Freitag, 13. Januar : ps 78(77),3.4cd.6c-7.8.

Was wir hörten und erfuhren, was uns die Väter erzählten, die ruhmreichen Taten und die Stärke des Herrn, die Wunder, die er getan hat. Sie sollten aufstehen und es weitergeben an ihre Kinder, damit sie ihr Vertrauen auf Gott setzen, die Taten Gottes nicht vergessen und seine Gebote bewahren. Sie sollten nicht werden wie ihre Väter, jenes Geschlecht voll Trotz und Empörung, das wankelmütige Geschlecht, dessen Geist nicht treu zu Gott hielt.

January 13, 2023

Freitag, 13. Januar : Brief an die Hebräer 4,1-5.11.

Brüder! Lasst uns ernsthaft besorgt sein, dass keiner von euch zurückbleibt, solange die Verheißung, in das Land seiner Ruhe zu kommen, noch gilt. Denn uns ist die gleiche Freudenbotschaft verkündet worden wie jenen; doch hat ihnen das Wort, das sie hörten, nichts genützt, weil es sich nicht durch den Glauben mit den Hörern verband. Denn wir, die wir gläubig geworden sind, kommen in das Land der Ruhe, wie er gesagt hat: Darum habe ich in meinem Zorn geschworen: Sie sollen nicht in das Land meiner Ruhe kommen. Zwar waren die Werke seit der Erschaffung der Welt vollendet; denn vom siebten Tag heißt es an einer Stelle: Und Gott ruhte am siebten Tag aus von all seinen Werken; hier aber heißt es: Sie sollen nicht in das Land meiner Ruhe kommen. Bemühen wir uns also, in jenes Land der Ruhe zu kommen, damit niemand aufgrund des gleichen Ungehorsams zu Fall kommt.

January 13, 2023

Donnerstag, 12. Januar : Hrabanus Maurus

Es soll dir nicht an Vertrauen auf Gott mangeln, und du sollst auch nicht an seiner Barmherzigkeit verzweifeln; ich will nicht, dass du daran zweifelst oder gar verzweifelst, besser werden zu können. Selbst wenn der Teufel dich aus hoher Tugendhaftigkeit in die Abgründe des Bösen stürzen konnte: Um wie viel mehr kann Gott dich zum Gipfel des Guten zurückrufen und dich nicht nur in den Zustand vor deinem Fall zurückversetzen, sondern dich sogar noch viel glücklicher machen, als du vorher zu sein schienst. Verliere nicht den Mut, ich flehe dich an, und verschließe deine Augen nicht vor der Hoffnung auf das Gute, damit es dir nicht so ergeht wie denen, die Gott nicht lieben; denn nicht die große Zahl der Sünden bringt die Seele zur Verzweiflung, sondern die Geringschätzung Gottes. „Es ist den Gottlosen eigen“, sagt der Weise, „wenn sie tief in Sünden versunken sind, am Heil zu verzweifeln und es geringzuschätzen“ (vgl. Spr 18,3 Vulg.). Jeder Gedanke, der uns die Hoffnung auf Umkehr nimmt, entspringt also einem Mangel an Glauben: Wie ein schwerer Stein, der an unserem Hals hängt, zwingt er uns, immer nach unten, zur Erde zu schauen, und lässt uns nicht die Augen zum Herrn erheben. Wer aber ein mutiges Herz und einen erleuchteten Geist hat, der kann sich von diesem schrecklichen Gewicht befreien. „Wie die Augen der Knechte auf die Hand ihres Herrn, wie die Augen der Magd auf die Hand ihrer Herrin, so schauen unsre Augen auf den Herrn, unsern Gott, bis er uns gnädig ist“ (Ps 123,2–3).

January 12, 2023

Donnerstag, 12. Januar : Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 1,40-45.

In jener Zeit kam ein Aussätziger zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Wenn du willst, kannst du machen, dass ich rein werde. Jesus hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will es - werde rein! Im gleichen Augenblick verschwand der Aussatz, und der Mann war rein. Jesus schickte ihn weg und schärfte ihm ein: Nimm dich in acht! Erzähl niemand etwas davon, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring das Reinigungsopfer dar, das Mose angeordnet hat. Das soll für sie ein Beweis meiner Gesetzestreue sein. Der Mann aber ging weg und erzählte bei jeder Gelegenheit, was geschehen war; er verbreitete die ganze Geschichte, so dass sich Jesus in keiner Stadt mehr zeigen konnte; er hielt sich nur noch außerhalb der Städte an einsamen Orten auf. Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm.

January 12, 2023

Donnerstag, 12. Januar : ps 95(94),6-7ab.7c-9.10-11.

Kommt, lasst uns niederfallen, uns vor ihm verneigen, lasst uns niederknien vor dem Herrn, unserm Schöpfer! Denn er ist unser Gott, wir sind das Volk seiner Weide, die Herde, von seiner Hand geführt. “Verhärtet euer Herz nicht wie in Meriba, wie in der Wüste am Tag von Massa! Dort haben eure Väter mich versucht, sie haben mich auf die Probe gestellt und hatten doch mein Tun gesehen.” Vierzig Jahre war mir dies Geschlecht zuwider, und ich sagte: Sie sind ein Volk, dessen Herz in die Irre geht; denn meine Wege kennen sie nicht. Darum habe ich in meinem Zorn geschworen: Sie sollen nicht kommen in das Land meiner Ruhe.»

January 12, 2023

Donnerstag, 12. Januar : Brief an die Hebräer 3,7-14.

