Montag, 20. Februar : Buch Jesus Sirach 1,1-10.

Alle Weisheit stammt vom Herrn, und ewig ist sie bei ihm. Den Sand des Meeres, die Tropfen des Regens und die Tage der Vorzeit, wer hat sie gezählt? Die Höhe des Himmels, die Breite der Erde und die Tiefe des Meeres, wer hat sie gemessen? Früher als sie alle ist die Weisheit erschaffen, von Ewigkeit her die verständige Einsicht. Die Quelle der Weisheit ist das Wort Gottes in der Höhe; ihre Wege sind die ewigen Gebote. Die Kenntnis der Weisheit, wem wurde sie offenbart? Ihre mannigfachen Wege, wer hat sie erkannt? Die Wurzel der Weisheit - wem wurde sie enthüllt, ihre Pläne - wer hat sie durchschaut? [] Nur einer ist weise, höchst ehrfurchtgebietend: der auf seinem Thron sitzt, der Herr. Er hat sie geschaffen, geschaut und gezählt, sie ausgegossen über all seine Werke. Den Menschen ist sie unterschiedlich zugeteilt; er spendet sie denen, die ihn fürchten.

February 20, 2023

Sonntag, 19. Februar : Ehrwürdige Dienerin Gottes Madeleine Delbrêl

In dem Maße, wie ein Christ seinen Glauben bekennt und versucht, ihn zu leben, wird er von Gläubigen und Nichtgläubigen als ungewöhnlich wahrgenommen. […] Das Ungewöhnliche eines Christen ist schlicht und einfach seine Ähnlichkeit mit Jesus Christus, die Christusähnlichkeit, die – durch die Taufe in einen Menschen eingesenkt und sein Herz durchdringend – schließlich sozusagen bis an die Hautoberfläche kommt. […] Er glaubt nicht nur an Gott, sondern er soll ihn auch lieben, wie ein Sohn einen ganz und gar liebevollen und allmächtigen Vater liebt, nach dem Vorbild Christi. […] Er liebt seinen Nächsten nicht nur wie sich selbst, sondern er soll ihn lieben „wie Christus uns geliebt hat“, nach dem Vorbild Christi. […] Er ist nicht nur der Bruder seines ihm angehörigen Mitmenschen, sondern aller Mitmenschen weltweit. […] Er gibt nicht nur, sondern er teilt; er leiht aus, fordert aber nicht zurück; er ist verfügbar für das, was von ihm verlangt wird, aber er tut mehr als das, was von ihm verlangt wird. […] Er ist nicht nur Bruder derer, die ihn lieben, sondern auch seiner Feinde; er erträgt nicht nur Schläge, sondern er entfernt sich auch nicht von dem, der ihn schlägt. Er verzichtet nicht nur darauf, Böses mit Bösem zu vergelten, sondern verzeiht und vergisst; er vergisst nicht nur, sondern er vergilt Böses mit Gutem. Er leidet nicht nur und wird von einigen getötet, sondern sterbend leidet er noch zu ihren Gunsten; nicht nur einmal, sondern jedes Mal. […] Er teilt nicht nur das, was er hat oder was er in sich hat, sondern er gibt das einzige, das Gott ihm zu eigen gegeben hat: sein eigenes Leben. […] Er ist nicht nur glücklich, weil er durch Gott und für Gott lebt, sondern weil er auf ewig mit Gott leben wird und dazu beiträgt, dass auch seine Brüder für immer mit Gott leben werden.

February 19, 2023

Sonntag, 19. Februar : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 5,38-48.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn. Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin. Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch den Mantel. Und wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm. Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab. Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.

February 19, 2023

Sonntag, 19. Februar : Erster Brief des Apostels Paulus an die Korinther 3,16-23.

Brüder! Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wer den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben. Denn Gottes Tempel ist heilig, und der seid ihr. Keiner täusche sich selbst. Wenn einer unter euch meint, er sei weise in dieser Welt, dann werde er töricht, um weise zu werden. Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit vor Gott. In der Schrift steht nämlich: Er fängt die Weisen in ihrer eigenen List. Und an einer anderen Stelle: Der Herr kennt die Gedanken der Weisen; er weiß, sie sind nichtig. Daher soll sich niemand eines Menschen rühmen. Denn alles gehört euch; Paulus, Apollos, Kephas, Welt, Leben, Tod, Gegenwart und Zukunft: alles gehört euch; ihr aber gehört Christus, und Christus gehört Gott.

February 19, 2023

Sonntag, 19. Februar : ps 103(102),1-2.3-4.9-10.12-13.

Lobe den Herrn, meine Seele, und alles in mir seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: Der dir all deine Schuld vergibt und all deine Gebrechen heilt, der dein Leben vor dem Untergang rettet und dich mit Huld und Erbarmen krönt. Er wird nicht immer zürnen, nicht ewig im Groll verharren. Er handelt an uns nicht nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unsrer Schuld. So weit der Aufgang entfernt ist vom Untergang, so weit entfernt er die Schuld von uns. Wie ein Vater sich seiner Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über alle, die ihn fürchten.

February 19, 2023

Sonntag, 19. Februar : Buch Levitikus 19,1-2.17-18.

Der Herr sprach zu Mose: Rede zur ganzen Gemeinde der Israeliten, und sag zu ihnen: Seid heilig, denn ich, der Herr, euer Gott, bin heilig. Du sollst in deinem Herzen keinen Hass gegen deinen Bruder tragen. Weise deinen Stammesgenossen zurecht, so wirst du seinetwegen keine Schuld auf dich laden. An den Kindern deines Volkes sollst du dich nicht rächen und ihnen nichts nachtragen. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin der Herr.

