Freitag, 20. Januar : Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 3,13-19.

In jener Zeit stieg Jesus auf einen Berg und rief die zu sich, die er erwählt hatte, und sie kamen zu ihm. Und er setzte zwölf ein, die er bei sich haben und die er dann aussenden wollte, damit sie predigten und mit seiner Vollmacht Dämonen austrieben. Die Zwölf, die er einsetzte, waren: Petrus - diesen Beinamen gab er dem Simon -, Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und Johannes, der Bruder des Jakobus - ihnen gab er den Beinamen Boanerges, das heißt Donnersöhne -, dazu Andreas, Philippus, Bartholomäus, Matthäus, Thomas, Jakobus, der Sohn des Alphäus, Thaddäus, Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn dann verraten hat.

January 20, 2023

Freitag, 20. Januar : ps 85(84),8.10.11-12.13-14.

Erweise uns, Herr deine Huld, und gewähre uns dein Heil! Sein Heil ist denen nahe, die ihn fürchten. Seine Herrlichkeit wohne in unserm Land. Es begegnen einander Huld und Treue; Gerechtigkeit und Friede küssen sich. Treue sprosst aus der Erde hervor; Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder. Auch spendet der Herr dann Segen, und unser Land gibt seinen Ertrag. Gerechtigkeit geht vor ihm her, und Heil folgt der Spur seiner Schritte.

January 20, 2023

Freitag, 20. Januar : Brief an die Hebräer 8,6-13.

Brüder! Jetzt ist unserem Hohenpriester ein um so erhabenerer Priesterdienst übertragen worden, weil er auch Mittler eines besseren Bundes ist, der auf bessere Verheißungen gegründet ist. Wäre nämlich jener erste Bund ohne Tadel, so würde man nicht einen zweiten an seine Stelle zu setzen suchen. Denn er tadelt sie, wenn er sagt: Seht, es werden Tage kommen - spricht der Herr -, in denen ich mit dem Haus Israel und dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde, nicht wie der Bund war, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägypten herauszuführen. Sie sind nicht bei meinem Bund geblieben, und darum habe ich mich auch nicht mehr um sie gekümmert - spricht der Herr. Das wird der Bund sein, den ich nach diesen Tagen mit dem Haus Israel schließe - spricht der Herr: Ich lege meine Gesetze in ihr Inneres hinein und schreibe sie ihnen in ihr Herz. Ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein. Keiner wird mehr seinen Mitbürger und keiner seinen Bruder belehren und sagen: Erkenne den Herrn! Denn sie alle, klein und groß, werden mich erkennen. Denn ich verzeihe ihnen ihre Schuld, und an ihre Sünden denke ich nicht mehr. Indem er von einem neuen Bund spricht, hat er den ersten für veraltet erklärt. Was aber veraltet und überlebt ist, das ist dem Untergang nahe.

January 20, 2023

Donnerstag, 19. Januar : Hl. Johannes XXIII.

„Herr, öffne mir die Lippen, und mein Mund wird deinen Ruhm verkünden“ (Ps 51(50),17). […] Wenn man bedenkt, dass diese Worte jeden Tag beim Morgengebet wiederholt werden, und zwar im Namen der heiligen Kirche, die für sich selbst und für die ganze Welt betet; dass sie von Tausenden und Abertausenden wiederholt werden, deren Lippen sich durch die so erflehten Gnade öffnen – wenn man all das bedenkt, dann weitet sich unsere Sicht und wird umfassend. So stellt sich die Kirche dar, nicht als ein historisches Denkmal aus der Vergangenheit, sondern als lebendige Institution. Die heilige Kirche ist nicht wie ein Palast, der in einem Jahr gebaut wird. Sie ist eine sehr große Stadt, die das ganze Universum fassen soll. „Sein heiliger Berg ragt herrlich empor; er ist die Freude der ganzen Welt. Der Berg Zion liegt weit im Norden; er ist die Stadt des großen Königs“ (Ps 48(47),3). Die Gründung hat vor zwanzig Jahrhunderten begonnen, wird aber immer noch fortgesetzt und breitet sich über die ganze Erde aus, bis der Name Christi überall angebetet wird. In dem Maße, wie die Gründung fortschreitet, jubeln die neuen Völker, denen Christus verkündet wird, vor Freude: „Die Heiden freuten sich, als sie das hörten“ (vgl. Apg 13,48). Und schön ist auch dieser Gedanke […], erbaulich für jeden Priester, der sein Brevier betet: Es soll sich jeder an der Gründung dieser heiligen Kirche beteiligen. Jeder, der sich durch Predigen um dieses schöne Werk bemüht, der spreche zum Herrn als Bote seines Evangeliums: „Herr, öffne mir die Lippen, und mein Mund wird deinen Ruhm verkünden“. Und wer kein Missionar ist, der sehne sich danach, ebenfalls an der großen Aufgabe der Mission teilzunehmen. Und wenn er ganz allein in seiner Zelle für sich die Psalmen betet, dann sage auch er: „Herr, öffne mir die Lippen“. Denn durch die Gemeinschaft der Liebe darf er jede Stimme, die gerade zu dieser Stunde das Evangelium – das höchste Lob Gottes – verkündet, als die seine betrachten.

