Montag, 12. Dezember : ps 25(24),4-5.6-7.8-9.

Zeige mir, Herr, deine Wege, lehre mich deine Pfade! Führe mich in deiner Treue und lehre mich; denn du bist der Gott meines Heiles. Auf dich hoffe ich allezeit. Denk an dein Erbarmen, Herr, und an die Taten deiner Huld; denn sie bestehen seit Ewigkeit. Denk nicht an meine Jugendsünden und meine Frevel! In deiner Huld denk an mich, Herr, denn du bist gütig. Gut und gerecht ist der Herr, darum weist er die Irrenden auf den rechten Weg. Die Demütigen leitet er nach seinem Recht, die Gebeugten lehrt er seinen Weg.

December 12, 2022

Montag, 12. Dezember : Buch Numeri 24,2-7.15-17a.

In jenen Tagen als Bileam aufblickte, sah er Israel im Lager, nach Stämmen geordnet. Da kam der Geist Gottes über ihn, er begann mit seinem Orakelspruch und sagte: Spruch Bileams, des Sohnes Beors, Spruch des Mannes mit geschlossenem Auge, Spruch dessen, der Gottesworte hört, der eine Vision des Allmächtigen sieht, der daliegt mit entschleierten Augen: Jakob, wie schön sind deine Zelte, wie schön deine Wohnstätten, Israel! Wie Bachtäler ziehen sie sich hin, wie Gärten am Strom, wie Eichen, vom Herrn gepflanzt, wie Zedern am Wasser. Von seinen Schöpfeimern rinnt das Wasser, reichlich Wasser hat seine Saat. Sein König ist Agag überlegen, seine Königsherrschaft erstarkt. Und er begann mit seinem Orakelspruch und sagte: Spruch Bileams, des Sohnes Beors, Spruch des Mannes mit geschlossenem Auge, Spruch dessen, der Gottesworte hört, der die Gedanken des Höchsten kennt, der eine Vision des Allmächtigen sieht, der daliegt mit entschleierten Augen: Ich sehe ihn, aber nicht jetzt, ich erblicke ihn, aber nicht in der Nähe: Ein Stern geht in Jakob auf, ein Zepter erhebt sich in Israel.

December 12, 2022

Sonntag, 11. Dezember : Dem hl. Hippolyt von Rom

Lasst uns mit Ehrfurcht das Mitgefühl eines Gottes ehren, der gekommen ist, um die Welt zu retten, nicht zu richten. Johannes, der Vorläufer des Meisters, wusste vorerst nichts von diesem Geheimnis. Als er erkannte, dass Jesus wirklich der Herr war, fuhr er die Leute, die kamen, um sich taufen zu lassen, an: „‚Ihr Schlangenbrut‘ (Mt 3,7), warum schaut ihr so beharrlich auf mich? Ich bin nicht der Christus. Ich bin ein Diener und nicht der Meister. Ich bin bloß ein einfacher Untertan, nicht der König. Ein Schaf bin ich, nicht der Hirte. Ich bin ein Mensch und nicht Gott. Ich habe die Unfruchtbarkeit meiner Mutter geheilt, als ich zur Welt kam, aber ich habe nicht ihre Jungfräulichkeit fruchtbar gemacht. Man hat mich von unten heraufgezogen, ich bin nicht aus der Höhe herabgestiegen. Ich habe meinen Vater zum Verstummen gebracht (vgl. Lk 1,20) und nicht die göttliche Gnade entfaltet. […] Ich bin niedrig und ganz klein, aber nach mir kommt der, der vor mir war (vgl. Joh 1,30). Er kommt nach mir, in der Zeit; vorher aber war er im unzugänglichen und unaussprechlichen Licht der Gottheit. Er, ‚der nach mir kommt, ist stärker als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe auszuziehen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen‘ (Mt 3,11). Ich bin ihm untergeordnet; er ist frei. Ich bin der Sünde unterworfen; er vernichtet die Sünde. Ich lehre das Gesetz, er bringt das Licht der Gnade. Ich predige als ein Sklave; er erlässt Gesetze als Herr. Ich habe als Lager den Erdboden, sein Lager ist der Himmel. Ich taufe mit der Bußtaufe, er schenkt die Gnade der Sohnschaft. ‚Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.‘ Warum wollt ihr mich verehren? Ich bin nicht der Christus.“

December 11, 2022

Sonntag, 11. Dezember : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 11,2-11.