Brüder! Beherzigt, was der Heilige Geist sagt: Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet euer Herz nicht wie beim Aufruhr, wie in der Wüste am Tag der Versuchung. Dort haben eure Väter mich versucht, sie haben mich auf die Probe gestellt und hatten doch meine Taten gesehen, vierzig Jahre lang. Darum war mir diese Generation zuwider, und ich sagte: Immer geht ihr Herz in die Irre. Sie erkannten meine Wege nicht. Darum habe ich in meinem Zorn geschworen: Sie sollen nicht in das Land meiner Ruhe kommen. Gebt acht, Brüder, dass keiner von euch ein böses, ungläubiges Herz hat, dass keiner vom lebendigen Gott abfällt, sondern ermahnt einander jeden Tag, solange es noch heißt: Heute, damit niemand von euch durch den Betrug der Sünde verhärtet wird; denn an Christus haben wir nur Anteil, wenn wir bis zum Ende an der Zuversicht festhalten, die wir am Anfang hatten.

January 12, 2023

Mittwoch, 11. Januar : Hl. Charles de Foucauld

[Unser Herr:] „So habe ich die drei Jahre meines öffentlichen Lebens vor euren Augen verbracht: Tagsüber war ich ganz damit beschäftigt, zu lehren und zu heilen, Gutes zu tun, vor allem an den Seelen, aber danach auch an den Leibern. Und was tat Ich am Abend? Am Abend entfernte ich mich von der Menge, der ich mich tagsüber so intensiv gewidmet hatte, und suchte die Einsamkeit, indem ich mich mit euch in ein gastfreundliches Haus zurückzog oder in die Berge ging, auf einen einsamen Gipfel, und die Nacht im Gebet verbrachte … Auf jeden Fall verbrachte ich die Nacht in Sammlung, in der Stille, abseits der Menge, wachend und betend … Dies ist das Beispiel, das ich euch hinterlasse. Um euretwillen habe ich so gehandelt: Ich selbst bin stark und selbstbeherrscht genug, um überall mit meinem Vater so vereint zu sein, als wäre wenn ich ganz allein mit ihm, denn ich sehe ihn ohne Unterlass. Ich bin immer bei ihm, ich brauche weder die Einsamkeit, um mich zu sammeln, noch die Stille, um zu ihm zu beten. Ich benötige auch keine besonderen Gebete, um mich mit ihm zu vereinen. Während ich inmitten der Menschenmenge predige, bin ich genauso mit ihm vereint wie in der tiefsten Einsamkeit. Ich brauche nicht zu meditieren, um ihn kennenzulernen, denn ich kenne ihn. Ich brauche mich nicht durch Kontemplation zu stärken, denn ich bin göttlich stark … Ich brauche weder Einsamkeit noch Nachtwachen, weder Stille noch Gebet, denn in meinem Innern betet es unaufhörlich und vollkommen … Nur um euch ein Beispiel zu geben habe ich so viele Nächte in einsamen Nachtwachen verbracht, um zu meinem Vater zu beten, sei es unter dem Sternenhimmel oder in der Verborgenheit einer verschlossenen Kammer … Da ich nun alles für euch alle tue, so liebt mich also und liebt einander … Und folgt meinem Beispiel […], indem ihr in Sammlung und Stille wacht, betet, betrachtet, euch ganz in Gott versenkt …“

January 11, 2023

Mittwoch, 11. Januar : Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 1,29-39.

In jener Zeit ging Jesus zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas. Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. Sie sprachen mit Jesus über sie, und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr, und sie sorgte für sie. Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus. Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt, und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus. Und er verbot den Dämonen zu reden; denn sie wussten, wer er war. In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten. Simon und seine Begleiter eilten ihm nach, und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich. Er antwortete: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predige; denn dazu bin ich gekommen. Und er zog durch ganz Galiläa, predigte in den Synagogen und trieb die Dämonen aus.

January 11, 2023

Mittwoch, 11. Januar : ps 105(104),1-2.3-4.6-7.8-9.

Dankt dem Herrn! Ruft seinen Namen an! Macht unter den Völkern seine Taten bekannt! Singt ihm und spielt ihm, sinnt nach über all seine Wunder! Rühmt euch seines heiligen Namens! Alle, die den Herrn suchen, sollen sich von Herzen freuen. Fragt nach dem Herrn und seiner Macht; sucht sein Antlitz allezeit! Bedenkt es, ihr Nachkommen seines Knechtes Abraham, ihr Kinder Jakobs, die er erwählt hat. Er, der Herr, ist unser Gott. Seine Herrschaft umgreift die Erde. Ewig denkt er an seinen Bund, an das Wort, das er gegeben hat für tausend Geschlechter, an den Bund, den er mit Abraham geschlossen, an den Eid, den er Isaak geschworen hat.

January 11, 2023

Mittwoch, 11. Januar : Brief an die Hebräer 2,11-12.13c-18.

Er, der heiligt, und sie, die geheiligt werden, stammen alle von Einem ab; darum scheut er sich nicht, sie Brüder zu nennen und zu sagen: Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden, inmitten der Gemeinde dich preisen. Seht, ich und die Kinder, die Gott mir geschenkt hat. Da nun die Kinder Menschen von Fleisch und Blut sind, hat auch er in gleicher Weise Fleisch und Blut angenommen, um durch seinen Tod den zu entmachten, der die Gewalt über den Tod hat, nämlich den Teufel, und um die zu befreien, die durch die Furcht vor dem Tod ihr Leben lang der Knechtschaft verfallen waren. Denn er nimmt sich keineswegs der Engel an, sondern der Nachkommen Abrahams nimmt er sich an. Darum musste er in allem seinen Brüdern gleich sein, um ein barmherziger und treuer Hoherpriester vor Gott zu sein und die Sünden des Volkes zu sühnen. Denn da er selbst in Versuchung geführt wurde und gelitten hat, kann er denen helfen, die in Versuchung geführt werden.

January 11, 2023