Sonntag, 22. Januar : Ehrwürdige Dienerin Gottes Madeleine Delbrêl

Ein neuer Tag beginnt. Jesus in mir will ihn leben. Er hat sich nicht eingeschlossen. Er hielt sich unter den Menschen auf. Mit mir ist er unter den Menschen von heute. Er wird jedem begegnen, der das Haus betritt, jeden, den ich auf der Straße treffe, es sind andere Reiche als zu seiner Zeit, andere Arme, andere Gelehrte und andere Ungebildete, andere Junge und andere Alte, andere Heilige und andere Sünder, andere Gesunde und andere Kranke. Es sind all jene, die zu suchen er gekommen ist; jeder ist einer, den zu retten er gekommen ist. […] Alles wird erlaubt sein an dem Tag, der gerade anbricht, alles wird erlaubt sein und verlangt, dass ich ja sage. Die Welt, in der er mich haben will, um mit mir zu sein, kann mich nicht davon abhalten, mit Gott zu sein; so wie ein Kind, das seine Mutter auf den Armen trägt, nicht weniger bei ihr ist, wenn diese durch eine Menschenmenge geht. Jesus hat nicht aufgehört, überall ausgesandt zu werden. Wir können nicht aufhören, das zu sein was wir in jedem Augenblick sind: Gottes Gesandte in der Welt. Jesus in uns hört nicht auf, ausgesandt zu werden, diesen ganzen Tag lang, der nun beginnt, zu allen Menschen unserer Zeit und aller Zeiten, in meiner Stadt und in der ganzen Welt. Er bewegt uns dazu, unseren Nächsten zu dienen, sie zu lieben und zu retten; dadurch werden sich Wellen seiner Liebe bis an die Enden der Erde ausbreiten, bis zum Ende der Zeiten.

January 22, 2023

Sonntag, 22. Januar : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 4,12-23.

Als Jesus hörte, dass man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, zog er sich nach Galiläa zurück. Er verließ Nazaret, um in Kafarnaum zu wohnen, das am See liegt, im Gebiet von Sebulon und Naftali. Denn es sollte sich erfüllen, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist: Das Land Sebulon und das Land Naftali, die Straße am Meer, das Gebiet jenseits des Jordan, das heidnische Galiläa: das Volk, das im Dunkel lebte, hat ein helles Licht gesehen; denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen. Von da an begann Jesus zu verkünden: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen gerade ihr Netz in den See, denn sie waren Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm. Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und richteten ihre Netze her. Er rief sie, und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten Jesus. Er zog in ganz Galiläa umher, lehrte in den Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte im Volk alle Krankheiten und Leiden.

January 22, 2023

Sonntag, 22. Januar : Erster Brief des Apostels Paulus an die Korinther 1,10-13.17.

Ich ermahne euch, Brüder, im Namen Jesu Christi, unseres Herrn: Seid alle einmütig, und duldet keine Spaltungen unter euch; seid ganz eines Sinnes und einer Meinung. Es wurde mir nämlich, meine Brüder, von den Leuten der Chloe berichtet, dass es Zank und Streit unter euch gibt. Ich meine damit, dass jeder von euch etwas anderes sagt: Ich halte zu Paulus - ich zu Apollos - ich zu Kephas - ich zu Christus. Ist denn Christus zerteilt? Wurde etwa Paulus für euch gekreuzigt? Oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft worden? Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkünden, aber nicht mit gewandten und klugen Worten, damit das Kreuz Christi nicht um seine Kraft gebracht wird.

January 22, 2023

Sonntag, 22. Januar : ps 27(26),1.4.13-14.

Der Herr ist mein Licht und mein Heil: Vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist die Kraft meines Lebens: Vor wem sollte mir bangen? Nur eines erbitte ich vom Herrn, danach verlangt mich: Im Haus des Herrn zu wohnen alle Tage meines Lebens, die Freundlichkeit des Herrn zu schauen und nachzusinnen in seinem Tempel. Ich bin gewiss, zu schauen die Güte des Herrn im Land der Lebenden. Hoffe auf den Herrn, und sei stark! Hab festen Mut, und hoffe auf den Herrn!

