Dienstag, 18 Mai 2021 : Psalm 68(67),10-11.20-21.

Gott, du ließest Regen strömen in Fülle und erquicktest dein verschmachtendes Erbland. Deine Geschöpfe finden dort Wohnung; Gott, in deiner Güte versorgst du den Armen. Gepriesen sei der Herr, Tag für Tag! Gott trägt uns, er ist unsre Hilfe. Gott ist ein Gott, der uns Rettung bringt, Gott, der Herr, führt uns heraus aus dem Tod.

May 18, 2021

Dienstag, 18 Mai 2021 : Apostelgeschichte 20,17-27.

In jenen Tagen schickte Paulus von Milet aus jemand nach Ephesus und ließ die Ältesten der Gemeinde zu sich rufen. Als sie bei ihm eingetroffen waren, sagte er: Ihr wisst, wie ich vom ersten Tag an, seit ich die Provinz Asien betreten habe, die ganze Zeit in eurer Mitte war und wie ich dem Herrn in aller Demut diente unter Tränen und vielen Prüfungen, die ich durch die Nachstellungen der Juden erlitten habe, wie ich nichts verschwiegen habe von dem, was heilsam ist. Ich habe es euch verkündigt und habe euch gelehrt, öffentlich und in den Häusern. Ich habe Juden und Griechen beschworen, sich zu Gott zu bekehren und an Jesus Christus, unseren Herrn, zu glauben. Nun ziehe ich, gebunden durch den Geist, nach Jerusalem, und ich weiß nicht, was dort mit mir geschehen wird. Nur das bezeugt mir der Heilige Geist von Stadt zu Stadt, dass Fesseln und Drangsale auf mich warten. Aber ich will mit keinem Wort mein Leben wichtig nehmen, wenn ich nur meinen Lauf vollende und den Dienst erfülle, der mir von Jesus, dem Herrn, übertragen wurde: das Evangelium von der Gnade Gottes zu bezeugen. Nun aber weiß ich, dass ihr mich nicht mehr von Angesicht sehen werdet, ihr alle, zu denen ich gekommen bin und denen ich das Reich verkündet habe. Darum bezeuge ich euch am heutigen Tag: Ich bin unschuldig, wenn einer von euch allen verlorengeht. Denn ich habe mich der Pflicht nicht entzogen, euch den ganzen Willen Gottes zu verkünden.

May 18, 2021

Montag, 17 Mai 2021 : Kommentar Hl. Katharina von Siena

Gott schuf den Menschen nach seinem Bild und Gleichnis, nur damit dieser sich an ihm im ewigen Leben erfreuen könne. Durch die Rebellion des Menschen gegen Gott wurde der Weg zerstört, und der süße Wille Gottes, der ihn zur Erschaffung des Menschen veranlasst hatte, konnte sich nicht verwirklichen; denn der Mensch war nur dazu geschaffen worden, dass er das ewige Leben habe. Gott, bewegt von jener reinen und grenzenlosen Liebe, mit der er uns erschaffen hatte, schenkte uns das Wort, seinen einzigen Sohn, um seinen Willen in uns zu verwirklichen. Und der Sohn Gottes, der sich selbst verleugnete, um diesen süßen Willen zu erfüllen, wurde zum Mittler zwischen Gott und Mensch und beendete diesen großen Krieg durch den Frieden, weil die Demut über den Stolz der Welt triumphierte. Deshalb sagte er: „Freut euch, ich habe die Welt – d. h. den Stolz des Menschen – überwunden.“ Es gibt keinen Menschen, und sei er noch so stolz und ungeduldig, der nicht demütig und sanftmütig würde, wenn er eine so große Erniedrigung, eine so große Liebe bedenkt, wenn er betrachtet, wie Gott sich bis zu uns erniedrigt. Auch die Heiligen und die wahren Diener Gottes haben sich stets gedemütigt, um ihrer Pflicht Gott gegenüber nachzukommen. Sie geben Gott alles Lob und alle Ehre, und sie erkennen an, dass alles, was sie haben, allein von seiner Güte kommt; sie erkennen ihre Nichtigkeit, und das, was sie lieben, lieben sie in Gott. Sie werden geehrt, wenn Gott es will; aber je größer sie sind, desto mehr demütigen sie sich und erkennen ihre Nichtigkeit an. Wer sich selbst kennt, demütigt sich, erhebt nicht sein Haupt oder wird stolz, sondern demütigt sich und erkennt die Güte Gottes an, die in ihm wirkt.

