Freitag, 17. Februar : ps 33(32),10-11.12-13.14-15.

Der Herr vereitelt die Beschlüsse der Heiden, er macht die Pläne der Völker zunichte. Der Ratschluss des HERRN bleibt ewig bestehen, die Pläne seines Herzens durch alle Geschlechter. Selig die Nation, deren Gott der HERR ist, das Volk, das er sich zum Erbteil erwählt hat. Der HERR blickt herab vom Himmel, er sieht alle Menschen. Von seinem Thronsitz schaut er nieder auf alle Bewohner der Erde. Der ihre Herzen gebildet hat, er achtet auf all ihre Taten.

February 17, 2023

Freitag, 17. Februar : Buch Genesis 11,1-9.

Alle Menschen hatten die gleiche Sprache und gebrauchten die gleichen Worte. Als sie ostwärts aufbrachen, fanden sie eine Ebene im Land Schinar und siedelten sich dort an. Sie sagten zueinander: Auf, formen wir Lehmziegel und brennen wir sie zu Backsteinen. So dienten ihnen gebrannte Ziegel als Steine und Erdpech als Mörtel. Dann sagten sie: Auf, bauen wir uns eine Stadt und einen Turm mit einer Spitze bis in den Himmel! So wollen wir uns einen Namen machen, damit wir uns nicht über die ganze Erde zerstreuen. Da stieg der HERR herab, um sich Stadt und Turm anzusehen, die die Menschenkinder bauten. Und der HERR sprach: Siehe, ein Volk sind sie und eine Sprache haben sie alle. Und das ist erst der Anfang ihres Tuns. Jetzt wird ihnen nichts mehr unerreichbar sein, wenn sie es sich zu tun vornehmen. Auf, steigen wir hinab und verwirren wir dort ihre Sprache, sodass keiner mehr die Sprache des anderen versteht. Der HERR zerstreute sie von dort aus über die ganze Erde und sie hörten auf, an der Stadt zu bauen. Darum gab man der Stadt den Namen Babel, Wirrsal, denn dort hat der HERR die Sprache der ganzen Erde verwirrt und von dort aus hat er die Menschen über die ganze Erde zerstreut.

February 17, 2023

Donnerstag, 16. Februar : Römische Liturgie

Preise, Zunge, und verkünde den erhabnen Waffengang; auf das Kreuz, das Siegeszeichen, singe den Triumphgesang. Singe, wie der Welt Erlöser starb und dennoch Sieg errang. Denn verblendet aß sich Adam einst vom Baume das Gericht; doch der Schöpfer voll Erbarmen wollte sein Verderben nicht und hat selbst den Baum erkoren, der den Fluch des Baumes bricht. Gottes Plan, uns zu erlösen, hat verlangt die Opfertat, und des Vaters ew’ge Weisheit macht’ zuschanden den Verrat und verlieh barmherzig Heilung, wo der Feind verwundet hat. So ward in der Zeiten Fülle uns gesandt des Vaters Sohn, er, der Schöpfer aller Welten, stieg herab vom Himmelsthron und ward Fleisch und ward geboren und ward einer Jungfrau Sohn. Als nach dreißig Erdenjahren für den Herrn die Stunde kam, dass er unsres Heiles wegen Tod und Leiden auf sich nahm, wurde er erhöht am Kreuze, dargebracht als Gotteslamm. Seht den Essig, seht die Galle. Dornen, Nägel, Speer voll Wut seinen zarten Leib durchbohren, Wasser strömt hervor und Blut; Erde, Meere, Sterne, Welten werden rein durch solche Flut. Lob und Ruhm sei ohne Ende Gott, dem höchsten Herrn, geweiht. Preis dem Vater und dem Sohne und dem Geist der Heiligkeit. Einen Gott in drei Personen lobe alle Welt und Zeit. Amen.

February 16, 2023

Donnerstag, 16. Februar : Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 8,27-33.

In jener Zeit ging Jesus mit seinen Jüngern in die Dörfer bei Cäsarea Philippi. Unterwegs fragte er die Jünger: Für wen halten mich die Menschen? Sie sagten zu ihm: Einige für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für sonst einen von den Propheten. Da fragte er sie: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete ihm: Du bist der Messias! Doch er verbot ihnen, mit jemand über ihn zu sprechen. Dann begann er, sie darüber zu belehren, der Menschensohn müsse vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er werde getötet, aber nach drei Tagen werde er auferstehen. Und er redete ganz offen darüber. Da nahm ihn Petrus beiseite und machte ihm Vorwürfe. Jesus wandte sich um, sah seine Jünger an und wies Petrus mit den Worten zurecht: Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.

February 16, 2023

Donnerstag, 16. Februar : ps 102(101),16-17.18-19.20-21.29.22.

