Montag, 30. Januar : ps 31(30),20.21.22-23ab.23cd-24.

Wie groß ist deine Güte, Herr, die du bereithältst für alle, die dich fürchten und ehren; du erweist sie allen, die sich vor den Menschen zu dir flüchten. Du beschirmst sie im Schutz deines Angesichts vor dem Toben der Menschen. Wie unter einem Dach bewahrst du sie vor dem Gezänk der Zungen. Gepriesen sei der Herr, der wunderbar an mir gehandelt und mir seine Güte erwiesen hat zur Zeit der Bedrängnis. Ich aber dachte in meiner Angst: Ich bin aus deiner Nähe verstoßen. Doch du hast mein lautes Flehen gehört, als ich zu dir um Hilfe rief. Ich aber dachte in meiner Angst: Ich bin aus deiner Nähe verstoßen. Doch du hast mein lautes Flehen gehört, als ich zu dir um Hilfe rief. Ich aber dachte in meiner Angst: Ich bin aus deiner Nähe verstoßen. Doch du hast mein lautes Flehen gehört, als ich zu dir um Hilfe rief. Liebt den Herrn, all seine Frommen! Seine Getreuen behütet der Herr, doch den Hochmütigen vergilt er ihr Tun mit vollem Maß.

January 30, 2023

Montag, 30. Januar : Brief an die Hebräer 11,32-40.

Brüder! Was soll ich noch aufzählen? Die Zeit würde mir nicht reichen, wollte ich von Gideon reden, von Barak, Simson, Jiftach, David und von Samuel und den Propheten; sie haben aufgrund des Glaubens Königreiche besiegt, Gerechtigkeit geübt, Verheißungen erlangt, Löwen den Rachen gestopft, Feuersglut gelöscht; sie sind scharfen Schwertern entgangen; sie sind stark geworden, als sie schwach waren; sie sind im Krieg zu Helden geworden und haben feindliche Heere in die Flucht geschlagen. Frauen haben ihre Toten durch Auferstehung zurückerhalten. Einige nahmen die Freilassung nicht an und ließen sich foltern, um eine bessere Auferstehung zu erlangen. Andere haben Spott und Schläge erduldet, ja sogar Ketten und Kerker. Gesteinigt wurden sie, verbrannt, zersägt, mit dem Schwert umgebracht; sie zogen in Schafspelzen und Ziegenfellen umher, Not leidend, bedrängt, misshandelt. Sie, deren die Welt nicht wert war, irrten umher in Wüsten und Gebirgen, in den Höhlen und Schluchten des Landes. Doch sie alle, die aufgrund des Glaubens von Gott besonders anerkannt wurden, haben das Verheißene nicht erlangt, weil Gott erst für uns etwas Besseres vorgesehen hatte; denn sie sollten nicht ohne uns vollendet werden.

January 30, 2023

Sonntag, 29. Januar : Sel. Columba Marmion

Wer sind jene, die unser Heiland „arm im Geiste“ nennt? Diejenigen, welche nicht Besitzer sind weder im Geiste noch im Herzen noch im Willen, die nichts wollen außer von Gott. Jeden Tag legen sie zu Christi Füßen ihr Urteil, ihre Anschauungsweise, ihren Willen, kurz alles nieder; sie sagen ihm: Ich will von mir aus nichts haben, ich will nur besitzen, was von dir kommt, nur das tun, was von Ewigkeit her du, das Wort Gottes, für mich beschlossen hast, nämlich das göttliche Ideal für mich zu verwirklichen, das ich in dir finde. […] [Wir] sollten versuchen, durch das Gebet und einen immer auf unser Vorbild gerichteten Blick all unsere Tätigkeit vom Übernatürlichen leiten zu lassen, auf dass der Name des Vaters geheiligt werde, sein Reich komme, sein Wille geschehe. Und so wird unser ganzes Leben vergöttlicht sein. So wird unser ganzes Leben in der Rückkehr zu Gott ein fortdauernder Lobgesang und unserm himmlischen Vater höchst wohlgefällig sein. Erleuchtet, beraten, geeint durch sein Wort und seinen Geist, kurz „vom Geiste Gottes geleitet“ (Röm 8,14) können wir in Wahrheit sagen: „Gott leitet mich“ und mit dem Psalmisten hinzufügen: „Nichts wird mir mangeln“ (Ps 22,1). Wenn der Vater alsdann in uns nur erblickt, was von ihm, von der Gnade seines Sohnes und von der Eingebung des Heiligen Geistes kommt, wenn er uns seinem Wunsche gemäß in allem mit seinem Sohne vereint sieht, so umfängt er uns mit demselben Wohlgefallen, das er seinem eigenen Sohne entgegenbringt, und überhäuft uns mit den unerschöpflichen Gnadenschätzen seines Reiches. Unsere Aufgabe war es, uns von uns selbst loszulösen, um uns durch Christus zu Gott führen zu lassen. […] Alle Segnungen, mit welchen der Sohn überreich bedacht ist, werden auch unser Anteil und unser Erbe […]. Gott überlässt dem Nichts ihres angeblichen Reichtums diejenigen, welche wähnen zu besitzen und satt in sich selbst ruhen; die Armut aber, die nur auf ihn hofft, überhäuft seine unendliche Barmherzigkeit mit Gütern von oben.

January 29, 2023

Sonntag, 29. Januar : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 5,1-12a.

In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. Dann begann er zu reden und lehrte sie. Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden. Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden. Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein.

January 29, 2023

Sonntag, 29. Januar : Erster Brief des Apostels Paulus an die Korinther 1,26-31.