May 17, 2021

Montag, 17 Mai 2021 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 16,29-33.

In jener Zeit sagten die Jünger zu Jesus: Jetzt redest du offen und sprichst nicht mehr in Gleichnissen. Jetzt wissen wir, dass du alles weißt und von niemand gefragt zu werden brauchst. Darum glauben wir, dass du von Gott gekommen bist. Jesus erwiderte ihnen: Glaubt ihr jetzt? Die Stunde kommt, und sie ist schon da, in der ihr versprengt werdet, jeder in sein Haus, und mich werdet ihr allein lassen. Aber ich bin nicht allein, denn der Vater ist bei mir. Dies habe ich zu euch gesagt, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt seid ihr in Bedrängnis; aber habt Mut: Ich habe die Welt besiegt.

May 17, 2021

Montag, 17 Mai 2021 : Psalm 68(67),2-3.4-5a.5d.6-7ab.

Gott steht auf, seine Feinde zerstieben; die ihn hassen, fliehen vor seinem Angesicht. Sie verfliegen, wie Rauch verfliegt; wie Wachs am Feuer zerfließt, so vergehen die Frevler vor Gottes Angesicht. Die Gerechten aber freuen sich und jubeln vor Gott; sie jauchzen in heller Freude. Singt für Gott, spielt seinem Namen; jubelt ihm zu, ihm, der auf den Wolken einherfährt! Singt für Gott, spielt seinem Namen; jubelt ihm zu, ihm, der auf den Wolken einherfährt! Ein Vater der Waisen, ein Anwalt der Witwen ist Gott in seiner heiligen Wohnung. Gott bringt die Verlassenen heim, führt die Gefangenen hinaus in das Glück; doch die Empörer müssen wohnen im dürren Land.

May 17, 2021

Montag, 17 Mai 2021 : Apostelgeschichte 19,1-8.

Während Apollos sich in Korinth aufhielt, durchwanderte Paulus das Hochland und kam nach Ephesus hinab. Er traf einige Jünger und fragte sie: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie antworteten ihm: Wir haben noch nicht einmal gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt. Da fragte er: Mit welcher Taufe seid ihr denn getauft worden? Sie antworteten: Mit der Taufe des Johannes. Paulus sagte: Johannes hat mit der Taufe der Umkehr getauft und das Volk gelehrt, sie sollten an den glauben, der nach ihm komme: an Jesus. Als sie das hörten, ließen sie sich auf den Namen Jesu, des Herrn, taufen. Paulus legte ihnen die Hände auf, und der Heilige Geist kam auf sie herab; sie redeten in Zungen und weissagten. Paulus legte ihnen die Hände auf, und der Heilige Geist kam auf sie herab. Es waren im ganzen ungefähr zwölf Männer. Er ging in die Synagoge und lehrte drei Monate lang freimütig und suchte sie vom Reich Gottes zu überzeugen.