Die Völker fürchten den Namen des Herrn und alle Könige der Erde deine Herrlichkeit. Denn der Herr baut Zion wieder auf und erscheint in all seiner Herrlichkeit. Er wendet sich dem Gebet der Verlassenen zu, ihre Bitten verschmäht er nicht. Dies sei aufgeschrieben für das kommende Geschlecht, damit das Volk, das noch erschaffen wird, den Herrn lobpreise. Denn der Herr schaut herab aus heiliger Höhe, vom Himmel blickt er auf die Erde nieder; er will auf das Seufzen der Gefangenen hören und alle befreien, die dem Tod geweiht sind, Die Kinder deiner Knechte werden in Sicherheit wohnen, ihre Nachkommen vor deinem Antlitz bestehen, damit sie den Namen des Herrn auf dem Zion verkünden und sein Lob in Jerusalem.

February 16, 2023

Donnerstag, 16. Februar : Buch Genesis 9,1-13.

Gott segnete Noach und seine Söhne und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar, vermehrt euch, und bevölkert die Erde! Furcht und Schrecken vor euch soll sich auf alle Tiere der Erde legen, auf alle Vögel des Himmels, auf alles, was sich auf der Erde regt, und auf alle Fische des Meeres; euch sind sie übergeben. Alles Lebendige, das sich regt, soll euch zur Nahrung dienen. Alles übergebe ich euch wie die grünen Pflanzen. Nur Fleisch, in dem noch Blut ist, dürft ihr nicht essen. Wenn aber euer Blut vergossen wird, fordere ich Rechenschaft, und zwar für das Blut eines jeden von euch. Von jedem Tier fordere ich Rechenschaft und vom Menschen. Für das Leben des Menschen fordere ich Rechenschaft von jedem seiner Brüder. Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut wird durch Menschen vergossen. Denn: Als Abbild Gottes hat er den Menschen gemacht. Seid fruchtbar, und vermehrt euch; bevölkert die Erde, und vermehrt euch auf ihr! Dann sprach Gott zu Noach und seinen Söhnen, die bei ihm waren: Hiermit schließe ich meinen Bund mit euch und mit euren Nachkommen und mit allen Lebewesen bei euch, mit den Vögeln, dem Vieh und allen Tieren des Feldes, mit allen Tieren der Erde, die mit euch aus der Arche gekommen sind. Ich habe meinen Bund mit euch geschlossen: Nie wieder sollen alle Wesen aus Fleisch vom Wasser der Flut ausgerottet werden; nie wieder soll eine Flut kommen und die Erde verderben. Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich stifte zwischen mir und euch und den lebendigen Wesen bei euch für alle kommenden Generationen: Meinen Bogen setze ich in die Wolken; er soll das Bundeszeichen sein zwischen mir und der Erde.

February 16, 2023

Mittwoch, 15. Februar : Hl. Gertrud von Helfta

Wie groß wird meine Freude sein, mein Gott, wie groß meine Wonne und mein Jubel, wenn du mir die Schönheit deiner Göttlichkeit enthüllen wirst und meine Seele dich von Angesicht zu Angesicht sieht? […] Dann, meine Seele, „wirst du sehen und wirst im Überfluss sein, dein Herz wird staunen und sich weiten, wenn du die Fülle des Reichtums in Empfang nehmen wirst“, die Wonnen und die Pracht der Herrlichkeit „dieses unermesslichen Meeres“ der Dreifaltigkeit, die ewiger Anbetung würdig ist; wenn „die Schätze der Völker“ zu dir kommen, die „der König der Könige und Herr der Herren“ (vgl. Jes 60,5; 1 Tim 6,15) durch die Kraft seines Armes aus der Hand des Feindes für sich gewonnen hat; wenn die Fluten der Barmherzigkeit und der göttlichen Liebe dich bedecken. […] Dann wird dir der Kelch der seligen Schau gereicht und du wirst dich daran berauschen (vgl. Ps 22(23),5 Vulg.); es ist der berauschende und erhabene Kelch der Herrlichkeit des göttlichen Antlitzes. Du wirst trinken „am Strom der Wonnen“ (vgl. Ps 36(35),9) Gottes, wenn die Quelle des Lichts selbst dich in Ewigkeit mit ihrer Fülle sättigen wird. Dann wirst du die Himmel sehen, erfüllt von der Herrlichkeit Gottes, der darin wohnt, und jenen jungfräulichen Stern, der – nach Gott – den ganzen Himmel mit seinem reinsten Licht erleuchtet (Maria), und die wunderbaren Werke der Finger Gottes (die Heiligen: vgl. Gen 2,7) und jene „Morgensterne“, die unablässig voller Freude vor dem Angesicht Gottes stehen und ihm dienen (die Engel: vgl. Ijob 38,7; Tob 12,15). Du Gott meines Herzens und mein Anteil auf ewig (vgl. Ps 73(72),26), ach, wie lange noch muss meine Seele die Gegenwart deines liebreichen Antlitzes entbehren? […] Bitte, lass mich bald zu dir kommen, Gott, du „Quelle des Lebens“ (Ps 36(35),10), damit ich in dir ewiges Leben schöpfen kann für immer. Lass doch eilends „dein Angesicht über mir leuchten“ (vgl. Ps 31(30),17), damit ich dich in Freude von Angesicht zu Angesicht schauen kann. Schnell, schnell, zeige dich mir doch, damit ich mich deiner erfreuen kann in ewiger Glückseligkeit.