February 19, 2023

Samstag, 18. Februar : Hl. Johannes von Damaskus

„Aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören“ (Mt 17,5). Das sind die Worte des Vaters, die aus der Wolke des Geistes hervorgingen: „Das ist mein geliebter Sohn, der Mensch ist und die Gestalt eines Menschen hat. Gestern ist er Mensch geworden, hat demütig unter euch gewohnt; heute leuchtet sein Antlitz. Das ist mein geliebter Sohn; er ist vor aller Zeit. Er ist der einzige Sohn des einzigen Gottes. Außerhalb der Zeit und ewig ist er von mir, dem Vater, gezeugt. Er ist nicht nach mir ins Dasein getreten, sondern von Ewigkeit her ist er aus mir, in mir und mit mir.“ […] Durch das Wohlwollen des Vaters ist sein einziger Sohn, sein Wort, Fleisch geworden. Durch sein Wohlwollen hat der Vater in seinem einzigen Sohn die Erlösung der ganzen Welt vollbracht. Das Wohlwollen des Vaters hat in seinem einzigen Sohn alles vereint. […] Wahrlich, es hat dem Herrn aller Dinge, dem Schöpfer, der das All regiert, gefallen, in seinem einzigen Sohn die Gottheit und die Menschheit zu vereinen und durch diese alle Geschöpfe, „damit Gott herrscht über alles und in allem“ (1 Kor 15,28). „Das ist mein geliebter Sohn“, der Abglanz meiner Herrlichkeit, das Abbild meines Wesens, durch den ich auch die Engel geschaffen habe, durch den der Himmel befestigt und die Erde gegründet wurde. Er „trägt das All durch sein machtvolles Wort“ (Hebr 1,3) und durch den Hauch seines Mundes, das heißt durch den Geist, der führt und Leben schenkt. Hört auf ihn, denn wer ihn aufnimmt, der nimmt mich auf (vgl. Mk 9,37), mich, der ich ihn gesandt habe, nicht aufgrund meiner souveränen Macht, sondern als Vater. Als Mensch nämlich ist er gesandt, als Gott aber bleibt er in mir und ich bleibe in ihm. Hört auf ihn, denn er hat „Worte des ewigen Lebens“ (Joh 6,68).

February 18, 2023

Samstag, 18. Februar : Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 9,2-13.

In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg, aber nur sie allein. Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; seine Kleider wurden strahlend weiß, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann. Da erschien vor ihren Augen Elija und mit ihm Mose, und sie redeten mit Jesus. Petrus sagte zu Jesus: Rabbi, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Er wusste nämlich nicht, was er sagen sollte; denn sie waren vor Furcht ganz benommen. Da kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören. Als sie dann um sich blickten, sahen sie auf einmal niemand mehr bei sich außer Jesus. Während sie den Berg hinabstiegen, verbot er ihnen, irgend jemand zu erzählen, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei. Dieses Wort beschäftigte sie, und sie fragten einander, was das sei: von den Toten auferstehen. Da fragten sie ihn: Warum sagen die Schriftgelehrten, zuerst müsse Elija kommen? Er antwortete: Ja, Elija kommt zuerst und stellt alles wieder her. Aber warum heißt es dann vom Menschensohn in der Schrift, er werde viel leiden müssen und verachtet werden? Ich sage euch: Elija ist schon gekommen, doch sie haben mit ihm gemacht, was sie wollten, wie es in der Schrift steht.

February 18, 2023

Samstag, 18. Februar : ps 145(144),2-3.4-5.10-11.

Jeden Tag will ich dich preisen und deinen Namen loben auf immer und ewig. Groß ist der HERR und hoch zu loben, unerforschlich ist seine Größe. Geschlecht um Geschlecht rühme deine Werke, deine machtvollen Taten sollen sie künden. Den herrlichen Glanz deiner Hoheit und deine Wundertaten will ich besingen. Danken sollen dir, HERR, all deine Werke, deine Frommen sollen dich preisen. Von der Herrlichkeit deines Königtums sollen sie reden, von deiner Macht sollen sie sprechen.

February 18, 2023

Samstag, 18. Februar : Brief an die Hebräer 11,1-7.

Schwestern und Brüder! Glaube aber ist: Grundlage dessen, was man erhofft, ein Zutagetreten von Tatsachen, die man nicht sieht. Aufgrund dieses Glaubens haben die Alten ein gutes Zeugnis erhalten. Aufgrund des Glaubens erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort erschaffen worden und dass so aus Unsichtbarem das Sichtbare entstanden ist. Aufgrund des Glaubens brachte Abel Gott ein besseres Opfer dar als Kain; durch diesen Glauben erhielt er das Zeugnis, dass er gerecht war, da Gott es bei seinen Opfergaben bezeugte, und durch den Glauben redet Abel noch, obwohl er tot ist. Aufgrund des Glaubens wurde Henoch entrückt und musste nicht sterben; er wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte; vor der Entrückung erhielt er das Zeugnis, dass er Gott gefiel. Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn geben wird. Aufgrund des Glaubens wurde Noach das offenbart, was noch nicht sichtbar war, und er baute in frommem Gehorsam eine Arche zur Rettung seiner Familie; durch seinen Glauben sprach er der Welt das Urteil und wurde Erbe der Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt.

February 18, 2023