May 17, 2021

Sonntag, 16 Mai 2021 : Kommentar Hl. Gregor von Nyssa

Im Hohelied sagt der Geliebte: „Einzig ist meine Taube, die Makellose, die Einzige ihrer Mutter […]“ (6,9). Aber der Sinn dieser Worte erschließt sich uns deutlicher aus den Worten des Herrn, von denen das Evangelium berichtet. Durch seinen Segen hat er seinen Jüngern alle Vollmacht verliehen; dann, zu seinem Vater betend, gewährt er denen, die dessen würdig sind, die anderen Güter. Und er fügt das wichtigste Gut hinzu: dass seine Jünger nicht gespalten sind […], sondern dass sie alle eins sind, durch ihre Vereinigung mit dem alleinigen und einzigen Gut. So werden sie in der „Einheit des Geistes durch den Frieden zusammengehalten“ und werden „e i n Leib und e i n Geist, wie ihnen durch ihre Berufung auch e i n e gemeinsame Hoffnung gegeben ist“ (vgl. Eph 4,3–4). […] „Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir“ (Joh 17,21). Nun, das Band dieser Einheit ist die Herrlichkeit. Dass der Heilige Geist mit „Herrlichkeit“ gemeint ist, kann niemand bestreiten, der sorgfältig auf die Worte des Herrn achtet: „Ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast“ (Joh 17,22)! In der Tat hat er ihnen diese Herrlichkeit gegeben mit den Worten: „Empfangt den Heiligen Geist“ (Joh 20,22): Diese Herrlichkeit, die er schon vor aller Zeit besaß, noch „bevor die Welt war“ (Joh 17,5), wurde Christus trotzdem gegeben, als er unsere menschliche Natur annahm. Und als diese Natur durch den Geist verherrlicht war, empfingen alle, die an derselben Natur teilhaben, die Übermittlung der Herrlichkeit des Geistes, angefangen bei den Jüngern. Deshalb sagt Jesus: „Vater, ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast; denn sie sollen eins sein, wie wir eins sind“.

May 16, 2021

Sonntag, 16 Mai 2021 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 17,6a.11b-19.

Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie gehörten dir, und du hast sie mir gegeben, und sie haben an deinem Wort festgehalten. Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt, und ich gehe zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir. Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt, und ich gehe zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir. Solange ich bei ihnen war, bewahrte ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast. Und ich habe sie behütet, und keiner von ihnen ging verloren, außer dem Sohn des Verderbens, damit sich die Schrift erfüllt. Aber jetzt gehe ich zu dir. Doch dies rede ich noch in der Welt, damit sie meine Freude in Fülle in sich haben. Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht von der Welt sind, wie auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst. Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit. Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt gesandt. Und ich heilige mich für sie, damit auch sie in der Wahrheit geheiligt sind.

May 16, 2021

Sonntag, 16 Mai 2021 : Psalm 103(102),1-2.11-12.19-20ab.

Lobe den Herrn, meine Seele, und alles in mir seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, so hoch ist seine Huld über denen, die ihn fürchten. So weit der Aufgang entfernt ist vom Untergang, so weit entfernt er die Schuld von uns. Der Herr hat seinen Thron errichtet im Himmel, seine königliche Macht beherrscht das All. Lobt den Herrn, ihr seine Engel, ihr starken Helden, die seine Befehle vollstrecken, seinen Worten gehorsam!

May 16, 2021

Sonntag, 16 Mai 2021 : Apostelgeschichte 1,15-17.20a.20c-26.

In jenen Tagen erhob sich Petrus im Kreis der Brüder - etwa hundertzwanzig waren zusammengekommen - und sagte: Brüder! Es musste sich das Schriftwort erfüllen, das der Heilige Geist durch den Mund Davids im voraus über Judas gesprochen hat. Judas wurde zum Anführer derer, die Jesus gefangennahmen. Er wurde zu uns gezählt und hatte Anteil am gleichen Dienst. Denn es steht im Buch der Psalmen: Sein Amt soll ein anderer erhalten! Denn es steht im Buch der Psalmen: Sein Amt soll ein anderer erhalten! Denn es steht im Buch der Psalmen: Sein Gehöft soll veröden, niemand soll darin wohnen! und: Sein Amt soll ein anderer erhalten! Einer von den Männern, die die ganze Zeit mit uns zusammen waren, als Jesus, der Herr, bei uns ein und aus ging, angefangen von der Taufe durch Johannes bis zu dem Tag, an dem er von uns ging und in den Himmel aufgenommen wurde, - einer von diesen muss nun zusammen mit uns Zeuge seiner Auferstehung sein. Und sie stellten zwei Männer auf: Josef, genannt Barsabbas, mit dem Beinamen Justus, und Matthias. Dann beteten sie: Herr, du kennst die Herzen aller; zeige, wen von diesen beiden du erwählt hast, diesen Dienst und dieses Apostelamt zu übernehmen. Denn Judas hat es verlassen und ist an den Ort gegangen, der ihm bestimmt war. Dann gaben sie ihnen Lose; das Los fiel auf Matthias, und er wurde den elf Aposteln zugerechnet.

May 16, 2021