January 22, 2023

Sonntag, 22. Januar : Buch Jesaja 8,23b.9,1-3.

Einst hat der Herr das Land Sebulon und das Land Naftali verachtet, aber später bringt er die Straße am Meer wieder zu Ehren, das Land jenseits des Jordan, das Gebiet der Heiden. Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf. Du erregst lauten Jubel und schenkst große Freude. Man freut sich in deiner Nähe, wie man sich freut bei der Ernte, wie man jubelt, wenn Beute verteilt wird. Denn wie am Tag von Midian zerbrichst du das drückende Joch, das Tragholz auf unserer Schulter und den Stock des Treibers.

January 22, 2023

Samstag, 21. Januar : Hl. Thomas von Aquin

Weil der einzige Sohn Gottes uns an seiner Gottheit teilhaben lassen wollte, nahm er unsere Natur an, um die Menschen zu vergöttlichen – er, der Mensch wurde. Darüber hinaus hat er das, was er von uns genommen hat, gänzlich hingegeben zu unserem Heil. Denn auf dem Altar des Kreuzes brachte er seinen Leib Gott, dem Vater, als Opfer dar, um uns mit ihm zu versöhnen; und er vergoss sein Blut, damit es zugleich unser Lösegeld und unsere Taufe sei: Losgekauft aus einer beklagenswerten Sklaverei, sollten wir von all unseren Sünden gereinigt werden. Und damit wir das Andenken an eine so große Wohltat immer bewahren, hat er den Gläubigen seinen Leib zur Speise und sein Blut zum Trank hinterlassen, unter den Gestalten von Brot und Wein. […] Kann es etwas Kostbareres geben als dieses Festmahl, bei dem uns nicht mehr, wie im Alten Bund, das Fleisch von Kälbern und Böcken zur Speise gereicht wird, sondern Christus, der wahre Gott? Kann es etwas Wunderbareres geben als dieses Sakrament? […] Niemand ist in der Lage, die Wonnen dieses Sakraments auszudrücken, da man hier die geistliche Süße an ihrer Quelle kostet; und man feiert hier das Gedächtnis jener unübertrefflichen Liebe, die Christus in seiner Passion gezeigt hat. Er wollte, dass sich die Unermesslichkeit dieser Liebe noch tiefer in die Herzen der Gläubigen einbrenne. Deshalb setzte er beim letzten Abendmahl, nachdem er mit seinen Jüngern das Pascha gefeiert hatte, da er aus dieser Welt zu seinem Vater gehen sollte, dieses Sakrament ein als immerwährendes Gedächtnis seines Leidens, als die Erfüllung der alten Vorausbilder, als das größte aller seiner Wunder; und denen, die seine Abwesenheit mit Trauer erfüllen würde, hinterließ er dieses Sakrament als unvergleichlichen Trost.

January 21, 2023

Samstag, 21. Januar : Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 3,20-21.

In jener Zeit ging Jesus in ein Haus, und wieder kamen so viele Menschen zusammen, dass er und die Jünger nicht einmal mehr essen konnten. Als seine Angehörigen davon hörten, machten sie sich auf den Weg, um ihn mit Gewalt zurückzuholen; denn sie sagten: Er ist von Sinnen.

January 21, 2023

Samstag, 21. Januar : ps 47(46),2-3.6-7.8-9.

Ihr Völker alle, klatscht in die Hände; jauchzt Gott zu mit lautem Jubel! Denn Furcht gebietend ist der HERR, der Höchste, ein großer König über die ganze Erde. Gott stieg empor unter Jubel, der HERR beim Schall der Hörner. Singt unserm Gott, ja singt ihm! Singt unserm König, singt ihm! Denn König der ganzen Erde ist Gott. Singt ihm ein Weisheitslied! Gott wurde König über die Völker, Gott hat sich auf seinen heiligen Thron gesetzt.