February 15, 2023

Mittwoch, 15. Februar : Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 8,22-26.

In jener Zeit kamen Jesus und seine Jünger nach Betsaida. Da brachte man einen Blinden zu Jesus und bat ihn, er möge ihn berühren. Er nahm den Blinden bei der Hand, führte ihn vor das Dorf hinaus, bestrich seine Augen mit Speichel, legte ihm die Hände auf und fragte ihn: Siehst du etwas? Der Mann blickte auf und sagte: Ich sehe Menschen; denn ich sehe etwas, das wie Bäume aussieht und umhergeht. Da legte er ihm nochmals die Hände auf die Augen; nun sah der Mann deutlich. Er war geheilt und konnte alles ganz genau sehen. Jesus schickte ihn nach Hause und sagte: Geh aber nicht in das Dorf hinein!

February 15, 2023

Mittwoch, 15. Februar : ps 116(115),12-13.14-15.18-19.

Wie kann ich dem Herrn all das vergelten, was er mir Gutes getan hat? Ich will den Kelch des Heils erheben und anrufen den Namen des Herrn. Ich will dem Herrn meine Gelübde erfüllen offen vor seinem ganzen Volk. Kostbar ist in den Augen des Herrn das Sterben seiner Frommen. Ich will dem Herrn meine Gelübde erfüllen offen vor seinem ganzen Volk. in den Vorhöfen am Haus des Herrn, in deiner Mitte, Jerusalem. Halleluja!

February 15, 2023

Dienstag, 14. Februar : Hl. Johannes Paul II.

Seit dem Beginn des apostolischen Zeitalters, als das Evangeliums auf diesen europäischen Boden gesät und er mit dem Blut der Märtyrer getränkt wurde, setzte eine jahrhundertelange kontinuierliche und fruchtbare Entwicklung ein, die Europa mit christlichem Lebenssaft durchtränkte. Die heiligen Schutzpatrone Europas, der heilige Benedikt und die heiligen Cyrill und Methodius, sind in besonderer Weise Zeugen dieser Entwicklung. Das eigentümliche Charisma ihres evangelisierenden Wirkens besteht darin, dass sie Keime gelegt, dass sie Formen und Stile ins Leben gerufen haben, wodurch das Evangelium im kulturellen und sozialen Gefüge und im Geist der sich bildenden europäischen Völker Gestalt annehmen konnte. […] Diese heiligen Patrone […] sind auch für uns aktuelle Vorbilder und bleibende Inspiration; denn das Werk der Evangelisierung ist – angesichts der besonderen Situation, in der sich Europa heute befindet – vor die Aufgabe gestellt, eine neue schöpferische Synthese zwischen Evangelium und Lebenswirklichkeit anzubieten. Wir müssen uns bewusst sein, wie wichtig es ist, die Neuevangelisation auf diese gemeinsamen Wurzeln Europas aufzupfropfen. […] Denn diese christlichen Wurzeln sind besonders reich und anregend, weil sie auf demselben Glauben gründen, sich auf dieselbe ungeteilte Kirche berufen. […] Andererseits müssen wir auch bedenken, dass diese gemeinsamen Wurzeln zweifach sind. Denn sie haben die Form zweier Strömungen christlicher Tradition angenommen – in Theologie, Liturgie und Askese – und zweier Kulturmodelle, die unterschiedlich, aber nicht gegensätzlich sind, sondern im Gegenteil einander ergänzen und gegenseitig bereichern. Benedikt durchdrang die christliche und kulturelle Tradition des Westens mit dem eher logischen und rationalen Geist der Latinität; Cyrill und Methodius sind Repräsentanten der altgriechischen Kultur, die eher intuitiv und mystisch ist, und werden als Väter der Tradition der slawischen Völker verehrt. Es ist unsere Aufgabe, das Erbe dieses reichen und komplementären Denkens anzutreten und geeignete Mittel und Wege zu seiner Aktualisierung zu finden sowie eine intensivere spirituelle Verständigung zwischen Orient und Okzident herzustellen.

February 14, 2023