January 19, 2023

Donnerstag, 19. Januar : Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 3,7-12.

In jener Zeit zog sich Jesus mit seinen Jüngern an den See zurück. Viele Menschen aus Galiläa aber folgten ihm. Auch aus Judäa, aus Jerusalem und Idumäa, aus dem Gebiet jenseits des Jordan und aus der Gegend von Tyrus und Sidon kamen Scharen von Menschen zu ihm, als sie von all dem hörten, was er tat. Da sagte er zu seinen Jüngern, sie sollten ein Boot für ihn bereithalten, damit er von der Menge nicht erdrückt werde. Denn er heilte viele, so dass alle, die ein Leiden hatten, sich an ihn herandrängten, um ihn zu berühren. Wenn die von unreinen Geistern Besessenen ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder und schrien: Du bist der Sohn Gottes! Er aber verbot ihnen streng, bekannt zu machen, wer er sei.

January 19, 2023

Donnerstag, 19. Januar : ps 40(39),2.4ab.7-10.

Ich hoffte, ja ich hoffte auf den Herrn. Da neigte er sich mir zu und hörte mein Schreien. Er legte mir ein neues Lied in den Mund, einen Lobgesang auf ihn, unsern Gott. An Schlacht- und Speiseopfern hast du kein Gefallen, Brand- und Sündopfer forderst du nicht. Doch das Gehör hast du mir eingepflanzt; darum sage ich: Ja, ich komme. In dieser Schriftrolle steht, was an mir geschehen ist. Deinen Willen zu tun, mein Gott, macht mir Freude, deine Weisung trag’ ich im Herzen. Gerechtigkeit verkünde ich in großer Gemeinde, meine Lippen verschließe ich nicht; Herr, du weißt es.

January 19, 2023

Donnerstag, 19. Januar : Brief an die Hebräer 7,25-28.8,1-6.

Brüder! Jesus kann die, die durch ihn vor Gott hintreten, für immer retten; denn er lebt allezeit, um für sie einzutreten. Ein solcher Hoherpriester war für uns in der Tat notwendig: einer, der heilig ist, unschuldig, makellos, abgesondert von den Sündern und erhöht über die Himmel; einer, der es nicht Tag für Tag nötig hat, wie die Hohenpriester zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen und dann für die des Volkes; denn das hat er ein für allemal getan, als er sich selbst dargebracht hat. Das Gesetz nämlich macht Menschen zu Hohenpriestern, die der Schwachheit unterworfen sind; das Wort des Eides aber, der später als das Gesetz kam, setzt den Sohn ein, der auf ewig vollendet ist. Die Hauptsache dessen aber, was wir sagen wollen, ist: Wir haben einen Hohenpriester, der sich zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel gesetzt hat, als Diener des Heiligtums und des wahren Zeltes, das der Herr selbst aufgeschlagen hat, nicht etwa ein Mensch. Denn jeder Hohepriester wird eingesetzt, um Gaben und Opfer darzubringen; deshalb muss auch unser Hoherpriester etwas haben, was er darbringen kann. Wäre er nun auf Erden, so wäre er nicht einmal Priester, da es hier schon Priester gibt, die nach dem Gesetz die Gaben darbringen. Sie dienen einem Abbild und Schatten der himmlischen Dinge, nach der Anweisung, die Mose erhielt, als er daranging, das Zelt zu errichten: Sieh zu, heißt es, dass du alles nach dem Urbild ausführst, das dir auf dem Berg gezeigt wurde. Jetzt aber ist ihm ein um so erhabenerer Priesterdienst übertragen worden, weil er auch Mittler eines besseren Bundes ist, der auf bessere Verheißungen gegründet ist.