January 21, 2023

Samstag, 21. Januar : Brief an die Hebräer 9,2-3.11-14.

Brüder! Es wurde ein erstes Zelt errichtet, in dem sich der Leuchter, der Tisch und die heiligen Brote befanden; dieses Zelt wurde das Heilige genannt. Hinter dem zweiten Vorhang aber war ein Zelt, das sogenannte Allerheiligste, Christus aber ist gekommen als Hoherpriester der künftigen Güter; und durch das erhabenere und vollkommenere Zelt, das nicht von Menschenhand gemacht, das heißt nicht von dieser Welt ist, ist er ein für allemal in das Heiligtum hineingegangen, nicht mit dem Blut von Böcken und jungen Stieren, sondern mit seinem eigenen Blut, und so hat er eine ewige Erlösung bewirkt. Denn wenn schon das Blut von Böcken und Stieren und die Asche einer Kuh die Unreinen, die damit besprengt werden, so heiligt, dass sie leiblich rein werden, wieviel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst kraft ewigen Geistes Gott als makelloses Opfer dargebracht hat, unser Gewissen von toten Werken reinigen, damit wir dem lebendigen Gott dienen.

January 21, 2023

Freitag, 20. Januar : Hl. Theresia vom Kinde Jesu

Ich will ja nur eines tun: Mit Singen anheben, was ich in Ewigkeit immer neu singen soll – „Die Erbarmungen des Herrn!!!“ (vgl. Ps 88,1) […] Als ich dann das Heilige Evangelium aufschlug, fielen meine Augen auf die Worte: „Als Jesus auf einen Berg gestiegen war, rief er zu Sich, die er wollte, und sie kamen zu Ihm (Markus Kp. III. v. 13). Hier ist es, das Geheimnis meiner Berufung, meines ganzen Lebens und vor allem das Geheimnis der Vorrechte Jesu auf meine Seele … Er beruft nicht die, die würdig sind, sondern die er berufen will oder wie der Hl. Paulus es sagt: „Gott erbarmt sich wessen er will und Er beweist Barmherzigkeit, wem er Barmherzigkeit erweisen will. Also ist es nicht das Werk dessen, der will, noch dessen, der läuft, sondern Gottes, der Erbarmen erweist“ (Röm Kp. IX, v. 15 und 16). Lange habe ich mich gefragt, warum der liebe Gott einzelne bevorzugt, warum nicht alle Seelen das gleiche Maß an Gnaden empfangen, ich wunderte mich darüber, dass Er Heilige, die Ihn zuvor beleidigt hatten wie der Hl. Paulus, der Hl. Augustinus, mit außergewöhnlichen Gunsterweisen überschüttete, und dass Er sie sozusagen zwang, seine Gnade anzunehmen; oder aber beim Lesen der Lebensbeschreibung von Heiligen, wo es unserem Herrn gefiel, sie von der Wiege bis zum Grabe mit Liebe zu umhegen, ohne auch nur ein Hemmnis auf ihrem Wege zu lassen, das sie gehindert hätte, sich zu Ihm aufzuschwingen […] Jesus würdigte sich, mich über dieses Geheimnis zu belehren. Er stellte mir das Buch der Natur vor Augen und ich begriff, dass alle Blumen, die Er geschaffen hat, schön sind […] Er wollte die großen Heiligen schaffen, vergleichbar den Lilien und den Rosen; aber er hat auch kleinere geschaffen, und diese sollen sich begnügen, Maßliebchen oder Veilchen zu sein, dazu bestimmt, die Blicke des Lieben Gottes zu erfreuen, wenn Er sie zu seinen Füßen erniedrigt. Die Vollkommenheit besteht darin, seinen Willen zu tun, das zu sein, was Er will, dass wir seien …

January 20, 2023