Samstag, 25 Juli 2020 : Kommentar Hl. Basilius

„Was soll ich dem Herrn vergelten?“ (Ps 115,3 LXX). Weder Opfer noch Brandopfer, noch die Befolgung des vorgeschriebenen Kultes, sondern mein Leben selbst, ganz und gar. Deshalb sagt der Psalmist „Ich werde den Kelch des Heils erheben“ (Ps 115,4 LXX). Als seinen Kelch bezeichnet der Psalmist die Mühsale, die er in den Kämpfen seiner kindlichen Hingabe an Gott ertrug, und die Beharrlichkeit, mit der er der Sünde Widerstand leistete bis in den Tod. Von diesem Kelch spricht der Herr selbst in den Evangelien: „Mein Vater, wenn es möglich ist, gehe dieser Kelch an mir vorüber“ (Mt 26,39). Und zu den Jüngern sagt er: „Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde?“ Damit meinte er den Tod, den er für das Heil der Welt erleiden wollte. Deshalb sagt er: „Ich werde den Kelch des Heils erheben“, d. h. ich bin mit meinem ganzen Sein danach ausgestreckt, dürstend nach der Vollendung des Martyriums, dass ich sogar die Qualen, die ich in den Kämpfen meiner Sohnesliebe erduldete, für eine Erholung der Seele und des Leibes halte und nicht für Leiden. Ich selbst, sagt er, biete mich dem Herrn als Opfer und Opfergabe dar […]. Und ich bin bereit, diese Verheißungen vor dem ganzen Volk zu bezeugen, denn „ich werde dem Herrn meine Gelübde erfüllen vor all seinem Volk!“ (Ps 115,9 LXX).

July 24, 2020

Samstag, 25 Juli 2020 : Zweiter Brief des Apostels Paulus an die Korinther 4,7-15.

Brüder! Den Schatz der Erkenntnis des göttlichen Glanzes auf dem Antlitz Christi tragen wir Apostel in zerbrechlichen Gefäßen; so wird deutlich, dass das Übermaß der Kraft von Gott und nicht von uns kommt. Von allen Seiten werden wir in die Enge getrieben und finden doch noch Raum; wir wissen weder aus noch ein und verzweifeln dennoch nicht; wir werden gehetzt und sind doch nicht verlassen; wir werden niedergestreckt und doch nicht vernichtet. Wohin wir auch kommen, immer tragen wir das Todesleiden Jesu an unserem Leib, damit auch das Leben Jesu an unserem Leib sichtbar wird. Denn immer werden wir, obgleich wir leben, um Jesu willen dem Tod ausgeliefert, damit auch das Leben Jesu an unserem sterblichen Fleisch offenbar wird. So erweist an uns der Tod, an euch aber das Leben seine Macht. Doch haben wir den gleichen Geist des Glaubens, von dem es in der Schrift heißt: Ich habe geglaubt, darum habe ich geredet. Auch wir glauben, und darum reden wir. Denn wir wissen, dass der, welcher Jesus, den Herrn, auferweckt hat, auch uns mit Jesus auferwecken und uns zusammen mit euch vor sein Angesicht stellen wird. Alles tun wir euretwegen, damit immer mehr Menschen aufgrund der überreich gewordenen Gnade den Dank vervielfachen, Gott zur Ehre.

July 24, 2020

Samstag, 25 Juli 2020 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 20,20-28.

In jener Zeit kam die Frau des Zebedäus mit ihren Söhnen zu Jesus und fiel vor ihm nieder, weil sie ihn um etwas bitten wollte. Er fragte sie: Was willst du? Sie antwortete: Versprich, dass meine beiden Söhne in deinem Reich rechts und links neben dir sitzen dürfen. Jesus erwiderte: Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde? Sie sagten zu ihm: Wir können es. Da antwortete er ihnen: Ihr werdet meinen Kelch trinken; doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die mein Vater diese Plätze bestimmt hat. Als die zehn anderen Jünger das hörten, wurden sie sehr ärgerlich über die beiden Brüder. Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen. Bei euch soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll euer Sklave sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.

July 24, 2020

Samstag, 25 Juli 2020 : Psalm 126(125),1-2ab.2cd-3.4-5.6.

