Montag, 6 Dezember 2021 : Psalm 85(84),9-10.11-12.13-14.

Ich will hören, was Gott redet: Frieden verkündet der Herr seinem Volk und seinen Frommen, den Menschen mit redlichem Herzen. Frieden verkündet der Herr seinem Volk und seinen Frommen, den Menschen mit redlichem Herzen. Sein Heil ist denen nahe, die ihn fürchten. Seine Herrlichkeit wohne in unserm Land. Es begegnen einander Huld und Treue; Gerechtigkeit und Friede küssen sich. Treue sprosst aus der Erde hervor; Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder. Auch spendet der Herr dann Segen, und unser Land gibt seinen Ertrag. Gerechtigkeit geht vor ihm her, und Heil folgt der Spur seiner Schritte.

December 6, 2021

Montag, 6 Dezember 2021 : Buch Jesaja 35,1-10.

Die Wüste und das trockene Land sollen sich freuen, die Steppe soll jubeln und blühen. Sie soll prächtig blühen wie eine Lilie, jubeln soll sie, jubeln und jauchzen. Die Herrlichkeit des Libanon wird ihr geschenkt, die Pracht des Karmel und der Ebene Scharon. Man wird die Herrlichkeit des Herrn sehen, die Pracht unseres Gottes. Macht die erschlafften Hände wieder stark und die wankenden Knie wieder fest! Sagt den Verzagten: Habt Mut, fürchtet euch nicht! Seht, hier ist euer Gott! Die Rache Gottes wird kommen und seine Vergeltung; er selbst wird kommen und euch erretten. Dann werden die Augen der Blinden geöffnet, auch die Ohren der Tauben sind wieder offen. Dann springt der Lahme wie ein Hirsch, die Zunge des Stummen jauchzt auf. In der Wüste brechen Quellen hervor, und Bäche fließen in der Steppe. Der glühende Sand wird zum Teich und das durstige Land zu sprudelnden Quellen. An dem Ort, wo jetzt die Schakale sich lagern, gibt es dann Gras, Schilfrohr und Binsen. Der glühende Sand wird zum Teich und das durstige Land zu sprudelnden Quellen. Eine Straße wird es dort geben; man nennt sie den Heiligen Weg. Kein Unreiner darf ihn betreten. Er gehört dem, der auf ihm geht. Unerfahrene gehen nicht mehr in die Irre. Es wird keinen Löwen dort geben, kein Raubtier betritt diesen Weg, keines von ihnen ist hier zu finden. Dort gehen nur die Erlösten. Die vom Herrn Befreiten kehren zurück und kommen voll Jubel nach Zion. Ewige Freude ruht auf ihren Häuptern. Wonne und Freude stellen sich ein, Kummer und Seufzen entfliehen.

December 6, 2021

Sonntag, 5 Dezember 2021 : Kommentar Hl. Cyrill von Alexandria

„Die Wüste und das trockene Land sollen sich freuen, die Steppe soll jubeln und blühen“ (Jes 35,1). Jene, die in der inspirierten Schrift allgemein als wüst und unfruchtbar bezeichnet wird, ist die Kirche, die aus den Heidenvölkern hervorgegangen ist. Einst war sie inmitten der Völker, hatte sie doch ihren mystischen Bräutigam, ich meine Christus, noch nicht vom Himmel empfangen. […] Doch Christus ist zu ihr gekommen: Er ließ sich von ihrem Glauben ergreifen und hat sie reich gemacht durch den göttlichen Strom, der von ihm ausgeht und aus ihm fließt, denn er ist „die Quelle des Lebens, der Strom der Wonnen“ (vgl. Ps 36(35),10.9). […] Sobald er anwesend war, hörte die Kirche auf, unfruchtbar und wüst zu sein; sie begegnete ihrem Bräutigam, sie brachte unzählige Kinder zur Welt und schmückte sich mit mystischen Blumen. […] Jesaja fährt fort: „Dort wird es einen reinen Weg geben, und er wird ‚Heiliger Weg‘ genannt werden“ (35,8 LXX). Der reine Weg ist die Kraft des Evangeliums, die das Leben durchdringt, oder anders gesagt, es ist die Reinigung durch den Heiligen Geist. Denn der Geist entfernt den Makel, der der menschlichen Seele eingeprägt wurde, er befreit von Sünden und lässt uns alle Unreinheit überwinden. Dieser Weg wird also mit Recht heilig und rein genannt; er ist unzugänglich für jeden, der nicht gereinigt ist. Niemand nämlich kann nach dem Evangelium leben, wenn er nicht zuvor durch die heilige Taufe gereinigt wurde; niemand kann es, ohne den Glauben. […] Nur diejenigen, die von der Tyrannei des Teufels befreit wurden, können das herrliche Leben führen, das der Prophet mit folgenden Bildern veranschaulicht: „Es wird keinen Löwen geben und kein anderes wildes Tier“ (vgl. Jes 35,9 LXX), dort, auf diesem reinen Weg. Einst nämlich hat der Teufel, dieser Erfinder der Sünde, tatsächlich wie eine wilde Bestie zusammen mit unreinen Geistern die Bewohner der Erde angegriffen. Doch durch Jesus Christus wurde er vernichtet, weit weggetrieben von der Herde der Gläubigen und seiner Herrschaft über sie beraubt. Deshalb werden sie, von Christus losgekauft und im Glauben versammelt, einmütig auf diesem reinen Weg wandern (vgl. V. 9). Sie werden ihre alten Wege verlassen, sie „kehren zurück und kommen nach Zion“, das heißt zur Kirche, mit einer „Freude, die kein Ende haben wird“ (vgl. V. 10), weder auf Erden noch im Himmel. Und sie werden Gott verherrlichen, ihren Erlöser.

