Mittwoch, 22. Februar : ps 51(50),3-4.5-6ab.12-13.14.17.

Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld, tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen! Wasch meine Schuld von mir ab, und mach mich rein von meiner Sünde! Denn ich erkenne meine bösen Taten, meine Sünde steht mir immer vor Augen. Gegen dich allein habe ich gesündigt, ich habe getan, was dir missfällt. Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz und einen festen Geist erneuere in meinem Innern! Verwirf mich nicht vor deinem Angesicht, deinen heiligen Geist nimm nicht von mir! Gib mir wieder die Freude deines Heiles, rüste mich aus mit dem Geist der Großmut! Herr, öffne mir die Lippen, und mein Mund wird deinen Ruhm verkünden.

February 22, 2023

Mittwoch, 22. Februar : Buch Joel 2,12-18.

So spricht der Herr: Kehrt um zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, Weinen und Klagen. Zerreißt eure Herzen, nicht eure Kleider, und kehrt um zum Herrn, eurem Gott! Denn er ist gnädig und barmherzig, langmütig und reich an Güte und es reut ihn, dass er das Unheil verhängt hat. Vielleicht kehrt er um und es reut ihn und er lässt Segen zurück, so dass ihr Speise- und Trankopfer darbringen könnt für den Herrn, euren Gott. Auf dem Zion stoßt in das Horn, ordnet ein heiliges Fasten an, ruft einen Gottesdienst aus! Versammelt das Volk, heiligt die Gemeinde! Versammelt die Alten, holt die Kinder zusammen, auch die Säuglinge! Der Bräutigam verlasse seine Kammer und die Braut ihr Gemach. Zwischen Vorhalle und Altar sollen die Priester klagen, die Diener des Herrn sollen sprechen: Hab Mitleid, Herr, mit deinem Volk und überlass dein Erbe nicht der Schande, damit die Völker nicht über uns spotten. Warum soll man bei den Völkern sagen: Wo ist denn ihr Gott? Da erwachte im Herrn die Leidenschaft für sein Land und er hatte Erbarmen mit seinem Volk.

February 22, 2023

Dienstag, 21. Februar : Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 9,30-37.

In jener Zeit zogen Jesus und seine Jünger durch Galiläa. Jesus wollte aber nicht, dass jemand davon erfuhr; denn er wollte seine Jünger über etwas belehren. Er sagte zu ihnen: Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert, und sie werden ihn töten; doch drei Tage nach seinem Tod wird er auferstehen. Aber sie verstanden den Sinn seiner Worte nicht, scheuten sich jedoch, ihn zu fragen. Sie kamen nach Kafarnaum. Als er dann im Haus war, fragte er sie: Worüber habt ihr unterwegs gesprochen? Sie schwiegen, denn sie hatten unterwegs miteinander darüber gesprochen, wer von ihnen der Größte sei. Da setzte er sich, rief die Zwölf und sagte zu ihnen: Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein. Und er stellte ein Kind in ihre Mitte, nahm es in seine Arme und sagte zu ihnen: Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt nicht nur mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.

February 21, 2023

Dienstag, 21. Februar : ps 37(36),3-4.18-19.27-28ab.39-40ab.

Vertrau auf den Herrn und tu das Gute, bleib wohnen im Land und bewahre Treue! Freu dich innig am Herrn! Dann gibt er dir, was dein Herz begehrt. Der Herr kennt die Tage der Bewährten, ihr Erbe hat ewig Bestand. In bösen Zeiten werden sie nicht zuschanden, sie werden satt in den Tagen des Hungers. Meide das Böse und tu das Gute, so bleibst du wohnen für immer. Denn der Herr liebt das Recht und verlässt seine Frommen nicht. Die Rettung der Gerechten kommt vom Herrn, er ist ihre Zuflucht in Zeiten der Not. Der Herr hilft ihnen und rettet sie, er rettet sie vor den Frevlern.

February 21, 2023

Dienstag, 21. Februar : Buch Jesus Sirach 2,1-11.