In jener Zeit hörte Johannes im Gefängnis von den Taten Christi. Da schickte er seine Jünger zu ihm und ließ ihn fragen: Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen andern warten? Jesus antwortete ihnen: Geht und berichtet Johannes, was ihr hört und seht: Blinde sehen wieder, und Lahme gehen; Aussätzige werden rein, und Taube hören; Tote stehen auf, und den Armen wird das Evangelium verkündet. Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt. Als sie gegangen waren, begann Jesus zu der Menge über Johannes zu reden; er sagte: Was habt ihr denn sehen wollen, als ihr in die Wüste hinausgegangen seid? Ein Schilfrohr, das im Wind schwankt? Oder was habt ihr sehen wollen, als ihr hinausgegangen seid? Einen Mann in feiner Kleidung? Leute, die fein gekleidet sind, findet man in den Palästen der Könige. Oder wozu seid ihr hinausgegangen? Um einen Propheten zu sehen? Ja, ich sage euch: Ihr habt sogar mehr gesehen als einen Propheten. Er ist der, von dem es in der Schrift heißt: Ich sende meinen Boten vor dir her; er soll den Weg für dich bahnen. Amen, das sage ich euch: Unter allen Menschen hat es keinen größeren gegeben als Johannes den Täufer; doch der Kleinste im Himmelreich ist größer als er.

December 11, 2022

Sonntag, 11. Dezember : Brief des Jakobus 5,7-10.

Brüder, haltet geduldig aus bis zur Ankunft des Herrn! Auch der Bauer wartet auf die kostbare Frucht der Erde, er wartet geduldig, bis im Herbst und im Frühjahr der Regen fällt. Ebenso geduldig sollt auch ihr sein. Macht euer Herz stark, denn die Ankunft des Herrn steht nahe bevor. Klagt nicht übereinander, Brüder, damit ihr nicht gerichtet werdet. Seht, der Richter steht schon vor der Tür. Brüder, im Leiden und in der Geduld nehmt euch die Propheten zum Vorbild, die im Namen des Herrn gesprochen haben.

December 11, 2022

Sonntag, 11. Dezember : ps 146(145),6-7.8-9ab.9cd-10.

Der Herr hat Himmel und Erde gemacht, das Meer und alle Geschöpfe; er hält ewig die Treue. Recht verschafft er den Unterdrückten, den Hungernden gibt er Brot; der Herr befreit die Gefangenen. Der Herr öffnet den Blinden die Augen, er richtet die Gebeugten auf. Der Herr beschützt die Fremden und verhilft den Waisen und Witwen zu ihrem Recht. Der Herr liebt die Gerechten, doch die Schritte der Frevler leitet er in die Irre. Der Herr ist König auf ewig, dein Gott, Zion, herrscht von Geschlecht zu Geschlecht.

December 11, 2022

Sonntag, 11. Dezember : Buch Jesaja 35,1-6a.10.

Die Wüste und das trockene Land sollen sich freuen, die Steppe soll jubeln und blühen. Sie soll prächtig blühen wie eine Lilie, jubeln soll sie, jubeln und jauchzen. Die Herrlichkeit des Libanon wird ihr geschenkt, die Pracht des Karmel und der Ebene Scharon. Man wird die Herrlichkeit des Herrn sehen, die Pracht unseres Gottes. Macht die erschlafften Hände wieder stark und die wankenden Knie wieder fest! Sagt den Verzagten: Habt Mut, fürchtet euch nicht! Seht, hier ist euer Gott! Die Rache Gottes wird kommen und seine Vergeltung; er selbst wird kommen und euch erretten. Dann werden die Augen der Blinden geöffnet, auch die Ohren der Tauben sind wieder offen. Dann springt der Lahme wie ein Hirsch, die Zunge des Stummen jauchzt auf. In der Wüste brechen Quellen hervor, und Bäche fließen in der Steppe. Die vom Herrn Befreiten kehren zurück und kommen voll Jubel nach Zion. Ewige Freude ruht auf ihren Häuptern. Wonne und Freude stellen sich ein, Kummer und Seufzen entfliehen.