Als der Herr das Los der Gefangenschaft Zions wendete, da waren wir alle wie Träumende. Da war unser Mund voll Lachen und unsere Zunge voll Jubel. Da sagte man unter den andern Völkern: „Der Herr hat an ihnen Großes getan.“ Da war unser Mund voll Lachen und unsere Zunge voll Jubel. Da sagte man unter den andern Völkern: „Der Herr hat an ihnen Großes getan.“ Da war unser Mund voll Lachen und unsere Zunge voll Jubel. Da sagte man unter den andern Völkern: „Der Herr hat an ihnen Großes getan.“ Ja, Großes hat der Herr an uns getan. Da waren wir fröhlich. Wende doch, Herr, unser Geschick, wie du versiegte Bäche wieder füllst im Südland. Die mit Tränen säen, werden mit Jubel ernten. Sie gehen hin unter Tränen und tragen den Samen zur Aussaat. Sie kommen wieder mit Jubel und bringen ihre Garben ein.

July 24, 2020

Freitag, 24 Juli 2020 : Kommentar Hl. Johannes Paul II.

Wenn Europa sich selbst treu bleiben will, muss es alle lebendigen Kräfte dieses Kontinentes vereinen, indem es den eigentümlichen Charakter jeder Region berücksichtigt, aber auch in seinen Wurzeln einen gemeinsamen Geist findet. Die Mitgliedsstaaten Ihres Rates sind sich bewusst, dass sie nicht das ganze Europa darstellen; durch den Ausdruck meines innigen Wunsches, die begonnene Zusammenarbeit mit den anderen Völkern, insbesondere derjenigen Mittel- und Osteuropas, vertieft zu sehen, habe ich das Empfinden dem Wunsche vieler Millionen Männer und Frauen entgegenzukommen, die auf ein den Möglichkeiten dieses Kontinentes angemessenes Leben in Einheit und Solidarität hoffen. Über Jahrhunderte hinweg hat Europa eine beträchtliche Rolle in den anderen Teilen der Welt gespielt. Man muss jedoch einräumen, dass es bei seiner Begegnung mit anderen Kulturen sich nicht immer von seiner besten Seite gezeigt hat, niemand kann jedoch bestreiten, dass es auf eine glückliche Art und Weise viele seiner langsam herangereiften Werte mit den anderen geteilt hat. Seine Söhne haben bei der Verbreitung der christlichen Botschaft eine wesentliche Rolle gespielt. Wenn Europa heute eine Rolle zu spielen gedenkt, muss es in Einheit sein Unternehmen klar auf den menschlichsten und großzügigsten Teil seines Erbes begründen. […] Indern ich heute vor die erste in der Welt bestehende internationale parlamentarische Versammlung komme, bin ich mir bewusst, dass ich mich an berufene Volksvertreter wende, die in der Treue zu ihren Lebensquellen sich zusammenschließen wollten, um ihre Einheit zu festigen und sich den anderen Völkern aller Kontinente in der Achtung der menschlichen Wahrheit zu erschließen. ich kann bezeugen, dass die Christen bereit sind, bei den Aufgaben Ihrer Institutionen aktiv mitzuarbeiten. Ich wünsche diesem Ihrem Rat eine fruchtbare Arbeit, um die Seele Europas stets lebendiger und weitherziger zu gestalten.

July 23, 2020

Freitag, 24 Juli 2020 : Buch Jeremia 3,14-17.

Kehrt um, ihr abtrünnigen Söhne - Spruch des Herrn; denn ich bin euer Gebieter. Ich hole euch, einen aus jeder Stadt und zwei aus jeder Sippe, und bringe euch nach Zion. Ich gebe euch Hirten nach meinem Herzen; mit Einsicht und Klugheit werden sie euch weiden. In jenen Tagen, wenn ihr euch im Land vermehrt und fruchtbar seid - Spruch des Herrn -, wird man nicht mehr rufen: Die Bundeslade des Herrn! Sie wird niemand in den Sinn kommen; man denkt nicht mehr an sie, vermisst sie nicht und stellt auch keine neue her. In jener Zeit wird man Jerusalem «Thron des Herrn» nennen; dort, beim Namen des Herrn in Jerusalem, werden sich alle Völker versammeln, und sie werden nicht mehr dem Trieb ihres bösen Herzens folgen.

