Samstag, 16 Mai 2020 : Psalm 100(99),2.3.4.5.

Dient dem Herrn mit Freude! Kommt vor sein Antlitz mit Jubel! Erkennt: Der Herr allein ist Gott. Er hat uns geschaffen, wir sind sein Eigentum, sein Volk und die Herde seiner Weide. Tretet mit Dank durch seine Tore ein! Kommt mit Lobgesang in die Vorhöfe seines Tempels! Dankt ihm, preist seinen Namen! Denn der Herr ist gütig, ewig währt seine Huld, von Geschlecht zu Geschlecht seine Treue.

May 15, 2020

Samstag, 16 Mai 2020 : Kommentar Hl. Cyprian

„Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und aus ihrer Gemeinschaft ausschließen, wenn sie euch beschimpfen und euch in Verruf bringen um des Menschensohnes willen. Freut euch und jauchzt an jenem Tag; euer Lohn im Himmel wird groß sein“ (Lk 6,22–23). Der Herr wollte, dass wir uns freuen, dass wir jubeln vor Freude, wenn wir verfolgt werden, denn wenn Verfolgungen kommen, dann werden die „Kränze des Lebens“ (vgl. Jak 1,12) verteilt, dann bewähren sich die Soldaten Christi, dann öffnen sich die Himmel für seine Zeugen. Wir haben uns nicht in das Heer Gottes eingeschrieben, um nur an die Ruhe zu denken, um den Dienst zu verweigern und uns davor zu drücken, wenn der Herr selbst, der Meister der Demut, der Geduld und des Leidens, den gleichen Dienst vor uns geleistet hat. Was er gelehrt hat, hat er zuerst getan, und wenn er uns drängt, standhaft zu bleiben, dann deshalb, weil er selbst vor uns und für uns gelitten hat. […] Um an den Wettkämpfen im Stadion teilzunehmen, üben die Athleten, trainieren sie und fühlen sich sehr geehrt, wenn sie vor den Augen der Menge und des Kaisers das Glück haben, den Siegespreis zu erhalten. Hier jedoch ist eine Prüfung, die in anderer Weise edel und großartig ist, bei der Gott uns beim Kampf zusieht, uns, seinen Kindern, und bei der er selbst uns eine himmlische Krone verleiht (vgl. 1 Kor 9,25). […] Während wir den Kampf des Glaubens unterstützen, schaut Gott auf uns, seine Engel schauen auch auf uns und Christus schaut auf uns: Welche Ehre für uns! […] Wappnen wir uns deshalb, liebe Brüder, mit all unserer Kraft; bereiten wir uns mit einer beständigen Seele, mit ganzem Glauben und opferbereitem Mut vor.

May 15, 2020

Samstag, 16 Mai 2020 : Apostelgeschichte 16,1-10.

In jenen Tagen kam Paulus auch nach Derbe und nach Lystra. Dort war ein Jünger namens Timotheus, der Sohn einer gläubig gewordenen Jüdin und eines Griechen. Er war Paulus von den Brüdern in Lystra und Ikonion empfohlen worden. Paulus wollte ihn als Begleiter mitnehmen und ließ ihn mit Rücksicht auf die Juden, die in jenen Gegenden wohnten, beschneiden; denn alle wussten, dass sein Vater ein Grieche war. Als sie nun durch die Städte zogen, überbrachten sie ihnen die von den Aposteln und den Ältesten in Jerusalem gefassten Beschlüsse und trugen ihnen auf, sich daran zu halten. So wurden die Gemeinden im Glauben gestärkt und wuchsen von Tag zu Tag. Weil ihnen aber vom Heiligen Geist verwehrt wurde, das Wort in der Provinz Asien zu verkünden, reisten sie durch Phrygien und das galatische Land. Sie zogen an Mysien entlang und versuchten, Bithynien zu erreichen; doch auch das erlaubte ihnen der Geist Jesu nicht. So durchwanderten sie Mysien und kamen nach Troas hinab. Dort hatte Paulus in der Nacht eine Vision. Ein Mazedonier stand da und bat ihn: Komm herüber nach Mazedonien, und hilf uns! Auf diese Vision hin wollten wir sofort nach Mazedonien abfahren; denn wir waren überzeugt, dass uns Gott dazu berufen hatte, dort das Evangelium zu verkünden.

May 15, 2020

Samstag, 16 Mai 2020 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 15,18-21.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat. Wenn ihr von der Welt stammen würdet, würde die Welt euch als ihr Eigentum lieben. Aber weil ihr nicht von der Welt stammt, sondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt. Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie an meinem Wort festgehalten haben, werden sie auch an eurem Wort festhalten. Das alles werden sie euch um meines Namens willen antun; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat.

May 15, 2020

Freitag, 15 Mai 2020 : Psalm 57(56),8-9.10-11.

Mein Herz ist bereit, o Gott, mein Herz ist bereit, ich will dir singen und spielen. Wach auf, meine Seele! Wacht auf, Harfe und Saitenspiel! Ich will das Morgenrot wecken. Ich will dich vor den Völkern preisen, Herr, dir vor den Nationen lobsingen. Denn deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, deine Treue, so weit die Wolken ziehn.

May 14, 2020

Freitag, 15 Mai 2020 : Apostelgeschichte 15,22-31.

