Sonntag, 9 Februar 2020 : Buch Jesaja 58,7-10.

So spricht der Herr: Teile an die Hungrigen dein Brot aus, nimm die obdachlosen Armen ins Haus auf, wenn du einen Nackten siehst, bekleide ihn und entziehe dich nicht deinen Verwandten. Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte und deine Wunden werden schnell vernarben. Deine Gerechtigkeit geht dir voran, die Herrlichkeit des Herrn folgt dir nach. Wenn du dann rufst, wird der Herr dir Antwort geben, und wenn du um Hilfe schreist, wird er sagen: Hier bin ich. Wenn du der Unterdrückung bei dir ein Ende machst, auf keinen mit dem Finger zeigst und niemand verleumdest, Wenn du dann rufst, wird der Herr dir Antwort geben, und wenn du um Hilfe schreist, wird er sagen: Hier bin ich. dem Hungrigen dein Brot reichst und den Darbenden satt machst, dann geht im Dunkel dein Licht auf und deine Finsternis wird hell wie der Mittag.

February 8, 2020

Sonntag, 9 Februar 2020 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 5,13-16.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten. Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

February 8, 2020

Sonntag, 9 Februar 2020 : Psalm 112(111),4-5.6-7.8-9.

Den Redlichen erstrahlt im Finstern ein Licht: der Gnädige, Barmherzige und Gerechte. Wohl dem Mann, der gütig und zum Helfen bereit ist, der das Seine ordnet, wie es recht ist. Niemals gerät er ins Wanken; ewig denkt man an den Gerechten. Er fürchtet sich nicht vor Verleumdung; sein Herz ist fest, er vertraut auf den Herrn. Sein Herz ist getrost, er fürchtet sich nie; denn bald wird er herabschauen auf seine Bedränger. Sein Herz ist getrost, er fürchtet sich nie; Reichlich gibt er den Armen, sein Heil hat Bestand für immer; er ist mächtig und hoch geehrt.

February 8, 2020

Sonntag, 9 Februar 2020 : Kommentar Hesychius

Das Salz verleiht dem Brot und allen Lebensmitteln Geschmack, verhindert das Faulen bestimmter Fleischsorten und konserviert es lange. Bedenke, dass für den wachsamen Verstand das Gleiche gilt. Denn er erfüllt den inneren wie den äußeren Menschen mit göttlichem Geschmack, er vertreibt den üblen Geruch schlechter Gedanken und gibt uns die Möglichkeit, im Guten zu verharren. Aus der Einbildungskraft entstehen vielerlei Gedanken und aus diesen die schlechte Tat. Wer aber mit Jesus den ersten schlechten Gedanken im Keim erstickt, entgeht den folgenden und wird mit süßer göttlicher Erkenntnis bereichert, durch die er zu Gott findet, der überall gegenwärtig ist. Indem er den Spiegel des Verstandes vor Gott hält, ist er ständig erleuchtet wie reiner Kristall und ungetrübter Sonnenschein. Dann, am höchsten Gipfel seiner Sehnsüchte angekommen, zieht sich der Verstand von jeglicher Betrachtung zurück und ruht in ihm. […] Es ist unmöglich, dass die Augen eines Menschen, der in die Sonne schaut, nicht vom Licht durchflutet werden. So wird einer, der sich immer in sein Herz vertieft, notwendigerweise erleuchtet. […] Wenn die Wolken sich auflösen, erscheint die Luft rein. Ebenso lösen sich unter Jesus Christus, der Sonne der Gerechtigkeit, die Trugbilder der Leidenschaften auf, und im Herzen werden ständig lichtvolle Gedanken geboren wie Sterne. Weil Jesus den Raum des Herzens erhellt.

February 8, 2020

Samstag, 8 Februar 2020 : Psalm 119(118),9-10.11-12.13-14.

Wie geht ein junger Mann seinen Pfad ohne Tadel? Wenn er sich hält an dein Wort. Ich suche dich von ganzem Herzen. Lass mich nicht abirren von deinen Geboten! Ich berge deinen Spruch im Herzen, damit ich gegen dich nicht sündige. Gepriesen seist du, Herr. Lehre mich deine Gesetze! Mit meinen Lippen verkünde ich alle Urteile deines Mundes. Nach deinen Vorschriften zu leben freut mich mehr als großer Besitz.