December 5, 2021

Sonntag, 5 Dezember 2021 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 3,1-6.

Es war im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius; Pontius Pilatus war Statthalter von Judäa, Herodes Tetrarch von Galiläa, sein Bruder Philippus Tetrarch von Ituräa und Trachonitis, Lysanias Tetrarch von Abilene; Hohepriester waren Hannas und Kajaphas. Da erging in der Wüste das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias. Und er zog in die Gegend am Jordan und verkündigte dort überall Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden. So erfüllte sich, was im Buch der Reden des Propheten Jesaja steht: Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen! Jede Schlucht soll aufgefüllt werden, jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, was uneben ist, soll zum ebenen Weg werden. Und alle Menschen werden das Heil sehen, das von Gott kommt.

December 5, 2021

Sonntag, 5 Dezember 2021 : Psalm 126(125),1-2ab.2cd-3.4-5.6.

Als der Herr das Los der Gefangenschaft Zions wendete, da waren wir alle wie Träumende. Da war unser Mund voll Lachen und unsere Zunge voll Jubel. Da sagte man unter den andern Völkern: „Der Herr hat an ihnen Großes getan.“ Da war unser Mund voll Lachen und unsere Zunge voll Jubel. Da sagte man unter den andern Völkern: „Der Herr hat an ihnen Großes getan.“ Da war unser Mund voll Lachen und unsere Zunge voll Jubel. Da sagte man unter den andern Völkern: „Der Herr hat an ihnen Großes getan.“ Ja, Großes hat der Herr an uns getan. Da waren wir fröhlich. Wende doch, Herr, unser Geschick, wie du versiegte Bäche wieder füllst im Südland. Die mit Tränen säen, werden mit Jubel ernten. Sie gehen hin unter Tränen und tragen den Samen zur Aussaat. Sie kommen wieder mit Jubel und bringen ihre Garben ein.

December 5, 2021

Sonntag, 5 Dezember 2021 : Brief des Apostels Paulus an die Philipper 1,4-6.8-11.

Immer, wenn ich für euch alle bete, tue ich es mit Freude und danke Gott dafür, dass ihr euch gemeinsam für das Evangelium eingesetzt habt vom ersten Tag an bis jetzt. Ich vertraue darauf, dass er, der bei euch das gute Werk begonnen hat, es auch vollenden wird bis zum Tag Christi Jesu. Gott ist mein Zeuge, wie ich mich nach euch allen sehne mit der herzlichen Liebe, die Christus Jesus zu euch hat. Und ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher an Einsicht und Verständnis wird, damit ihr beurteilen könnt, worauf es ankommt. Dann werdet ihr rein und ohne Tadel sein für den Tag Christi, reich an der Frucht der Gerechtigkeit, die Jesus Christus gibt, zur Ehre und zum Lob Gottes.

December 5, 2021

Sonntag, 5 Dezember 2021 : Buch Baruch 5,1-9.