Seht auf eure Berufung, Brüder! Da sind nicht viele Weise im irdischen Sinn, nicht viele Mächtige, nicht viele Vornehme, sondern das Törichte in der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwache in der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen. Und das Niedrige in der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt: das, was nichts ist, um das, was etwas ist, zu vernichten, damit kein Mensch sich rühmen kann vor Gott. Von ihm her seid ihr in Christus Jesus, den Gott für uns zur Weisheit gemacht hat, zur Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung. Wer sich also rühmen will, der rühme sich des Herrn; so heißt es schon in der Schrift.

January 29, 2023

Sonntag, 29. Januar : ps 146(145),5.7.8-9ab.9cd-10.

Wohl dem, dessen Halt der Gott Jakobs ist und der seine Hoffnung auf den Herrn, seinen Gott, setzt. Recht verschafft er den Unterdrückten, den Hungernden gibt er Brot; der Herr befreit die Gefangenen. Der Herr öffnet den Blinden die Augen, er richtet die Gebeugten auf. Der Herr beschützt die Fremden und verhilft den Waisen und Witwen zu ihrem Recht. Der Herr liebt die Gerechten, doch die Schritte der Frevler leitet er in die Irre. Der Herr ist König auf ewig, dein Gott, Zion, herrscht von Geschlecht zu Geschlecht.

January 29, 2023

Sonntag, 29. Januar : Buch Zefanja 2,3.3,12-13.

Sucht den Herrn, ihr Gedemütigten im Land, die ihr nach dem Recht des Herrn lebt. Sucht Gerechtigkeit, sucht Demut! Vielleicht bleibt ihr geborgen am Tag des Zornes des Herrn. Und ich lasse in deiner Mitte übrig ein demütiges und armes Volk, das seine Zuflucht sucht beim Namen des Herrn. Der Rest von Israel wird kein Unrecht mehr tun und wird nicht mehr lügen, in ihrem Mund findet man kein unwahres Wort mehr. Ja, sie gehen friedlich auf die Weide, und niemand schreckt sie auf, wenn sie ruhen.

January 29, 2023

Samstag, 28. Januar : Hl. Katharina von Siena

Wir müssen uns selbst entäußern, uns mit dem gekreuzigten Jesus bekleiden, in das Boot des heiligen Glaubens steigen und furchtlos auf dem stürmischen Meer der Welt segeln. Denn wer in diesem Boot sitzt, darf keine sklavische Furcht haben; sein Boot ist ja mit allem ausgestattet, was die Seele nur begehren kann. Wenn die Gegenwinde uns angreifen und uns daran hindern, unsere Wünsche auf der Stelle zu erfüllen, sollten wir uns deswegen nicht beunruhigen, sondern lebendigen Glauben haben. Denn wir haben genug, wovon wir uns ernähren können, und das Boot ist so stark, dass die auch die schrecklichsten Stürme, wenn sie es auf die Klippen treiben, es niemals zerschmettern können. Es ist wahr, dass das Boot häufig von den Wellen des Meeres bedeckt sein wird, aber nicht, damit wir den Mut verlieren, sondern damit wir uns selbst besser kennenlernen und deutlicher die Ruhe vom Sturm unterscheiden können. In Zeiten der Ruhe dürfen wir uns nicht in allzu großer Sicherheit wiegen, sondern müssen mit heiliger Furcht zu demütigen und beständigen Gebeten Zuflucht nehmen und mit brennendem Verlangen die Ehre Gottes und das Heil der Seelen in diesem Boot des Kreuzes suchen. Damit wir darin nicht nachlässig werden, erlaubt Gott den Dämonen, dem Fleisch und der Welt, uns zu verfolgen und uns mit ihren tosenden Fluten zu bedecken. Wenn die Seele, die sich in diesem Boot befindet, nicht irgendwo am Rand stehenbleibt, sondern sich in die Mitte des Bootes begibt, das heißt in den Abgrund der glühenden Liebe des gekreuzigten Jesus, wird sie keinen Schaden erleiden, sondern im Gegenteil: Sie wird stärker werden, immer tapferer die Schmerzen, Anstrengungen und ungerechten Vorwürfe der Welt ertragen, weil sie die Hilfe der göttlichen Vorsehung erfahren und gespürt hat. Legt also die Eigenliebe ab und bekleidet euch mit der Lehre des gekreuzigten Jesus! Ich beschwöre euch: Ich will, dass ihr in das Boot des heiligsten Kreuzes einsteigt und im Licht eines lebendigen Glaubens dieses stürmische Meer überquert.

January 28, 2023

Samstag, 28. Januar : Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 4,35-41.

An jenem Tag, als es Abend geworden war, sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wir wollen ans andere Ufer hinüberfahren. Sie schickten die Leute fort und fuhren mit ihm in dem Boot, in dem er saß, weg; einige andere Boote begleiteten ihn. Plötzlich erhob sich ein heftiger Wirbelsturm, und die Wellen schlugen in das Boot, so dass es sich mit Wasser zu füllen begann. Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief. Sie weckten ihn und riefen: Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen? Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich, und es trat völlige Stille ein. Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben? Da ergriff sie große Furcht, und sie sagten zueinander: Was ist das für ein Mensch, dass ihm sogar der Wind und der See gehorchen?

January 28, 2023

Samstag, 28. Januar : Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 1,68-69.70-71.72-73.74-75.

Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen; er hat uns einen starken Retter erweckt im Hause seines Knechtes David. So hat er verheißen von alters her durch den Mund seiner heiligen Propheten. Er hat uns errettet vor unseren Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen; Er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet und an seinen heiligen Bund gedacht. Er hat an den Eid gedacht, den er unserm Vater Abraham geschworen hat. Er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor seinem Angesicht all unsre Tage.

January 28, 2023