January 19, 2023

Mittwoch, 18. Januar : Hl. Petrus Chrysologus

Die Menschwerdung Christi geschah nicht auf normale Weise, sondern durch ein Wunder; dies widerspricht zwar der Vernunft, nicht aber der göttlichen Kraft; es geht vom Schöpfer aus, nicht von der Natur; es ist nicht gewöhnlich, sondern einzigartig, göttlich, nicht menschlich. Die Menschwerdung Christi ereignete sich nicht aus Notwendigkeit, sondern durch Macht. […] Sie ist ein Geheimnis des Glaubens, der Wiederherstellung und des Heiles für den Menschen. Derjenige, der – ohne selbst geboren zu sein – den Menschen aus unberührtem Lehm formte (vgl. Gen 2,7), hat in seiner Geburt einen Menschen aus einem unberührten Leib geschaffen. Die Hand, die sich in Güte des Lehmes bediente, um uns zu erschaffen, bediente sich auch in Güte unseres Fleisches, um uns neu zu schaffen. […] Mensch, warum verachtest du dich dermaßen, da du doch für Gott so wertvoll bist? Warum entehrst du dich selbst so sehr, wenn Gott dich so ehrt? Warum erforschest du, wie du erschaffen wurdest, und nicht, wozu du erschaffen wurdest? Ist nicht die ganze Welt, die du siehst, als Bleibe für dich gemacht worden? […] Christus nimmt Fleisch an, um der verdorbenen Natur ihre ganze Unversehrtheit zurückzugeben. Er nimmt den Zustand eines Kindes an, lässt sich füttern, durchläuft die aufeinanderfolgenden Lebensalter, um das eine, vollkommene und unvergängliche Lebensalter wiederherzustellen, das er selbst geschaffen hatte. Er trägt den Menschen, damit der Mensch nicht mehr fallen kann. Ihn, den er irdisch geschaffen hatte, macht er himmlisch; ihn, der von einem menschlichen Geist beseelt war, gibt er das Leben eines göttlichen Geistes. Und so erhebt er ihn ganz zu Gott, damit nichts mehr in ihm zurückbleibt von dem, was zur Sünde, zum Tod, zur Arbeit, zum Schmerz und zur Erde gehört. Das erwirkt uns unser Herr Jesus Christus, der als Gott mit dem Vater in der Einheit des Heiligen Geistes lebt und herrscht, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit.

January 18, 2023

Mittwoch, 18. Januar : Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 3,1-6.

In jener Zeit als Jesus in eine Synagoge ging, saß dort ein Mann, dessen Hand verdorrt war. Und sie gaben acht, ob Jesus ihn am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn. Da sagte er zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! Und zu den anderen sagte er: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zu vernichten? Sie aber schwiegen. Und er sah sie der Reihe nach an, voll Zorn und Trauer über ihr verstocktes Herz, und sagte zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er streckte sie aus, und seine Hand war wieder gesund. Da gingen die Pharisäer hinaus und fassten zusammen mit den Anhängern des Herodes den Beschluss, Jesus umzubringen.

January 18, 2023

Mittwoch, 18. Januar : ps 110(109),1-2.3.4-5.

So spricht der Herr zu meinem Herrn: Setze dich mir zur Rechten, und ich lege dir deine Feinde als Schemel unter die Füße. Das Zepter deiner Macht streckt der HERR aus vom Zion her: Herrsche inmitten deiner Feinde! Dich umgibt Herrschaft am Tag deiner Macht, im Glanz des Heiligtums. Ich habe dich aus dem Schoß gezeugt vor dem Morgenstern. Der HERR hat geschworen und nie wird es ihn reuen: Du bist Priester auf ewig nach der Ordnung Melchisedeks. Der HERR steht dir zur Rechten; er zerschmettert Könige am Tag seines Zornes.

January 18, 2023