Freitag, 3 September 2021 : Brief des Apostels Paulus an die Kolosser 1,15-20.

Christus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung. Denn in ihm wurde alles erschaffen im Himmel und auf Erden, das Sichtbare und das Unsichtbare, Throne und Herrschaften, Mächte und Gewalten; alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen. Er ist vor aller Schöpfung, in ihm hat alles Bestand. Er ist das Haupt des Leibes, der Leib aber ist die Kirche. Er ist der Ursprung, der Erstgeborene der Toten; so hat er in allem den Vorrang. Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen, um durch ihn alles zu versöhnen. Alles im Himmel und auf Erden wollte er zu Christus führen, der Friede gestiftet hat am Kreuz durch sein Blut.

September 3, 2021

Donnerstag, 2 September 2021 : Kommentar Hl. Patrick

Denn ich stehe tief in Gottes Schuld. Er ließ mir große Gnade zuteil werden, dass durch mich so viele Völker in Gott wiedergeboren […] wurden […] „Ich habe dich als Licht unter die Völker gebracht, damit du ihr Heil bist bis ans Ende der Welt“ (vgl. Apg 13,47). Und dort möchte ich auf die Verheißung warten, weil er niemals bricht, was er im Evangelium verspricht: „Sie werden von Osten und Westen kommen und sich niederlassen mit Abraham, Isaak und Jakob“ (vgl. Mt 8,11). Das glauben wir: aus der ganzen Welt werden die Gläubigen kommen. Daher ist es wichtig, dass wir gut und gewissenhaft fischen, wie uns der Herr in weiser Voraussicht mit den folgenden Worten mahnt und lehrt: „Folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen“ (Mt 4,19). Ein anderes Mal sagt er durch die Propheten: „Seht, ich sende viele Fischer und Jäger, so spricht der Herr“ (vgl. Jer 16,16), und so weiter. Daher ist es also besonders wichtig, dass wir unsere Netze so auswerfen, dass wir eine möglichst große Zahl und sehr, sehr viele für Gott fangen und dass allerorts Geistliche sind, die das Volk taufen und aufmuntern, wo es nötig und erwünscht ist. So wie es dem Ausspruch des Herrn entspricht, der uns im Evangelium mit den folgenden Worten mahnt und lehrt: „Geht also hin zu allen Völkern und unterrichtet sie. Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis die Welt zu Ende geht“ (vgl. Mt 28,19–20).

September 2, 2021

Donnerstag, 2 September 2021 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 5,1-11.

In jener Zeit, als Jesus am Ufer des Sees Gennesaret stand, drängte sich das Volk um ihn und wollte das Wort Gottes hören. Da sah er zwei Boote am Ufer liegen. Die Fischer waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze. Jesus stieg in das Boot, das dem Simon gehörte, und bat ihn, ein Stück weit vom Land wegzufahren. Dann setzte er sich und lehrte das Volk vom Boot aus. Als er seine Rede beendet hatte, sagte er zu Simon: Fahr hinaus auf den See! Dort werft eure Netze zum Fang aus! Simon antwortete ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen. Das taten sie, und sie fingen eine so große Menge Fische, dass ihre Netze zu reißen drohten. Deshalb winkten sie ihren Gefährten im anderen Boot, sie sollten kommen und ihnen helfen. Sie kamen, und gemeinsam füllten sie beide Boote bis zum Rand, so dass sie fast untergingen. Als Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füßen und sagte: Herr, geh weg von mir; ich bin ein Sünder. Denn er und alle seine Begleiter waren erstaunt und erschrocken, weil sie so viele Fische gefangen hatten; ebenso ging es Jakobus und Johannes, den Söhnen des Zebedäus, die mit Simon zusammenarbeiteten. Da sagte Jesus zu Simon: Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen fangen. Und sie zogen die Boote an Land, ließen alles zurück und folgten ihm nach.

September 2, 2021

Donnerstag, 2 September 2021 : Psalm 98(97),2-3ab.3cd-4.5-6.

Der Herr hat sein Heil bekannt gemacht und sein gerechtes Wirken enthüllt vor den Augen der Völker. Er dachte an seine Huld und an seine Treue zum Hause Israel. Alle Enden der Erde sahen das Heil unsres Gottes. Er dachte an seine Huld und an seine Treue zum Hause Israel. Alle Enden der Erde sahen das Heil unsres Gottes. Er dachte an seine Huld und an seine Treue zum Hause Israel. Alle Enden der Erde sahen das Heil unsres Gottes. Jauchzt vor dem Herrn, alle Länder der Erde, freut euch, jubelt und singt! Spielt dem Herrn auf der Harfe, auf der Harfe zu lautem Gesang! Zum Schall der Trompeten und Hörner jauchzt vor dem Herrn, dem König!

September 2, 2021

Donnerstag, 2 September 2021 : Brief des Apostels Paulus an die Kolosser 1,9-14.

Brüder! Seit dem Tag, an dem wir davon erfahren haben, hören wir nicht auf, inständig für euch zu beten, dass ihr in aller Weisheit und Einsicht, die der Geist schenkt, den Willen des Herrn ganz erkennt. Denn ihr sollt ein Leben führen, das des Herrn würdig ist und in allem sein Gefallen findet. Ihr sollt Frucht bringen in jeder Art von guten Werken und wachsen in der Erkenntnis Gottes. Er gebe euch in der Macht seiner Herrlichkeit viel Kraft, damit ihr in allem Geduld und Ausdauer habt. Dankt dem Vater mit Freude! Er hat euch fähig gemacht, Anteil zu haben am Los der Heiligen, die im Licht sind. Er hat uns der Macht der Finsternis entrissen und aufgenommen in das Reich seines geliebten Sohnes. Durch ihn haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden.

