist ihnen offenbar; Gott hat es ihnen offenbart. Seit Erschaffung der Welt wird seine unsichtbare Wirklichkeit an den Werken der Schöpfung mit der Vernunft wahrgenommen, seine ewige Macht und Gottheit. Daher sind sie unentschuldbar. Denn sie haben Gott erkannt, ihn aber nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt. Sie verfielen in ihrem Denken der Nichtigkeit, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. Sie behaupteten, weise zu sein, und wurden zu Toren. Sie vertauschten die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes mit Bildern, die einen vergänglichen Menschen und fliegende, vierfüßige und kriechende Tiere darstellen. Darum lieferte Gott sie durch die Begierden ihres Herzens der Unreinheit aus, so dass sie ihren Leib durch ihr eigenes Tun entehrten. Sie vertauschten die Wahrheit Gottes mit der Lüge, sie beteten das Geschöpf an und verehrten es anstelle des Schöpfers - gepriesen ist er in Ewigkeit. Amen.

October 14, 2019

Dienstag, 15 Oktober 2019 : Psalm 19(18),2-3.4-5ab.

Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes, vom Werk seiner Hände kündet das Firmament. Ein Tag sagt es dem andern, eine Nacht tut es der andern kund, ohne Worte und ohne Reden, unhörbar bleibt ihre Stimme. Doch ihre Botschaft geht in die ganze Welt hinaus, ihre Kunde bis zu den Enden der Erde. Dort hat er der Sonne ein Zelt gebaut.

October 14, 2019

Dienstag, 15 Oktober 2019 : Kommentar Hl. Rafael Arnáiz Barón

Wenn die Welt, die Gott sucht, wüsste! Wenn die Gelehrten, die Gott in intellektueller Erkenntnis und vergeblichen Diskussionen suchen, wüssten! Wenn die Menschen wüssten, wo Gott zu finden ist! Wie viele Kriege würden verhindert, wie viel Frieden gäbe es auf der Welt, wie viele Seelen würden gerettet werden! Ihr Toren und Narren, die ihr Gott dort sucht, wo er nicht ist. Hört und staunt: Gott ist im Herzen des Menschen, ich weiß es. Aber seht, Gott lebt im Herzen des Menschen, wenn dieses Herz losgelöst lebt von allem, was nicht er ist; wenn dieses Herz erkennt, dass Gott an seine Tür klopft (Offb 3,20) und, indem er alle seine Zimmer kehrt und putzt, sich so darauf vorbereitet, denjenigen zu empfangen, der allein wirklich sättigt. Wie süß ist es, so mit Gott tief im Herzen zu leben! Was für eine großartige Süßigkeit, von Gott erfüllt zu sein […] Wie wenig, oder vielmehr gar nichts kostet es, alles zu tun, was er will, weil wir seinen Willen lieben; und sogar Schmerz und Leid werden zu Frieden, weil wir aus Liebe leiden. Gott allein sättigt die Seele und füllt sie vollständig aus. […] Die Gelehrten mögen kommen und fragen, wo Gott ist: Gott ist dort, wo der Gelehrte mit seiner ganzen stolzen Wissenschaft nicht hinkommt.

October 14, 2019

Montag, 14 Oktober 2019 : Kommentar Hl. Johannes Chrysostomus

Hüten wir uns davor, alle Hoffnung zu verlieren, doch vermeiden wir ebenfalls, zu leicht der Lässigkeit nachzugeben […] Die Verzweiflung verhindert, dass der Gefallene wieder aufsteht, und die Lässigkeit bringt den Stehenden zu Fall […] Wenn die Vermessenheit uns aus der Himmelshöhe herabstößt, schleudert uns die Verzweiflung in den bodenlosen Abgrund des Bösen; dabei würde doch ein wenig Hoffnung genügen, um uns da herauszureißen […] So wurde Ninive gerettet. Dabei hätte das gegen die Einwohner Ninives ausgesprochene Urteil diese in Verzweiflung stürzen können, denn es besagte nicht: „Wenn ihr umkehrt, werdet ihr gerettet“, sondern einfach: „Noch drei Tage, und Ninive ist zerstört“ (vgl. Jona 3,4 LXX). Aber weder die Drohungen des Herrn, noch die Aufforderungen des Propheten, noch die Härte des Urteils […] brachten ihr Vertrauen ins Wanken. Gott will, dass wir aus diesem unbedingten Urteil eine Lehre ziehen, damit wir durch dieses Beispiel sowohl der Verzweiflung als auch der Passivität widerstehen […] Das göttliche Wohlwollen zeigt sich überdies nicht nur in der Vergebung, die den bußfertigen Ninivitern gewährt wird […]: auch der gewährte Aufschub beweist Gottes unbeschreibliche Güte. Glaubt ihr, dass drei Tage ausgereicht hätten, um so viel Missetat auszulöschen? Gottes Güte leuchtet hinter diesen Worten auf. Ist nicht sie die hauptsächliche Urheberin der Rettung der ganzen Stadt? Möge dieses Beispiel uns vor aller Verzweiflung bewahren. Denn der Teufel betrachtet diese Schwäche als seine wirksamste Waffe, und selbst wenn wir sündigen, können wir ihm kein größeres Vergnügen bereiten, als die Hoffnung zu verlieren.