Leg ab, Jerusalem, das Kleid deiner Trauer und deines Elends und bekleide dich mit dem Schmuck der Herrlichkeit, die Gott dir für immer verleiht. Leg den Mantel der göttlichen Gerechtigkeit an; setz dir die Krone der Herrlichkeit des Ewigen aufs Haupt! Denn Gott will deinen Glanz dem ganzen Erdkreis unter dem Himmel zeigen. Gott gibt dir für immer den Namen: Friede der Gerechtigkeit und Herrlichkeit der Gottesfurcht. Steh auf, Jerusalem, und steig auf die Höhe! Schau nach Osten und sieh deine Kinder: Vom Untergang der Sonne bis zum Aufgang hat das Wort des Heiligen sie gesammelt. Sie freuen sich, dass Gott an sie gedacht hat. Denn zu Fuß zogen sie fort von dir, weggetrieben von Feinden; Gott aber bringt sie heim zu dir, ehrenvoll getragen wie in einer königlichen Sänfte. Denn Gott hat befohlen: Senken sollen sich alle hohen Berge und die ewigen Hügel und heben sollen sich die Täler zu ebenem Land, so dass Israel unter der Herrlichkeit Gottes sicher dahinziehen kann. Wälder und duftende Bäume aller Art spenden Israel Schatten auf Gottes Geheiß. Denn Gott führt Israel heim in Freude, im Licht seiner Herrlichkeit; Erbarmen und Gerechtigkeit kommen von ihm.

December 5, 2021

Samstag, 4 Dezember 2021 : Kommentar Hl. Bernhard

Schon jetzt feiern wir von ganzem Herzen die Ankunft des Herrn Jesus Christus, und wir erfüllen damit nur unsere Pflicht, denn er ist nicht nur zu uns, sondern auch für uns gekommen. Er, der Herr, bedarf unserer Wohltaten nicht; an der Größe der Gnade, die er uns erwiesen hat, erkennen wir, wie groß unsere Bedürftigkeit war. Man bemisst die Schwere einer Krankheit nach dem Aufwand, den man zu ihrer Heilung betreiben muss. […] Das Kommen eines Erlösers war für uns also eine Notwendigkeit; der Zustand, in dem sich die Menschen befanden, machte seine Anwesenheit unerlässlich. Möge der Erlöser also schnell kommen! Er komme, um durch den Glauben unter uns zu wohnen, mit dem ganzen Reichtum seiner Gnade. Er komme, um uns aus unserer Blindheit zu reißen, um uns von unseren Krankheiten zu befreien und unsere Schwachheit auf sich zu nehmen! Wenn er in uns ist, wer kann uns dann in die Irre führen? Wenn er mit uns ist, was können wir nicht alles tun in dem, der unsere Stärke ist? (vgl. Phil 4,13). Wenn er für uns ist, wer ist dann gegen uns? (vgl. Röm 8,31). Jesus Christus ist ein vollkommen sicherer Ratgeber, der weder sich noch uns täuschen kann. Er ist eine machtvolle Hilfe, dessen Kraft sich niemals erschöpft. […] Er ist die Weisheit Gottes selbst, die Kraft Gottes selbst (vgl. 1 Kor 1,24). […] Nehmen wir also alle unsere Zuflucht zu einem solchen Meister: Rufen wir in all unseren Unternehmungen diese Hilfe an; vertrauen wir uns mitten in unseren Kämpfen einem so sicheren Verteidiger an. Wenn er schon in die Welt gekommen ist, dann deshalb, um mitten unter uns zu wohnen, mit uns und für uns.

December 4, 2021

Samstag, 4 Dezember 2021 : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 9,35-38.10,1.6-8.

In jener Zeit zog Jesus durch alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte alle Krankheiten und Leiden. Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben. Da sagte er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden. Dann rief er seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen. Geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe. Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.

December 4, 2021

Samstag, 4 Dezember 2021 : Psalm 147(146),1-2.3-4.5-6.

Gut ist es, unserem Gott zu singen; schön ist es, ihn zu loben. Der Herr baut Jerusalem wieder auf, er sammelt die Versprengten Israels. Er heilt die gebrochenen Herzen und verbindet ihre schmerzenden Wunden. Er bestimmt die Zahl der Sterne und ruft sie alle mit Namen. Groß ist unser Herr und gewaltig an Kraft, unermesslich ist seine Weisheit. Der Herr hilft den Gebeugten auf und erniedrigt die Frevler.

December 4, 2021