September 2, 2021

Mittwoch, 1 September 2021 : Kommentar Hl. Hieronymus

„Die Schwiegermutter des Simon lag im Bett und hatte Fieber“ (vgl. Lk 4,38). Möge Christus in unser Haus kommen, eintreten und das Fieber unserer Sünden mit einem einzigen Wort heilen. Jeder von uns hat sein Fieber. Jedes Mal, wenn wir wütend werden, haben wir Fieber; alle unsere Fehler sind solche Fieberanfälle. Bitten wir die Apostel, bei Jesus Fürsprache einzulegen, dass er zu uns kommen und unsere Hand ergreifen möge, denn sobald er unsere Hand berührt, wird das Fieber weichen. Er ist der wahre, der große Arzt, der erste unter allen Ärzten. Mose ist ein Arzt, Jesaja und alle Heiligen sind Ärzte, aber Jesus ist der erste unter allen Ärzten. Er weiß genau den Puls zu fühlen und die geheimen Wurzeln der Krankheiten zu ergründen. Er berührt weder das Ohr noch die Stirn noch irgendeinen anderen Körperteil, sondern er ergreift die Hand […], das heißt die bösen Taten. Zuerst heilt er die Taten, dann weicht das Fieber.

September 1, 2021

Mittwoch, 1 September 2021 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 4,38-44.

In jener Zeit verließ Jesus die Synagoge und ging in das Haus des Simon. Die Schwiegermutter des Simon hatte hohes Fieber, und sie baten ihn, ihr zu helfen. Er trat zu ihr hin, beugte sich über sie und befahl dem Fieber zu weichen. Da wich es von ihr, und sie stand sofort auf und sorgte für sie. Als die Sonne unterging, brachten die Leute ihre Kranken, die alle möglichen Leiden hatten, zu Jesus. Er legte jedem Kranken die Hände auf und heilte alle. Von vielen fuhren auch Dämonen aus und schrien: Du bist der Sohn Gottes! Da fuhr er sie schroff an und ließ sie nicht reden; denn sie wussten, dass er der Messias war. Bei Tagesanbruch verließ er die Stadt und ging an einen einsamen Ort. Aber die Menschen suchten ihn, und als sie ihn fanden, wollten sie ihn daran hindern wegzugehen. Er sagte zu ihnen: Ich muss auch den anderen Städten das Evangelium vom Reich Gottes verkünden; denn dazu bin ich gesandt worden. Und er predigte in den Synagogen Judäas.

September 1, 2021

Mittwoch, 1 September 2021 : Psalm 52(51),10.11.

Ich bin im Haus Gottes wie ein grünender Ölbaum; auf Gottes Huld vertraue ich immer und ewig. Ich danke dir, Herr, in Ewigkeit; denn du hast das alles vollbracht. Ich hoffe auf deinen Namen im Kreis der Frommen; denn du bist gütig.

September 1, 2021

Mittwoch, 1 September 2021 : Brief des Apostels Paulus an die Kolosser 1,1-8.

Paulus, durch den Willen Gottes Apostel Christi Jesu, und der Bruder Timotheus an die heiligen Brüder in Kolossä, die an Christus glauben. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater. Wir danken Gott, dem Vater Jesu Christi, unseres Herrn, jedes Mal, wenn wir für euch beten. Denn wir haben von eurem Glauben an Christus Jesus gehört und von der Liebe, die ihr zu allen Heiligen habt, weil im Himmel die Erfüllung eurer Hoffnung für euch bereitliegt. Schon früher habt ihr davon gehört durch das wahre Wort des Evangeliums, das zu euch gelangt ist. Wie in der ganzen Welt, so trägt es auch bei euch Frucht und wächst seit dem Tag, an dem ihr den Ruf der göttlichen Gnade vernommen und in Wahrheit erkannt habt. So habt ihr es von Epaphras, unserem geliebten Mitarbeiter, gelernt. Er ist an unserer Stelle ein treuer Diener Christi und er hat uns auch von der Liebe berichtet, die der Geist in euch bewirkt hat.

September 1, 2021

Dienstag, 31 August 2021 : Kommentar Balduin von Ford

„Denn lebendig ist das Wort Gottes, kraftvoll und schärfer als jedes zweischneidige Schwert“ (Heb 4,12). […] Es wirkt bei der Erschaffung der Welt, bei der Lenkung der Welt und bei ihrer Erlösung. Denn was könnte wirksamer und mächtiger sein? „Wer kann seine großen Taten erzählen, all seinen Ruhm verkünden?“ (vgl. Ps 106(105),2). Die Wirkmächtigkeit des göttlichen Wortes offenbart sich in seinen Werken; sie offenbart sich auch in der Verkündigung. Dieses Wort kehrt nicht zu Gott zurück, ohne seine Wirkung entfaltet zu haben, sondern kommt allen zugute, zu denen es ausgesandt wurde (vgl. Jes 55,11). „Es ist kraftvoll und schärfer als jedes zweischneidige Schwert“, wenn es mit Glauben und Liebe aufgenommen wird. Was wäre unmöglich für den, der glaubt; was wäre schwierig für den, der liebt? Wenn Gottes Worte ertönen, durchdringen sie das Herz des Glaubenden wie „scharfe Pfeile von Kriegerhand“ (Ps 120(119),4). Sie dringen wie Stacheln darin ein und verankern sich in seinem tiefsten Inneren. Ja, dieses Wort ist schärfer als ein zweischneidiges Schwert, denn es ist einschneidender als jede andere Kraft oder Macht, feinsinniger als jede Feinheit menschlichen Genies, schärfer als jede gelehrte Durchdringung des menschlichen Wortes.

August 31, 2021