October 13, 2019

Montag, 14 Oktober 2019 : Psalm 98(97),1.2-3ab.3cd-4.

Singet dem Herrn ein neues Lied; denn er hat wunderbare Taten vollbracht! Er hat mit seiner Rechten geholfen und mit seinem heiligen Arm. Der Herr hat sein Heil bekannt gemacht und sein gerechtes Wirken enthüllt vor den Augen der Völker. Er dachte an seine Huld und an seine Treue zum Hause Israel. Alle Enden der Erde sahen das Heil unsres Gottes. Er dachte an seine Huld und an seine Treue zum Hause Israel. Alle Enden der Erde sahen das Heil unsres Gottes. Er dachte an seine Huld und an seine Treue zum Hause Israel. Alle Enden der Erde sahen das Heil unsres Gottes. Jauchzt vor dem Herrn, alle Länder der Erde, freut euch, jubelt und singt!

October 13, 2019

Montag, 14 Oktober 2019 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 11,29-32.

In jener Zeit, als immer mehr Menschen zu Jesus kamen, sagte er: Diese Generation ist böse. Sie fordert ein Zeichen; aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Jona. Denn wie Jona für die Einwohner von Ninive ein Zeichen war, so wird es auch der Menschensohn für diese Generation sein. Die Königin des Südens wird beim Gericht gegen die Männer dieser Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Hier aber ist einer, der mehr ist als Salomo. Die Männer von Ninive werden beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie haben sich nach der Predigt des Jona bekehrt. Hier aber ist einer, der mehr ist als Jona.

October 13, 2019

Montag, 14 Oktober 2019 : Brief des Apostels Paulus an die Römer 1,1-7.

Paulus, Knecht Christi Jesu, berufen zum Apostel, auserwählt, das Evangelium Gottes zu verkündigen, das er durch seine Propheten im voraus verheißen hat in den heiligen Schriften: das Evangelium von seinem Sohn, der dem Fleisch nach geboren ist als Nachkomme Davids, der dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt ist als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten, das Evangelium von Jesus Christus, unserem Herrn. Durch ihn haben wir Gnade und Apostelamt empfangen, um in seinem Namen alle Heiden zum Gehorsam des Glaubens zu führen; zu ihnen gehört auch ihr, die ihr von Jesus Christus berufen seid. An alle in Rom, die von Gott geliebt sind, die berufenen Heiligen: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.

October 13, 2019

Sonntag, 13 Oktober 2019 : Kommentar Hl. Claude de la Colombière

Als ich die Liebe Gottes betrachtete, berührte es mich sehr, die Wohltaten zu sehen, die ich vom ersten Augenblick meines Lebens an bis jetzt von Gott empfangen habe. Was für eine Güte! Was für eine Fürsorge! Was für eine Vorsehung, sowohl für den Körper, als auch für die Seele! Welche Geduld! Welche Süßigkeit! […] Gott hat mich, wie mir scheint, diese Wahrheit durchdringen und klar erkennen lassen: erstens, dass er in allen Kreaturen [am Werk] ist; zweitens, dass er alles bewirkt, was an Gutem in ihnen vorhanden ist; drittens, dass er uns all das Gute tut, das wir von diesen empfangen. Und es schien mir, als sähe ich diesen König der Herrlichkeit und Majestät damit beschäftigt, uns zu wärmen in unseren Kleidern, uns zu erfrischen in der Luft, uns zu ernähren in dem Fleisch [das wir essen], uns zu erfreuen in den Klängen und den angenehmen Dingen, in mir alle zum Leben und Handeln notwendigen Bewegungen hervorzurufen. Was für ein Wunder! Wer bin ich, o mein Gott, dass du mich so bedienst, zu jeder Zeit, mit solcher Hingabe und in allen Dingen mit solcher Fürsorge und Liebe! Er handelt in allen anderen Geschöpfen ebenso; doch das alles tut er für mich, wie ein eifriger und aufmerksamer Verwalter, der allerorts im Königreich für seinen König arbeiten lässt. Und was noch bewundernswerter ist: Gott tut dies für alle Menschen, obwohl fast niemand daran denkt, außer irgendeiner auserwählten Seele, einer heiligen Seele. Also ist es notwendig, dass zumindest ich daran denke und dafür dankbar bin. Ich stelle mir vor, dass Gott, da seine Herrlichkeit das letzte Ziel aller seiner Taten ist, alle diese Dinge hauptsächlich aus Liebe zu denen tut, die daran denken und darin seine Güte bewundern, die ihm dafür dankbar sind, die darin die Gelegenheit ergreifen, ihn zu lieben. Die anderen empfangen die gleichen Wohltaten. aber wie durch Zufall und Glück […] Gott schenkt uns ununterbrochen das Sein, das Leben, die Abläufe alles dessen, was es an Geschöpflichem im All gibt. Das ist seine Beschäftigung in der Natur. Unsere hingegen soll es sein, ohne Unterlass zu empfangen, was er uns von allen Seiten schickt, und es ihm voller Dankbarkeit zurückzugeben, indem wir ihn loben und ihm dankbar sind dafür, dass er der Urheber aller Dinge ist. Ich habe Gott versprochen, das zu tun, so sehr ich vermag.

October 12, 2019