December 11, 2022

Samstag, 10. Dezember : Hl. Johannes von Damaskus

Wer erhielt die Macht, den Himmel zu öffnen oder zu verschließen, den Regen zurückzuhalten oder herabfließen zu lassen (vgl. 1 Kön 17,1)? Wer konnte Feuer auf ein wassertriefendes Opfer herabfallen lassen (vgl. 2 Kön 1,10) oder auf zwei Truppen von Soldaten wegen ihrer Missetaten? Wer ließ in feurigem Eifer die schändlichen Propheten vernichten, wegen der anstoßerregenden Götzen, die sie verehrten (vgl. 1 Kön 18,40)? Wer erfuhr die Gegenwart Gottes in einem sanften Windhauch (vgl. 1 Kön 19,12)? All diese Ereignisse zeichnen allein Elija aus und den Geist, der in ihm ist. Doch man könnte auch von Ereignissen sprechen, die noch wunderbarer sind. […] Elija nämlich ist derjenige, der bis zum heutigen Tag den Tod nicht erlitten hat, sondern in den Himmel aufgenommen wurde (vgl. 2 Kön 2,1) und unvergänglich bleibt; einige meinen, er lebe bei den Engeln, deren unvergängliche und körperlose Natur er durch ein reines Leben nachgeahmt hat. […] Und tatsächlich erschien Elija bei der Verklärung des Sohnes Gottes, er sah ihn mit unverhülltem Antlitz, von Angesicht zu Angesicht (vgl. Mt 17,3). Am Ende der Zeiten, wenn das Heil Gottes offenbar wird, wird er es sein, der das Kommen Gottes noch vor allen anderen verkündet und es ihnen zeigt; durch viele außerordentliche Zeichen wird er den Tag bestätigen, der noch geheim gehalten wird. An jenem Tag hoffen auch wir, sofern wir bereit sind, diesem wunderbaren Mann entgegengehen zu können, der uns den Weg zu diesem Tag führt. Möge er uns doch dann eintreten lassen in die himmlischen Wohnungen, durch Christus Jesus, unseren Herrn, dem die Herrlichkeit und die Macht gebührt, jetzt und für alle Zeit und in Ewigkeit.

December 10, 2022

Samstag, 10. Dezember : Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 17,9a.10-13.

Während Jesus und seine Jünger den Berg hinabstiegen, fragten ihn die Jünger: Warum sagen denn die Schriftgelehrten, zuerst müsse Elija kommen? Er gab zur Antwort: Ja, Elija kommt, und er wird alles wiederherstellen. Ich sage euch aber: Elija ist schon gekommen, doch sie haben ihn nicht erkannt, sondern mit ihm gemacht, was sie wollten. Ebenso wird auch der Menschensohn durch sie leiden müssen. Da verstanden die Jünger, dass er von Johannes dem Täufer sprach.

December 10, 2022

Samstag, 10. Dezember : ps 80(79),2ac.3bc.15-16.18-19.

Du Hirte Israels, höre! Der du auf den Kerubim thronst, erscheine! Biete deine gewaltige Macht auf, und komm uns zu Hilfe! Gott der Heerscharen, wende dich uns wieder zu! Blick vom Himmel herab, und sieh auf uns! Sorge für diesen Weinstock und für den Garten, den deine Rechte gepflanzt hat. Deine Hand schütze den Mann zu deiner Rechten, den Menschensohn, den du für dich groß und stark gemacht. Erhalt uns am Leben! Dann wollen wir deinen Namen anrufen und nicht von dir weichen.

December 10, 2022