In jenen Tagen beschlossen die Apostel und die Ältesten zusammen mit der ganzen Gemeinde, Männer aus ihrer Mitte auszuwählen und sie zusammen mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu senden, nämlich Judas, genannt Barsabbas, und Silas, führende Männer unter den Brüdern. Sie gaben ihnen folgendes Schreiben mit: Die Apostel und die Ältesten, eure Brüder, grüßen die Brüder aus dem Heidentum in Antiochia, in Syrien und Zilizien. Wir haben gehört, dass einige von uns, denen wir keinen Auftrag erteilt haben, euch mit ihren Reden beunruhigt und eure Gemüter erregt haben. Deshalb haben wir uns geeinigt und beschlossen, Männer auszuwählen und zusammen mit unseren lieben Brüdern Barnabas und Paulus zu euch zu schicken, die beide für den Namen Jesu Christi, unseres Herrn, ihr Leben eingesetzt haben. Wir haben Judas und Silas abgesandt, die euch das Gleiche auch mündlich mitteilen sollen. Denn der Heilige Geist und wir haben beschlossen, euch keine weitere Last aufzuerlegen als diese notwendigen Dinge: Götzenopferfleisch, Blut, Ersticktes und Unzucht zu meiden. Wenn ihr euch davor hütet, handelt ihr richtig. Lebt wohl! Man verabschiedete die Abgesandten, und sie zogen hinab nach Antiochia, riefen die Gemeinde zusammen und übergaben ihr den Brief. Die Brüder lasen ihn und freuten sich über die Ermunterung.

May 14, 2020

Freitag, 15 Mai 2020 : Kommentar Hl. Maximus der Bekenner

Das Gesetz der Gnade lehrt diejenigen, die sie führt, auf direkte Weise, Gott selbst nachzuahmen; Gott, der uns so geliebt hat – mehr als sich selbst, wenn man so sagen darf (weil wir doch wegen der Sünde seine Feinde waren), – dass er, ohne sich zu verändern, in unser Sein eintrat. Er, der über allen Wesen steht, wurde Mensch, wollte wie ein Mensch sein und schreckte nicht davor zurück, unsere Verdammung auf sich zu nehmen. Und so wie er selbst durch Selbstbescheidung Mensch wurde, so hat er uns durch Gnade vergöttlicht, damit wir nicht nur lernen, auf natürliche Weise einander zugetan zu sein und den anderen geistig zu lieben wie uns selbst, sondern auch auf göttliche Weise für einander Sorge zu tragen, mehr als für uns selber, und unsere Liebe einander dadurch zu beweisen, dass wir uns, kraft der Tugend, hochherzig dazu entschließen, freiwillig füreinander zu sterben. Denn Christus sagt, dass es keine größere Liebe gibt, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt (Joh 15,13). Das Gesetz der Gnade, das höher angesiedelt ist als die Natur, führt zur Gottähnlichkeit, indem es die Natur beharrlich umwandelt und der menschlichen Natur bildhaft das Modell vor Augen stellt, das sein Wesen und die Natur übersteigt und ihm den beständigen Zustand eines in Ewigkeit seligen Seins anbietet. Den Nächsten als seinesgleichen zu sehen, bedeutet, Sorge zu tragen für sein derzeitiges Leben: für sein natürliches Leben. Den Nächsten zu lieben wie sich selbst, bedeutet aus der Tugend heraus für das Leben des Nächsten besorgter zu sein als für das eigene: das ist tatsächlich das Eigentümliche des Gesetzes der Gnade.

May 14, 2020

Freitag, 15 Mai 2020 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 15,12-17.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe. Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage. Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe. Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet. Dies trage ich euch auf: Liebt einander!

May 14, 2020

Donnerstag, 14 Mai 2020 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 15,9-11.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird.

May 13, 2020

Donnerstag, 14 Mai 2020 : Apostelgeschichte 15,7-21.

In jenen Tagen als ein heftiger Streit entstand, erhob sich Petrus und sagte zu ihnen: Brüder, wie ihr wisst, hat Gott schon längst hier bei euch die Entscheidung getroffen, dass die Heiden durch meinen Mund das Wort des Evangeliums hören und zum Glauben gelangen sollen. Und Gott, der die Herzen kennt, bestätigte dies, indem er ihnen ebenso wie uns den Heiligen Geist gab. Er machte keinerlei Unterschied zwischen uns und ihnen; denn er hat ihre Herzen durch den Glauben gereinigt. Warum stellt ihr also jetzt Gott auf die Probe und legt den Jüngern ein Joch auf den Nacken, das weder unsere Väter noch wir tragen konnten? Wir glauben im Gegenteil, durch die Gnade Jesu, des Herrn, gerettet zu werden, auf die gleiche Weise wie jene. Da schwieg die ganze Versammlung. Und sie hörten Barnabas und Paulus zu, wie sie erzählten, welch große Zeichen und Wunder Gott durch sie unter den Heiden getan hatte. Als sie geendet hatten, nahm Jakobus das Wort und sagte: Brüder, hört mich an! Simon hat berichtet, dass Gott selbst zuerst eingegriffen hat, um aus den Heiden ein Volk für seinen Namen zu gewinnen. Damit stimmen die Worte der Propheten überein, die geschrieben haben: Danach werde ich mich umwenden und die zerfallene Hütte Davids wieder aufrichten; ich werde sie aus ihren Trümmern wieder aufrichten und werde sie wiederherstellen, damit die übrigen Menschen den Herrn suchen, auch alle Völker, über denen mein Name ausgerufen ist - spricht der Herr, der das ausführt, was ihm seit Ewigkeit bekannt ist. Darum halte ich es für richtig, den Heiden, die sich zu Gott bekehren, keine Lasten aufzubürden; man weise sie nur an, Verunreinigung durch Götzenopferfleisch und Unzucht zu meiden und weder Ersticktes noch Blut zu essen. Denn Mose hat seit ältesten Zeiten in jeder Stadt seine Verkündiger, da er in den Synagogen an jedem Sabbat verlesen wird.

May 13, 2020