February 7, 2020

Samstag, 8 Februar 2020 : Kommentar Hl. Antonius von Padua

Wenn du zu mir kommen und mich finden willst, dann folge mir und suche mich in der Abgeschiedenheit. Markus sagt nämlich: „Kommt mit an einen einsamen Ort, und ruht ein wenig aus!“ Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen, so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen (vgl. Mk 6,31). Ach, die Leidenschaften des Fleisches, der Tumult der Gedanken, die in unserem Herzen kommen und gehen, ist derart, dass wir keine Zeit haben, die ewig süße Speise zu verkosten, auf den Geschmack der inneren Betrachtung zu kommen. Deshalb sagt unser Meister: „Kommt mit“, weg vom lärmenden Gedränge; „an einen einsamen Ort“, in die Einsamkeit des Geistes und des Herzens, „und ruht ein wenig aus“. Wirklich nur ein ganz klein wenig, denn so spricht er in der Offenbarung: „Es trat im Himmel Stille ein, etwa eine halbe Stunde lang“ (vgl. Offb 8,1); und im Psalm: „Wer wird mir Flügel geben wie die einer Taube, und ich würde fortfliegen und ausruhen?“ (vgl. Ps 54(55),7 LXX). Hören wir aber, was der Prophet Hosea sagt: „Ich will sie locken“, sagt er, „und sie in die Wüste führen, und ihr zu Herzen reden“ (vgl. Hos 2,14 Vulg.). Die drei Ausdrücke: locken, in die Wüste führen, zu Herzen reden, stehen für die drei Etappen des geistlichen Lebens: den Anfang, den Fortschritt, die Vollendung. Der Herr lockt den Anfänger, indem er ihn durch seine Gnade erleuchtet, damit er wachse und von Tugend zu Tugend fortschreite. Dann führt er ihn weg vom Getöse der Laster und dem Gewirr der Gedanken in die Ruhe des Geistes. Endlich zur Vollkommenheit gebracht, spricht er zu seinem Herzen. Die Seele erfährt dann die Süße der göttlichen Inspiration und kann sich ganz der Freude des Geistes hingeben. Was für eine Tiefe der Hingabe, des Staunens und des Glücks in seinem Herzen! Durch die Hingabe erhebt er sich über sich selbst; durch das Staunen wird er über sich hinausgeführt; durch das Glück wird er seiner selbst enthoben.

February 7, 2020

Samstag, 8 Februar 2020 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 6,30-34.

In jener Zeit versammelten sich die Apostel, die Jesus ausgesandt hatte, wieder bei ihm und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten. Da sagte er zu ihnen: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus. Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen, so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen. Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein. Aber man sah sie abfahren, und viele erfuhren davon; sie liefen zu Fuß aus allen Städten dorthin und kamen noch vor ihnen an. Als er ausstieg und die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange.

February 7, 2020

Samstag, 8 Februar 2020 : Erstes Buch der Könige 3,4-13.

In jenen Tagen ging der König Salomo nach Gibeon, um dort zu opfern; denn hier war die angesehenste Kulthöhe. Tausend Brandopfer legte Salomo auf ihren Altar. In Gibeon erschien der Herr dem Salomo nachts im Traum und forderte ihn auf: Sprich eine Bitte aus, die ich dir gewähren soll. Salomo antwortete: Du hast deinem Knecht David, meinem Vater, große Huld erwiesen; denn er lebte vor dir in Treue, in Gerechtigkeit und mit aufrichtigem Herzen. Du hast ihm diese große Huld bewahrt und ihm einen Sohn geschenkt, der heute auf seinem Thron sitzt. So hast du jetzt, Herr, mein Gott, deinen Knecht anstelle meines Vaters David zum König gemacht. Doch ich bin noch sehr jung und weiß nicht, wie ich mich als König verhalten soll. Dein Knecht steht aber mitten in deinem Volk, das du erwählt hast: einem großen Volk, das man wegen seiner Menge nicht zählen und nicht schätzen kann. Verleih daher deinem Knecht ein hörendes Herz, damit er dein Volk zu regieren und das Gute vom Bösen zu unterscheiden versteht. Wer könnte sonst dieses mächtige Volk regieren? Es gefiel dem Herrn, dass Salomo diese Bitte aussprach. Daher antwortete ihm Gott: Weil du gerade diese Bitte ausgesprochen hast und nicht um langes Leben, Reichtum oder um den Tod deiner Feinde, sondern um Einsicht gebeten hast, um auf das Recht zu hören, werde ich deine Bitte erfüllen. Sieh, ich gebe dir ein so weises und verständiges Herz, dass keiner vor dir war und keiner nach dir kommen wird, der dir gleicht. Aber auch das, was du nicht erbeten hast, will ich dir geben: Reichtum und Ehre, so dass zu deinen Lebzeiten keiner unter den Königen dir gleicht.