Mein Sohn, wenn du dem Herrn dienen willst, dann mach dich auf Prüfung gefasst! Sei tapfer und stark, zur Zeit der Heimsuchung überstürze nichts! Hänge am Herrn, und weiche nicht ab, damit du am Ende erhöht wirst. Nimm alles an, was über dich kommen mag, halt aus in vielfacher Bedrängnis! Denn im Feuer wird das Gold geprüft, und jeder, der Gott gefällt, im Schmelzofen der Bedrängnis. Vertrau auf Gott, er wird dir helfen, hoffe auf ihn, er wird deine Wege ebnen. Ihr, die ihr den Herrn fürchtet, hofft auf sein Erbarmen, weicht nicht ab, damit ihr nicht zu Fall kommt. Ihr, die ihr den Herrn fürchtet, vertraut auf ihn, und er wird euch den Lohn nicht vorenthalten. Ihr, die ihr den Herrn fürchtet, hofft auf Heil, auf immerwährende Freude und auf Erbarmen! Schaut auf die früheren Generationen und seht: Wer hat auf den Herrn vertraut und ist dabei zuschanden geworden? Wer hoffte auf ihn und wurde verlassen? Wer rief ihn an, und er erhörte ihn nicht? Denn gnädig und barmherzig ist der Herr; er vergibt die Sünden und hilft zur Zeit der Not.

February 21, 2023

Montag, 20. Februar : Sel. Columba Marmion

Doch die Einwirkung der Gnade auf den Geist ist zum Glauben notwendig. Lesen wir das Evangelium. Die Zeitgenossen Jesu konnten ihn berühren, hören, ihre Sinne ihn wahrnehmen; der Verstand sagte ihnen, dass er ein hervorragender, hochstehender Mensch sei. Doch um sein göttliches Wesen zu erfassen und zu glauben, dass er der wahre Sohn Gottes war, brauchte es außer den Wundern und den Worten der Propheten ein Gnadengeschenk. Jesus selbst sagt es: „Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater“ […] (Mt 16,17). Und ein andermal sprach er: „Niemand kann zu mir kommen, wenn der Vater ihn nicht zieht“ […] (Joh 6,44). Der Glaube ist ein Geschenk des Himmels. Der Ungläubige muss demütig die Gnade seines Kommens erflehen und wir, die wir diese Gottesgabe besitzen, müssen um Wachstum des Glaubens bitten: „Credo, Domine, adiuva incredulitatem meam“ [„Ich glaube, Herr, hilf meinem Unglauben“] (Mk 9,24). Versuchungen gegen den Glauben sind immer möglich, aber sie sollen uns ein Ansporn zum Beten sein; durch sie wird unser Glaube lebendiger, erkennen wir besser, dass er eine übernatürliche, ungeschuldete Gabe ist. […] aber ziehen wir Nutzen aus den Schwierigkeiten: schließen wir uns noch bewusster und fester an Christus und seine Botschaft an.

February 20, 2023

Montag, 20. Februar : Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 9,14-29.

In jener Zeit, als Jesus mit Petrus, Jakobus und Johannes von dem Berg herabgestiegen war und sie zu den anderen Jüngern zurückkamen, sahen sie eine große Menschenmenge um sie versammelt und Schriftgelehrte, die mit ihnen stritten. Sobald die Leute Jesus sahen, liefen sie in großer Erregung auf ihn zu und begrüßten ihn. Er fragte sie: Warum streitet ihr mit ihnen? Einer aus der Menge antwortete ihm: Meister, ich habe meinen Sohn zu dir gebracht. Er ist von einem stummen Geist besessen; immer wenn der Geist ihn überfällt, wirft er ihn zu Boden, und meinem Sohn tritt Schaum vor den Mund, er knirscht mit den Zähnen und wird starr. Ich habe schon deine Jünger gebeten, den Geist auszutreiben, aber sie hatten nicht die Kraft dazu. Da sagte er zu ihnen: O du ungläubige Generation! Wie lange muss ich noch bei euch sein? Wie lange muss ich euch noch ertragen? Bringt ihn zu mir! Und man führte ihn herbei. Sobald der Geist Jesus sah, zerrte er den Jungen hin und her, so dass er hinfiel und sich mit Schaum vor dem Mund auf dem Boden wälzte. Jesus fragte den Vater: Wie lange hat er das schon? Der Vater antwortete: Von Kind auf; oft hat er ihn sogar ins Feuer oder ins Wasser geworfen, um ihn umzubringen. Doch wenn du kannst, hilf uns; hab Mitleid mit uns! Jesus sagte zu ihm: Wenn du kannst? Alles kann, wer glaubt. Da rief der Vater des Jungen: Ich glaube; hilf meinem Unglauben! Als Jesus sah, dass die Leute zusammenliefen, drohte er dem unreinen Geist und sagte: Ich befehle dir, du stummer und tauber Geist: Verlass ihn, und kehr nicht mehr in ihn zurück! Da zerrte der Geist den Jungen hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei. Der Junge lag da wie tot, so dass alle Leute sagten: Er ist gestorben. Jesus aber fasste ihn an der Hand und richtete ihn auf, und der Junge erhob sich. Als Jesus nach Hause kam und sie allein waren, fragten ihn seine Jünger: Warum konnten denn wir den Dämon nicht austreiben? Er antwortete ihnen: Diese Art kann nur durch Gebet ausgetrieben werden.