July 23, 2020

Freitag, 24 Juli 2020 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 13,18-23.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Hört, was das Gleichnis vom Sämann bedeutet. Immer wenn ein Mensch das Wort vom Reich hört und es nicht versteht, kommt der Böse und nimmt alles weg, was diesem Menschen ins Herz gesät wurde; hier ist der Samen auf den Weg gefallen. Auf felsigen Boden ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort hört und sofort freudig aufnimmt, aber keine Wurzeln hat, sondern unbeständig ist; sobald er um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt wird, kommt er zu Fall. In die Dornen ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort zwar hört, aber dann ersticken es die Sorgen dieser Welt und der trügerische Reichtum, und es bringt keine Frucht. Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät, der das Wort hört und es auch versteht; er bringt dann Frucht, hundertfach oder sechzigfach oder dreißigfach.

July 23, 2020

Freitag, 24 Juli 2020 : Buch Jeremia 31,10.11-12ab.13.

Hört, ihr Völker, das Wort des Herrn, verkündet es auf den fernsten Inseln und sagt: Er, der Israel zerstreut hat, wird es auch sammeln und hüten wie ein Hirt seine Herde. Denn der Herr wird Jakob erlösen und ihn befreien aus der Hand des Stärkeren. Sie kommen und jubeln auf Zions Höhe, sie strahlen vor Freude über die Gaben des Herrn, über Korn, Wein und Öl, über Lämmer und Rinder. Sie werden wie ein bewässerter Garten sein und nie mehr verschmachten. Dann freut sich das Mädchen beim Reigentanz, Jung und Alt sind fröhlich. Ich verwandle ihre Trauer in Jubel, tröste und erfreue sie nach ihrem Kummer.

July 23, 2020

Donnerstag, 23 Juli 2020 : Kommentar Sel. Columba Marmion

Dieses also ist das Wesen der Vollkommenheit, dass wir immer und überall dem himmlischen Vater zu gefallen suchen, damit er dadurch verherrlicht werde, damit sein Reich in uns gefestigt und sein Wille in uns erfüllt werde. […] Das Ergebnis solch innerer Gesinnung ist, dass wir „an jeglichen guten Werken Frucht bringen“, wie Paulus sagt (Kol 1,10). Hat nicht der liebe Heiland selbst eine solche Vollkommenheit als Verherrlichung Gottes bezeichnet: „Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viele Frucht bringt“ (Joh 15,8)? Wo aber sollen wir die Kraft schöpfen, die all unsere Handlungen befruchten und uns fähig machen soll, dem Vater jene reiche Ernte zu bringen, durch die wir ihn verherrlichen? Diese geheimnisvolle Kraft ist die Gnade, die uns nur durch Christus zuteilwird. Nur wenn wir mit ihm vereint bleiben, können wir göttliche Fruchtbarkeit erlangen: „Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viele Frucht“ (Joh 15,5). Wenn wir „ohne ihn nichts tun können“, was Gottes würdig wäre, so bringen wir mit ihm und in ihm viele Frucht; denn er ist der Weinstock, und wir sind die Reben (Joh 15,5). Da könnte man nun fragen: Ja, wie bleiben wir denn in ihm? Zunächst durch den Glauben. Paulus sagt, dass „Christus durch den Glauben in unserm Herzen wohne“ (Eph 3,17). – Sodann durch die Liebe: „Bleibet in meiner Liebe“ (Joh 15,9), in der Liebe, die im Verein mit der Gnade uns ganz und gar dem Dienste Christi und der Erfüllung seiner heiligen Gebote anheimgibt. […] Wir müssen uns also eifrigst bestreben, in allem mit Christo vereinigt zu bleiben, ihn als unser Vorbild ständig vor Augen zu haben und gleich ihm alles aus Liebe zu tun: „Ich liebe den Vater“ (Joh 14,30) – „ich tue immer, was dem Vater wohlgefällig ist“ (Joh 8,29). Dies ist das Geheimnis der Vollkommenheit, dies das unfehlbare Mittel, auch auf uns jenes Wohlgefallen herabzuziehen, das der Vater „an seinem eingeborenen Sohne hat“ (Mt 3,17).

July 22, 2020

Donnerstag, 23 Juli 2020 : Brief des Paulus an die Galater 2,19-20.

Brüder! Ich bin durch das Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich für Gott lebe. Ich bin mit Christus gekreuzigt worden; nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. Soweit ich aber jetzt noch in dieser Welt lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat.

July 22, 2020