February 7, 2020

Freitag, 7 Februar 2020 : Psalm 18(17),31.47.48-49.50-51.

Vollkommen ist Gottes Weg, das Wort des Herrn ist im Feuer geläutert. Ein Schild ist er für alle, die sich bei ihm bergen. Es lebt der Herr! Mein Fels sei gepriesen. Der Gott meines Heils sei hoch erhoben. Denn Gott verschaffte mir Vergeltung und unterwarf mir die Völker. Du hast mich von meinen Feinden befreit, mich über meine Gegner erhoben, dem Mann der Gewalt mich entrissen. Darum will ich dir danken, Herr, vor den Völkern, ich will deinem Namen singen und spielen. Seinem König verlieh er große Hilfe, Huld erwies er seinem Gesalbten, David und seinem Stamm auf ewig.

February 6, 2020

Freitag, 7 Februar 2020 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 6,14-29.

In jener Zeit hörte der König Herodes von Jesus; denn sein Name war bekannt geworden, und man sagte: Johannes der Täufer ist von den Toten auferstanden; deshalb wirken solche Kräfte in ihm. Andere sagten: Er ist Elija. Wieder andere: Er ist ein Prophet, wie einer von den alten Propheten. Als aber Herodes von ihm hörte, sagte er: Johannes, den ich enthaupten ließ, ist auferstanden. Herodes hatte nämlich Johannes festnehmen und ins Gefängnis werfen lassen. Schuld daran war Herodias, die Frau seines Bruders Philippus, die er geheiratet hatte. Denn Johannes hatte zu Herodes gesagt: Du hattest nicht das Recht, die Frau deines Bruders zur Frau zu nehmen. Herodias verzieh ihm das nicht und wollte ihn töten lassen. Sie konnte ihren Plan aber nicht durchsetzen, denn Herodes fürchtete sich vor Johannes, weil er wusste, dass dieser ein gerechter und heiliger Mann war. Darum schützte er ihn. Sooft er mit ihm sprach, wurde er unruhig und ratlos, und doch hörte er ihm gern zu. Eines Tages ergab sich für Herodias eine günstige Gelegenheit. An seinem Geburtstag lud Herodes seine Hofbeamten und Offiziere zusammen mit den vornehmsten Bürgern von Galiläa zu einem Festmahl ein. Da kam die Tochter der Herodias und tanzte, und sie gefiel dem Herodes und seinen Gästen so sehr, dass der König zu ihr sagte: Wünsch dir, was du willst; ich werde es dir geben. Er schwor ihr sogar: Was du auch von mir verlangst, ich will es dir geben, und wenn es die Hälfte meines Reiches wäre. Sie ging hinaus und fragte ihre Mutter: Was soll ich mir wünschen? Herodias antwortete: Den Kopf des Täufers Johannes. Da lief das Mädchen zum König hinein und sagte: Ich will, dass du mir sofort auf einer Schale den Kopf des Täufers Johannes bringen lässt. Da wurde der König sehr traurig, aber weil er vor allen Gästen einen Schwur geleistet hatte, wollte er ihren Wunsch nicht ablehnen. Deshalb befahl er einem Scharfrichter, sofort ins Gefängnis zu gehen und den Kopf des Täufers herzubringen. Der Scharfrichter ging und enthauptete Johannes. Dann brachte er den Kopf auf einer Schale, gab ihn dem Mädchen, und das Mädchen gab ihn seiner Mutter. Als die Jünger des Johannes das hörten, kamen sie, holten seinen Leichnam und legten ihn in ein Grab.

February 6, 2020