February 20, 2023

Montag, 20. Februar : ps 93(92),1.2-3.4-5.

Der Herr ist König, bekleidet mit Hoheit; der Herr hat sich bekleidet und mit Macht umgürtet. Der Erdkreis ist fest gegründet, nie wird er wanken. Dein Thron steht fest von Anbeginn, du bist seit Ewigkeit. Fluten erheben sich, Herr, Fluten erheben ihr Brausen, Fluten erheben ihr Tosen. Gewaltiger als das Tosen vieler Wasser, gewaltiger als die Brandung des Meeres ist der Herr in der Höhe. Deine Gesetze sind fest und verlässlich; Herr, deinem Haus gebührt Heiligkeit für alle Zeiten.

February 20, 2023

Montag, 20. Februar : Buch Jesus Sirach 1,1-10.

Alle Weisheit stammt vom Herrn, und ewig ist sie bei ihm. Den Sand des Meeres, die Tropfen des Regens und die Tage der Vorzeit, wer hat sie gezählt? Die Höhe des Himmels, die Breite der Erde und die Tiefe des Meeres, wer hat sie gemessen? Früher als sie alle ist die Weisheit erschaffen, von Ewigkeit her die verständige Einsicht. Die Quelle der Weisheit ist das Wort Gottes in der Höhe; ihre Wege sind die ewigen Gebote. Die Kenntnis der Weisheit, wem wurde sie offenbart? Ihre mannigfachen Wege, wer hat sie erkannt? Die Wurzel der Weisheit - wem wurde sie enthüllt, ihre Pläne - wer hat sie durchschaut? [] Nur einer ist weise, höchst ehrfurchtgebietend: der auf seinem Thron sitzt, der Herr. Er hat sie geschaffen, geschaut und gezählt, sie ausgegossen über all seine Werke. Den Menschen ist sie unterschiedlich zugeteilt; er spendet sie denen, die ihn fürchten.

February 20, 2023

Sonntag, 19. Februar : Ehrwürdige Dienerin Gottes Madeleine Delbrêl

In dem Maße, wie ein Christ seinen Glauben bekennt und versucht, ihn zu leben, wird er von Gläubigen und Nichtgläubigen als ungewöhnlich wahrgenommen. […] Das Ungewöhnliche eines Christen ist schlicht und einfach seine Ähnlichkeit mit Jesus Christus, die Christusähnlichkeit, die – durch die Taufe in einen Menschen eingesenkt und sein Herz durchdringend – schließlich sozusagen bis an die Hautoberfläche kommt. […] Er glaubt nicht nur an Gott, sondern er soll ihn auch lieben, wie ein Sohn einen ganz und gar liebevollen und allmächtigen Vater liebt, nach dem Vorbild Christi. […] Er liebt seinen Nächsten nicht nur wie sich selbst, sondern er soll ihn lieben „wie Christus uns geliebt hat“, nach dem Vorbild Christi. […] Er ist nicht nur der Bruder seines ihm angehörigen Mitmenschen, sondern aller Mitmenschen weltweit. […] Er gibt nicht nur, sondern er teilt; er leiht aus, fordert aber nicht zurück; er ist verfügbar für das, was von ihm verlangt wird, aber er tut mehr als das, was von ihm verlangt wird. […] Er ist nicht nur Bruder derer, die ihn lieben, sondern auch seiner Feinde; er erträgt nicht nur Schläge, sondern er entfernt sich auch nicht von dem, der ihn schlägt. Er verzichtet nicht nur darauf, Böses mit Bösem zu vergelten, sondern verzeiht und vergisst; er vergisst nicht nur, sondern er vergilt Böses mit Gutem. Er leidet nicht nur und wird von einigen getötet, sondern sterbend leidet er noch zu ihren Gunsten; nicht nur einmal, sondern jedes Mal. […] Er teilt nicht nur das, was er hat oder was er in sich hat, sondern er gibt das einzige, das Gott ihm zu eigen gegeben hat: sein eigenes Leben. […] Er ist nicht nur glücklich, weil er durch Gott und für Gott lebt, sondern weil er auf ewig mit Gott leben wird und dazu beiträgt, dass auch seine Brüder für immer mit Gott leben werden.

February 19, 2023